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Fahrzeuglackierer/in

Info
Dauer: 3 Jahre
Gehalt während der Ausbildung
1. Ausbildungsjahr: ca. 550€ bis 900€
2. Ausbildungsjahr: ca. 600€ bis 950€
3. Ausbildungsjahr: ca. 660€ bis 1.000€
Gut zu wissen:
2014 machten bundesweit 5.171 Lehrlinge eine Ausbildung zum/r Fahrzeuglackierer/-in.

Fahrzeuglackierer/in

Arbeitsalltag

Schon aus der Ferne erkennen wir an dem charakteristischen Rot einen Ferrari. Rast dieser dann an uns vorbei, bleibt nur noch das einmalige Rot in unserem Gedächtnis. Die Luxus-Karossen der heutigen Zeit zeigen sich alle vermehrt in Metallic-Optik. Das sieht nicht nur hochwertig aus, sondern verleiht dem Auto auch eine bestimmte Eleganz. Ob Standard-Ausführung oder der beste Lack, den es gibt auf dem Markt – das Auto soll immer perfekt aussehen und den besten Anstrich bekommen. Da darf es keine Bläschen oder Unebenheiten geben, die man gegen das Licht sieht. Aber auch nach einem Unfall oder anderen Schäden an der Karosserie ist der Kunde darauf bedacht, wieder ein makelloses Fahrzeug nach dem Werkstatt-Besuch zurückzubekommen. Damit das auch gewährleistet werden kann, müssen Fahrzeuglackierer den Auftrag vor- und nachbereiten, ehe es zur eigentlichen Arbeit, dem Lackieren kommt. Das bedeutet, dass Lackierer nicht nur in der Werkstatt tätig sind, sondern einen Großteil ihrer Arbeit auch im Büro verbringen. Hier werden die einzelnen Schwerpunkte mit dem Kunden besprochen und Kostenvoranschläge offeriert. Während des Gesprächs wird auf Sonderwünsche und die verschiedenen Bedürfnisse des Auftraggebers eingegangen. Um später ein zufrieden stellendes Resultat abliefern zu können, müssen Farben gemischt und vorab das Verhältnis der einzelnen Bestandteile berechnet werden. Fahrzeuglackierer sollten zudem ein hohes Maß an Kreativität im Arbeitsalltag unter Beweis stellen können. Denn manchmal sind die Verzierungen, die gewünscht werden, sehr umfangreich und verlangen einiges von dir ab. Dabei ist es unabdingbar, über die Bestandteile und Zusammensetzung eines Fahrzeugs Bescheid zu wissen, damit die einzelnen Komponenten deines Handwerks ineinander greifen können. Kreativität und handwerkliches Geschick sind für dich eine Selbstverständlichkeit? Dann bewirb dich für eine Ausbildung zum Fahrzeuglackierer.

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Ausbildung

Es gibt drei Wege, den Beruf des Fahrzeuglackierers zu erlernen. Zum einen kannst du eine rein schulische Ausbildung beginnen. Während dieser Zeit erhältst du allerdings keine Vergütung. Zum anderen gibt es noch die überbetriebliche Lehre. Du weißt nicht, was das ist? Kein Problem. Dabei handelt es sich um so genannte IHK-Werkstätten, die bestimmte Kurse anbieten und dich in ausgewählten Bereichen schulen. Mit den abgeschlossenen Lehrgängen kannst du dich später auf dem Arbeitsmarkt bewerben. Und zu guter Letzt gibt es noch eine duale Ausbildung. Alle drei Varianten dauern in der Regel 3 Jahre. Während der dualen Ausbildung sammelst du bereits erste praktische Erfahrungen ab Beginn der Lehre im Betrieb und paukst nebenbei die Theorie in der Berufsschule. Grundvoraussetzung ist meistens der Hauptschulabschluss. Dabei wird vor allem auf gute Noten in den Fächern Chemie, Physik und Mathematik Wert gelegt. Während der dualen Ausbildung verdienst du im:


1. Ausbildungsjahr: ca. 550€ bis 900€
2. Ausbildungsjahr: ca. 600€ bis 950€
3. Ausbildungsjahr: ca. 660€ bis 1.000€

Gehalt

Nach der Ausbildung wird dann „richtiges“ Geld verdient. Im Osten des Landes verdienen Einsteiger ca. 1.700€ brutto im Monat. Im Westen sind es sogar 2.100€ brutto monatlich. Wie du siehst, hängt die Höhe des Gehaltes von bestimmten Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Arbeitsstandort, Berufserfahrung, Art der Anstellung und Betriebsgröße. Wem das Einkommen zu niedrig ist, der sollte an Weiterbildungen teilnehmen.

Weiterbildung

Damit du später mehr Verantwortung übernehmen und deine Kompetenz unter Beweis stellen kannst, empfiehlt sich eine Weiterbildung zum Techniker im Bereich Farb- und Lacktechnik oder der Betriebswirt mit der Fachrichtung Farbtechnik. Mit dem neu erlernten Fachwissen kannst du sogar mittlere Führungspositionen im Unternehmen bekleiden. Mit der Qualifikation zum Maler- und Lackierermeister übernimmst du ebenfalls deutlich mehr Verantwortung und kannst andere Azubis anleiten und ausbilden. Mit dieser Zusatzqualifikation steht dir außerdem frei, dich selbstständig zu machen und einen eigenen Betrieb zu gründen. Vielleicht kommt mit entsprechender Voraussetzung auch noch ein Studium der Verfahrenstechnik für dich in Frage. Wie du siehst, hast du nach der Grundausbildung noch lange nicht ausgelernt.

Perspektive

Nach der Ausbildung stehen die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt nicht schlecht. Vor allem in der Automobilindustrie warten spannende und lukrative Anstellungen auf dich, die zudem noch sehr gut vergütet werden. Aber auch in privaten Betrieben wird mehr und mehr nach gut ausgebildetem Personal gesucht. Mit entsprechenden Weiterbildungen machst du dich unersetzbar auf dem Arbeitsmarkt.

Wusstest du schon...
Dass bei Automobilherstellern heutzutage meistens nicht mehr von Hand lackiert wird? Stattdessen werden computergesteuerte Lackierstraßen eingerichtet und Fahrzeugteile von Roboterarmen lackiert.
Dass Fahrzeuglackierer/-innen auch kleine Reparaturarbeiten an Fahrzeugen vornehmen dürfen?
Dass Fahrzeuglackierer/-in zu den ausbildungsstärksten Handwerksberufen in Deutschland zählt?

Solltest du (nicht) werden, wenn:

  • Du ein genaues Auge und einen ausgesprägten Sinn für Ästhetik besitzt.
  • Du eine ordentliche Portion Kreativität mitbringst.
  • Du Spaß an physikalischen und chemischen Vorgängen hast.
  • Du handwerklich ungeschickt bist.
  • Du dir nicht auch mal bei der Arbeit die Hände schmutzig machen kannst.
  • Dir Perfektionismus ein Fremdwort ist.

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