Studienprofil · Elektro und IT
Informatik
Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung von Information.
- Weg
- Studium
- Dauer
- 6–7 Semester Bachelor, 3–4 Semester Master
Was du mit diesem Fach später beruflich machst, steht auf der Seite zum Beruf Informatiker/in. Zur Seite Informatiker/in
Was lernt man im Studium Informatik?
Das Studium beginnt mit Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen, Rechnerarchitektur, Betriebssystemen und Datenbanken. Parallel läuft ein erheblicher Mathematikteil: diskrete Mathematik, lineare Algebra, Analysis, Logik.
Anders als viele erwarten, ist Informatik kein Programmierkurs. Es geht um die Frage, welche Probleme sich überhaupt berechnen lassen und mit welchem Aufwand. Das Programmieren lernst du nebenbei – die Theorie ist der Teil, an dem die meisten Prüfungen hängen.
Passt das Fach zu dir?
Passt, wenn du …
- gern knobelst und Probleme zerlegst.
- dranbleibst, bis ein Fehler gefunden ist.
- bereit bist, Mathematik ernst zu nehmen.
Schwierig, wenn du …
- dir vor allem Programmieren ohne Theorie vorstellst.
- diskrete Mathematik und Logik umgehen möchtest.
- ungern allein an einem Problem sitzt.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Fach?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Wichtige Schulfächer
-
- Informatik, um neue Programmiersprachen effizient zu lernen
- Mathematik, um Algorithmen richtig einzusetzen
- Englisch, um fachbezogene Texte zu lesen und zu verfassen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie finanzierst du das Studium Informatik?
BAföG
Ob du BAföG bekommst und wie viel, hängt vor allem vom Einkommen deiner Eltern ab. Die Hälfte ist geschenkt, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen. Das zahlst du später zurück, aber nur bis zu einer festen Obergrenze.
Alles zum BAföGNebenjob
Viele Studierende jobben nebenbei: als Minijob bis 603 € im Monat oder als Werkstudent:in mit bis zu 20 Stunden pro Woche im Semester. Plan das ein – in Fächern mit vielen Pflichtterminen bleibt dafür wenig Zeit.
Minijob-Grenze Stand 2026. Was du nach dem Studium verdienst, hängt stark von Branche und Stelle ab – belastbare Zahlen dazu haben wir für dieses Profil nicht.
Wie kommst du an einen Studienplatz in Informatik?
An Universitäten brauchst du das Abitur, an Fachhochschulen genügt die Fachhochschulreife. Viele Standorte sind zulassungsfrei, die Abbruchquote ist dafür hoch – meist an der Mathematik.
Bachelor sechs bis sieben Semester, Master drei bis vier. Vorkenntnisse im Programmieren sind nicht Voraussetzung, helfen aber im ersten Jahr erheblich. Duale Varianten sind weit verbreitet.
Gut zu wissen: Der Mathematikanteil ist der häufigste Abbruchgrund – Vorkurse vor Studienbeginn helfen messbar.
Erst reinschnuppern, dann einschreiben
Ob dir das Fach liegt, merkst du am ehesten in einer offenen Vorlesung, beim Studieninfotag oder in einem Praktikum im Berufsfeld.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Berufe kannst du mit Informatik ergreifen?
Softwareentwicklung ist der häufigste Weg, aber längst nicht der einzige. Dazu kommen IT-Sicherheit, Datenanalyse, Systemadministration, Softwarearchitektur, Forschung und die Entwicklung eingebetteter Systeme in Industrie und Fahrzeugbau.
Praktisch jede Branche stellt ein: Industrie, Handel, Banken, Behörden, Kliniken, Medien. Wer sich früh spezialisiert – Sicherheit, verteilte Systeme, maschinelles Lernen – kann sich die Stelle aussuchen.
Welche Zukunftsaussichten hat Informatik?
Der Bedarf an IT-Fachkräften übersteigt das Angebot seit Jahren deutlich. Die Einstiegsgehälter gehören zu den höchsten aller Studienfächer, und die Arbeitslosenquote ist minimal.
Werkzeuge und Sprachen ändern sich schnell. Was bleibt, sind die Grundlagen – deshalb lohnt es sich, die theoretischen Fächer ernst zu nehmen, auch wenn sie zäh sind.
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Alle BerufeHäufige Fragen zum Studium Informatik
Wie lange dauert das Studium Informatik?
Das Studium Informatik dauert 6–7 Semester Bachelor, 3–4 Semester Master.
Für wen ist das Studium Informatik geeignet?
Das Fach passt zu dir, wenn du gern knobelst und Probleme zerlegst; dranbleibst, bis ein Fehler gefunden ist; bereit bist, Mathematik ernst zu nehmen.
Wann passt das Studium Informatik eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du dir vor allem Programmieren ohne Theorie vorstellst; diskrete Mathematik und Logik umgehen möchtest; ungern allein an einem Problem sitzt.
Welche Schulfächer helfen im Studium Informatik?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Informatik, um neue Programmiersprachen effizient zu lernen; Mathematik, um Algorithmen richtig einzusetzen; Englisch, um fachbezogene Texte zu lesen und zu verfassen.
Ist Informatik eine Ausbildung oder ein Studium?
Informatik ist ein Studienfach.
Wusstest du schon?
- dass Konrad Zuse 1941 in Berlin mit der Z3 den ersten funktionsfähigen programmgesteuerten Rechner baute?
- dass Vorkenntnisse im Programmieren keine Zulassungsvoraussetzung sind – die Mathematik aber über den Studienerfolg entscheidet?
- dass Informatikerinnen und Informatiker in Deutschland zu den Berufsgruppen mit der geringsten Arbeitslosigkeit gehören?
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.