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Stuckateur/in

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Arbeitsalltag

Handwerklich tätig sein und sich nebenbei mit den verschiedensten Epochen der Weltgeschichte auseinandersetzen? Zugegeben – das hört sich schon ziemlich unrealistisch an. Dabei gibt es einen Beruf, der diese beiden Komponenten miteinander verbindet und einmalige Ergebnisse erzielt. Solltest du handwerklich begabt sein und dich ein wenig für Baustile, Architektur und Formvollendung interessieren, dann starte eine Ausbildung zum Stuckateur.
Als solcher kannst du Einblicke in die Welt der Superreichen erhaschen und lernst eine Parallelwelt kennen. Du schreckst nicht vor 5 Meter hohen Decken zurück und scheust dich nicht, den Großteil deiner Arbeitszeit in luftiger Höhe zu verbringen. Zudem sollte es dich nicht stören, bei Eiseskälte draußen schwere Gipsladungen zu schleppen. Der Beruf des Stuckateurs ist aber nicht nur grobmotorisch geprägt. Vielmehr verlangen die Aufgaben Präzision und Spezialisten-Wissen. Zu den Hauptaufgaben gehört vor allem die energetische Sanierung von Gebäuden. Stuckateure verwenden Steinwolle, Styropor, hängen Decken ab und bauen Dachgeschosse aus. Des Weiteren bist du für Putzarbeiten verantwortlich und sorgst mit Kalk und Lehm für optische Verschönerungen. Das Ergebnis kann sich immer sehen lassen. Erstrahlt eine Jugendstil-Villa im neuen Glanz, dann kannst du dir getrost auf die Schulter klopfen.

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Ausbildung

Stuckateure durchlaufen eine 3-jährige Ausbildung, die dual verläuft. Die meiste Zeit verbringst du in der Praxis auf dem Bau oder in der Planung sowie Durchführung von Aufträgen. Nebenher drückst du die Schulbank und büffelst die Theorie. Dabei verbringst du einige Wochen deiner Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungszentren. Du kannst allerdings auch eine 2-jährige Lehre zum Ausbaufacharbeiter beginnen und dich später innerhalb eines Jahres zum Stuckateur ausbilden lassen. Themenschwerpunkte sind Stuck und Putz, Trockenbau sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Empfohlen wird mindestens ein Hauptschulabschluss. Während deiner Ausbildung verdienst du je nach Arbeitsstandort laut Tarifvertrag im:


1. Ausbildungsjahr: ca. 560€ bis 650€
2. Ausbildungsjahr: ca. 650€ bis 800€
3. Ausbildungsjahr: ca. 950€ bis 1.200€

Angebote

Gehalt

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung zum Stuckateur verdienst du zwischen 1.700€ und 2.100€ brutto im Monat. Die Zahlen beziehen sich auf dein Einstiegsgehalt. Natürlich steigt der Verdienst innerhalb der nächsten Jahre an. Als Stuckateurmeister kannst du einen Verdienst von bis zu 4.500€ brutto monatlich erzielen. Somit gehört dieses Berufsfeld zu einem der besser bezahlten Handwerksberufe. Beachte auch, dass du im Westen Deutschlands wesentlich mehr als im Osten verdienen kannst.

Weiterbildung

Du hast nach deiner Lehre mehrere Weiterbildungsmöglichkeiten. So kannst du dich zum Werkpolier oder Techniker ausbilden lassen. Bei Letzterem kümmerst du dich um die Planung und Durchführung eines Projektes. An einer Fachhochschule kannst du dich ebenfalls fortbilden. Interessant könnt für dich hier Gestalter im Handwerk, Industriebetriebswirt, Bautechnik oder Restaurator im Denkmalschutz sein. Strebst du eher eine Selbstständigkeit an, dann musst du eine Weiterbildung zum Meister aufnehmen. Das ermöglicht dir nicht nur, einen eigenen Betrieb zu führen, sondern auch andere Azubis auszubilden.

Perspektive

Mit einer abgeschlossenen Lehre findest du insbesondere in Betrieben des Stuckateurhandwerks, in industriellen Ausbaubetrieben sowie im Fassaden- und Trockenbau eine Festanstellung. In letzter Zeit ist die Bewerberzahl zurückgegangen. Das bedeutet, dass die Chancen auf einen freien Ausbildungsplatz nicht schlecht stehen. Auch nach der Lehre hast du sehr gute Möglichkeiten, eine erfolgreiche Karriere zu starten. Tarifverträge sind ebenfalls keine allzu schlechte Aussicht auf ein finanziell abgesichertes Leben.

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