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Work & Travel – das erwartet dich!

Reisen und zwischendurch arbeiten, meist ein Jahr mit Working-Holiday-Visum. Welche Länder infrage kommen, was es kostet und was man vorher wissen sollte.

3 Min. Lesezeit

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Wie es funktioniert

Ein Working-Holiday-Visum erlaubt dir, dich bis zu einem Jahr in einem Land aufzuhalten und dort zu arbeiten, um die Reise zu finanzieren. Deutschland hat solche Abkommen mit einer Reihe von Ländern, darunter Australien, Neuseeland, Kanada, Japan, Südkorea, Chile und Argentinien. Die Bedingungen unterscheiden sich stark – bei manchen ist die Zahl der Visa pro Jahr begrenzt und im Januar vergeben.

Typisch ist ein Wechsel aus Reisen und befristeten Jobs: Landwirtschaft, Gastronomie, Hostels, Baustellen, Saisonarbeit. Der Verdienst hält die Reise am Laufen, er finanziert sie in der Regel nicht komplett.

Was du vorher klären musst

  • Visum: Altersgrenze meist 18 bis 30, Nachweis über Rückflug oder ausreichende Mittel, teils polizeiliches Führungszeugnis. Der Antrag braucht Vorlauf, bei manchen Ländern Monate.
  • Startkapital: Viele Länder verlangen einen Nachweis über ein Guthaben, das mehrere tausend Euro betragen kann – zusätzlich zum Flug. Ohne das gibt es kein Visum.
  • Auslandskrankenversicherung für die gesamte Dauer. Die gesetzliche Krankenkasse gilt außerhalb Europas nicht.
  • Konto und Karte, die im Zielland funktionieren, plus eine zweite Karte getrennt aufbewahrt.
  • Reisepass mit ausreichender Restgültigkeit – viele Länder verlangen sechs Monate über das Reiseende hinaus.

Selbst organisieren oder über eine Agentur

Agenturen nehmen dir Visum, erste Unterkunft, Flughafenabholung und oft die Vermittlung des ersten Jobs ab. Das kostet Gebühren, die je nach Anbieter weit auseinandergehen. Wer die Sprache gut spricht und Zeit zum Recherchieren hat, spart das Geld – die ersten zwei Wochen sind dann allerdings anstrengender.

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Ein Mittelweg, der sich oft lohnt: nur das Startpaket buchen (Ankunft, erste Nächte, Kontoeröffnung, Steuernummer) und den Rest selbst machen.

Was es wirklich bringt

Sprachlich hängt der Ertrag davon ab, mit wem du unterwegs bist. Wer die ganze Zeit in deutschsprachigen Gruppen reist, kommt sprachlich kaum voran – das ist der häufigste Rückblick. Wer sich Jobs sucht, in denen die Landessprache gebraucht wird, macht in wenigen Monaten große Sprünge.

Im Lebenslauf zählt weniger die Reise als das, was du daraus erzählen kannst: dass du dich in einem fremden Land allein organisiert, Arbeit gefunden und mit Leuten zurechtgekommen bist. Ein Auslandspraktikum im Wunschfeld ist fachlich mehr wert; ein Reisejahr ist persönlich mehr wert, als viele erwarten.

Die Rückkehr planen

Ein Jahr Work and Travel verschiebt den Studien- oder Ausbildungsstart. Kläre vor der Abreise, ob deine Bewerbung dadurch in ein anderes Verfahren fällt, und melde dich rechtzeitig zurück – Bewerbungsfristen laufen weiter, während du unterwegs bist. Kindergeld gibt es bei Work and Travel ohne Ausbildungsbezug in der Regel nicht; frag vorher bei der Familienkasse nach.

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Häufige Fragen

Wie viel Geld brauche ich zum Start?

Neben dem Flug verlangen mehrere Länder einen Nachweis über ein Guthaben, das in die Tausende gehen kann. Rechne zusätzlich mit Kosten für Visum, Versicherung und die ersten Wochen, bis der erste Lohn kommt.

Finde ich vor Ort wirklich Arbeit?

In den klassischen Working-Holiday-Ländern ja, meist in Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus – saisonabhängig und oft körperlich. Wer eine bestimmte Region und eine bestimmte Jahreszeit plant, sollte vorher prüfen, ob dort dann Saison ist.

Lohnt sich eine Agentur?

Für die ersten zwei Wochen oft ja: Ankunft, Unterkunft, Konto und Steuernummer sind dann geregelt. Das ganze Jahr durchbuchen lohnt selten – es kostet viel und nimmt genau die Selbstständigkeit weg, für die man fährt.

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