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Tischler/in (Schreiner/in)

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Tischler/in (Schreiner/in)

Arbeitsalltag

Möbel sind nicht gleich Möbel. Man kann sie als Presspappe günstig in einem Discount-Einrichtungshaus kaufen oder aus massiven Holz bestehend in Luxus-Läden. Ein Stuhl erfüllt immer einen Zweck – wir nutzen ihn zum Sitzen. Doch es gibt Unterschiede in der Verarbeitung und Qualität. Wer eine Sitzgelegenheit haben möchte, die nicht nur bequem ist, sondern mehrere Jahre halten soll, muss tiefer in die Tasche greifen als beispielsweise für einen Gartenstuhl aus Plastik. Traum vieler Menschen ist es, eigene Möbel herzustellen, um von allem ein Unikat zu besitzen. Natürlich erfordert das nicht nur Geschick, sondern auch Zeit. Gut, dass es Tischler gibt. Sie zaubern aus dem Rohstoff Holz kleine Kunstwerke. Der Beruf beschäftigt sich mit weitaus mehr als nur mit dem Anfertigen von Kleiderschränken, Hockern und Tischen. Was viele nicht wissen, ist, dass Tischler im engen Kundenkontakt stehen. Zudem müssen schwere Maschinen und Geräte bedient werden, die einen Großteil der anfallenden Arbeit abnehmen. Wenn es aber ums Detail geht, legen die Fachkräfte selbst Hand an. Mitunter wird es sehr laut und schmutzig – Stressresistenz ist daher ein absolut Muss in dieser Branche. Des Weiteren werden handwerkliches Können und ein gutes Vorstellungsvermögen vorausgesetzt. Im Kontakt mit dem Kunden müssen die Wünsche besprochen werden. Aus welchem Holz soll der Parkettboden bestehen, welche Dicke wird verlangt und so weiter – Tischler müssen die Bedürfnisse des Auftraggebers perfekt und passgenau umsetzen. Hilfreich ist es daher, kontaktfreudig und kommunikativ zu sein. Natürlich dürfen auch Mathematik-Kenntnisse nicht fehlen, denn schließlich besteht der Arbeitsalltag häufig aus Ausmessen und Berechnen. Außerdem gehört ein technisches Verständnis ebenfalls zu diesem Job, da die Arbeitsmaterialien regelmäßig geprüft und gewartet werden müssen. Zu guter Letzt muss das Endprodukt noch veredelt und anschließend auf Wunsch montiert werden. Tischler sind vielseitig und können unterschiedlichste Dinge herstellen. Dazu zählen unter anderem Schränke, Fenster, Türen, Ladeneinrichtungen oder Böden.
Wie du siehst, ist dieser Beruf gar nicht so einseitig, wie man vielleicht meinen möchte. Wenn auch du handwerklich begabt bist, solltest du über eine Ausbildung zum Tischler nachdenken.

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Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet dual statt. Wobei das erste Jahr in der Regel rein schulisch ist. Ab dem zweiten Jahr packst du dann mit im Betrieb an und sammelst praktische Erfahrungen. Alles, was du mitbringen solltest, sind mindestens der Hauptschulabschluss, eine gute Note im Fach Mathematik und handwerkliches Geschick. Außerdem solltest du gerne mit Menschen zusammenarbeiten können und nicht gerade redefaul sein. Während der Ausbildungszeit verdienst du im:


1. Ausbildungsjahr: ca. 500€
2. Ausbildungsjahr: ca. 575€
3. Ausbildungsjahr: ca. 640€

Angebote

Gehalt

Wie hoch dein Gehalt später ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise Berufserfahrung, Art der Anstellung, Betriebsgröße und Arbeitsstandort. Einsteiger können mit einem monatlichen Bruttolohn in Höhe von etwa 1.500€ bis 2.050€ rechnen. Im Laufe der Zeit und mit zunehmender praktischer Erfahrung steigt das Einkommen kontinuierlich an. Wem das Gehalt zu niedrig ausfällt, der kann an Weiterbildungen teilnehmen, die nach erfolgreich bestandener Prüfung die Haushaltskasse zusätzlich aufbessern.

Weiterbildung

Nach der Ausbildung hast du noch lange nicht ausgelernt. Es gibt anschließend 3 Möglichkeiten, sein Hauptaugenmerk auf ein bestimmtes Gebiet zu legen. In Frage kommen die Bereiche geprüfter Kundenberater, geprüfter Fertigungsplaner und geprüfter Fachbauleiter. Als Führungskraft des Handwerks steigst du ebenfalls die Karriereleiter hinauf. Die Bezeichnung dafür ist staatlich geprüfter Techniker mit Fachrichtung Holztechnik oder staatlich geprüfter Techniker mit Fachrichtung Raumgestaltung oder Innenausbau. Wer bereits ein paar Jahre im Beruf tätig ist, kann auch den Meistertitel erwerben. Damit lernst du nicht nur Azubis an, vielmehr kannst du dich auch selbstständig machen und eines Tages dein eigener Chef sein. Des Weiteren ist für dich vielleicht eine Weiterbildung zum Restaurator interessant. Dabei konzentrierst du dich insbesondere auf die Wiederherstellung und Erfassung von Kunst- und Kulturgut. Letztlich bleibt dir bei Erfüllung aller Voraussetzungen noch ein Studium. Mögliche Studiengänge sind Architektur, Design oder Ingenieur für Holz- und Kunststofftechnik.

Perspektive

Tischler werden in Deutschland gesucht. Interessenten sind rar, was zur Folge hat, dass etliche Lehrstellen unbesetzt bleiben. Das ist natürlich gut für dich, da du dadurch sogar die freie Auswahl hast, wo du dich überall bewerben kannst. Nach der Ausbildung ist dank der vielen Weiterbildungsmöglichkeiten noch lange nicht Schluss. Außerdem steigerst du mit Zusatzqualifikationen deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wer mit Leidenschaft bei der Sache ist, dem steht einer erfolgreichen Karriere in dieser Branche nichts im Wege.

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