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Bestatter/in

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Arbeitsalltag

Es ist ein Thema, über das nicht so gerne gesprochen wird – der Tod. Dabei ist er für jeden unausweichlich. Den einen erwischt es früher, den anderen erst später. Manchmal versterben Menschen viel zu früh. Das ist für Angehörige besonders tragisch und schwer zu verarbeiten. Trotzdem hat der Tod als Tatsache einen eigentümlichen Reiz. Und nicht jeder sieht darin ein Tabuthema, sondern betrachtet diesen vielmehr als wesentlichen Abschnitt unseres Lebens. Behältst du in schwierigen Situationen immer einen kühlen Kopf und lässt dich von deinen Gefühlen nicht übermannen? Dann kommt für dich vielleicht der Beruf des Bestatters in Frage.
Dabei ist das Umfeld einer Beerdigung gar nicht so leblos, wie man es sich auf den ersten Blick vorstellt. Neben einem guten Organisationstalent müssen Bestattungsfachkräfte vor allem sensibel mit den Angehörigen eines Verstorbenen umgehen können. Ein Stück weit sind Bestatter auch immer Seelsorger und Begleiter in schweren Zeiten. Mit deiner respektvollen Art und Weise, mit Hinterbliebenen umzugehen, bist du für eine gewisse Zeit engster Vertrauter für fremde Personen. Dabei ist es wichtig, immer einen angemessenen Ton zu finden. Mitleid und Empathie sollte aufgebracht werden, aber nach dem Feierabend solltest du dein eigenes Leben genießen und abschalten können. Natürlich geht es in diesem Beruf nicht nur ums Betreuen und Beraten. Bestatter kann man fast schon als Eventmanager bezeichnen. Sie organisieren die Trauerfeier, führen Gespräche über die Art der Bestattung und planen den Ablauf. Zu deinen Aufgaben gehört außerdem, dass du die Toten abholst, hygienisch versorgst, einkleidest und angemessen in den Sarg legst. Auch, wenn es um den Tod geht, so ist dieser Beruf abwechslungsreich und spannend. Ein Arbeitsalltag im traditionellen Sinne wird dir garantiert nicht begegnen.

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Ausbildung

In Deutschland kann jeder Bestatter werden, der sich für diese Branche interessiert, ohne eine entsprechende Ausbildung dafür abgeschlossen zu haben. Kunden legen jedoch sehr viel Wert auf Professionalität und Qualität. Daher lohnt es sich auf alle Fälle, eine Ausbildung zu beginnen. Diese verläuft dann dual, das heißt, dass der Azubi erste Erfahrungen im Betrieb sammelt und die theoretischen Grundlagen in der Berufsschule vermittelt bekommt. Zu den Inhalten gehören unter anderem Umweltschutz, Beisetzungsformen und Organisation. Du lernst zusätzlich, deine Aufgaben bestimmt und professionell im Hintergrund zu erledigen. Im Jahr 2011 wurden 144 Auszubildende eingestellt. Auf einen freien Platz kommen mitunter bis zu 20 Bewerber. Die Hälfte aller Anwärter konnte das Abitur vorweisen. Während der Ausbildung verdienst du im:


1. Ausbildungsjahr: ca. 380€ bis 760€

2. Ausbildungsjahr: ca. 400€ bis 800€
3. Ausbildungsjahr: ca. 430€ bis 870€

Angebote

Gehalt

Wie in vielen anderen Berufen auch ist die Höhe deines Gehalts von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Es richtet sich nach der Betriebsgröße, dem Arbeitsstandort und ob du tariflich angestellt bist. Als Einsteiger kannst du mit einem monatlichen Bruttogehalt zwischen 2.000€ und 2.250€ rechnen. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt dein Einkommen auf bis zu 3.000€ brutto im Monat an. Mit entsprechenden Weiterbildungen hast du außerdem die Möglichkeit, deinen Verdienst nach oben zu schrauben.

Weiterbildung

Nach der Ausbildung ist vor der Ausbildung. Möchtest du eines Tages vielleicht selbst Azubis anlernen, empfiehlt es sich, einen Abschluss als Bestattermeister anzustreben. Dieser nimmt in der Regel 6 Monate bis 2 Jahre in Anspruch, je nachdem, ob du deinen Meistertitel in Teilzeit oder Vollzeit erlangen möchtest. Gleichzeitig kannst du mit diesem Abschluss mehr Verantwortung übernehmen und in der Personalführung tätig werden. Nicht zuletzt kannst du dich dann auch selbstständig machen. Mit 2-jähriger Berufserfahrung haben Bestatter ebenfalls die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Bestattungsfachwirt aufzunehmen. Mit dieser 1,5-jährigen Fortbildung kannst du dich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren und ein höheres Gehalt verlangen.

Perspektive

Der Tod ist ein sicheres Geschäft. Leider werden Menschen immer sterben müssen. Und der demografische Wandel in unserer Gesellschaft verspricht eine Menge Arbeit. Wie bereits erwähnt, kommen auf eine Lehrstelle bis zu 20 Bewerber. Begehrt ist der Beruf allemal. Wer mit dem Tod keine Probleme hat, kann sich auf einen finanziell abgesicherten und nicht alltäglichen Beruf freuen.

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