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Studienabbruch

Du bist überfordert mit den Lernansprüchen, hast finanzielle Schwierigkeiten oder interessierst dich einfach nicht für das, was du in deinem Bachelor oder Master Studium lernst?

Wenn du dir weder von einem Studienfachwechsel noch vom Studienortwechsel eine Verbesserung versprichst, ist vielleicht der Studienabbruch die letzte Konsequenz. Rund ein Drittel aller Bachelorstudenten brechen ihr Studium frühzeitig ab. Das geht aus einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) von 2014 hervor.

 

Wirklich abbrechen?

Das Bachelor Studium ist für Schulabgänger neues Terrain. Hat man sich die bevorstehende Zeit so rosig ausgemalt und geht mit hohen Erwartungen ins erste Semester, kann das schnell zur Enttäuschung werden. Bei einer neuen Umgebung, vielen unbekannten Kontakten und den Lerninhalten des auserwählten Studiums, ist nicht unbedingt jedes Puzzleteil das Nonplusultra. Viele junge Erwachsene trauen sich den Schritt zum Studienabbruch nicht, weil viel Erwartungsdruck auf ihnen lastet. Außerdem ist die Angst groß, dass es nur für den Moment ist und bald wieder vergeht. Es gibt keine perfekte Anleitung, wann man zum Studienabbrecher werden sollte und wann nicht. Allerdings haben wir hier ein paar Tipps für dich vorbereitet:

  • Gib nicht gleich auf! Wenn du grade am Anfang des Studiums stehst, gib dir selbst noch etwas Zeit, dich an die neue Situation zu gewöhnen und dich einzuleben.

  • Du bist so sicher über deine Studienwahl und hast dich genauestens informiert, kann es sein, dass die Enttäuschung groß wird. Du hast zu viel erwartet und denkst übers Abbrechen nach. Doch bevor du das tust, solltest du dir sicher sein, dass das die falsche Wahl war.

  • Wenn du finanzielle Probleme hast, checke alle Möglichkeiten der Unterstützung. BAföG, Kindergeld, Studentenjobs oder Stipendien können helfen, genügend Geld in die Studentenkasse zu bringen.

  • Gefällt dir der Studiengang schon und du möchtest auch an der Hochschule bleiben, allerdings nicht vor Ort, solltest du ein Fernstudium in Betracht ziehen. Dabei kannst du deine Freizeit bis auf wenige Seminare frei gestalten, wohnen wo du möchtest du auch flexibel arbeiten. Doch Achtung: Nicht alle Hochschulen bieten diese Option an.

  • Ist das Studieren allgemein nichts für dich, liegt deine Zukunft vielleicht im Praktischen. Eine betriebliche Ausbildung oder ein duales Studium, sprechen dich möglicherweise mehr an.

  • Wenn du noch nicht genau weißt, was du überhaupt machen willst, was zu dir passt und wohin deine Studienwahl fallen soll, hilft dir vielleicht der passende Orientierungstest weiter und gibt dir Klarheit.

  • Lass dich nicht erdrücken von einem schlechten Gewissen. Der Studienabbruch ist keine Niederlage, sondern der Grundstein für einen Neuanfang.

  • Die Studienberatung an deiner Hochschule ist genau für solche Fälle da. Auch als Abbrecher kannst du dich dort melden und über deine Probleme sprechen. Gegebenenfalls kann man die Situation ändern. Wenn du bei der Entscheidung für einen Studienabbruch bleibst, werden sie dir den weiteren Ablauf näher erklären können.

Ein Studienabbruch ist zumeist keine einfache Entscheidung. Du wirst nach Ende des Semesters exmatrikuliert und bist dann offiziell kein Student mehr. Schlussendlich wird diese Entscheidung nur in deinem Ermessen liegen können. Du solltest dir allerdings sicher sein und dich nicht dem Willen anderer beugen. Du musst keine Angst haben, denn wo sich eine Tür schließt, öffnet sich wo anders eine neue.

Tipp

Unser kurzer Berufswahltest kann dich bei der Umorientierung unterstützen.

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