Studienprofil · Chemie und Labor
Physik
Physik sucht nach den Regeln, nach denen die Welt funktioniert – und schreibt sie in Gleichungen.
- Weg
- Studium
- Dauer
- 6 Semester Bachelor, 4 Semester Master
Was lernt man im Studium Physik?
Das Studium beginnt mit Mechanik, Elektrodynamik, Thermodynamik und Quantenmechanik, dazu läuft von Anfang an ein hoher Mathematikanteil mit. Analysis und lineare Algebra sind keine Nebenfächer, sondern das Werkzeug.
Neben der Theorie stehen Experimentalphysik und Praktika. Du misst, du wertest aus, du schätzt Fehler ab. Wer im Abitur Physik mochte, weil die Aufgaben lösbar waren, sollte wissen: Im Studium verschiebt sich das Niveau erheblich. Dafür bekommst du eine Denkschule, die weit über das Fach hinaus trägt.
Passt das Fach zu dir?
Passt, wenn du …
- an Problemen bleibst, die sich nicht sofort lösen lassen.
- Mathematik gerne machst und nicht nur als Mittel zum Zweck siehst.
- wissen willst, warum etwas funktioniert, nicht nur dass es funktioniert.
Schwierig, wenn du …
- einen klar umrissenen Berufsweg suchst.
- Mathematik als notwendiges Übel siehst.
- praktische Anwendung der Theorie klar vorziehst – dann passt Ingenieurwesen besser.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Fach?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Wichtige Schulfächer
-
- Physik, um physikalische Gesetzmäßigkeiten zu verstehen
- Mathematik, um Differential-, Integral-, Infinitesimal- und Vektorrechnung anwenden zu können
- Informatik, um leichteren Zugang zu Datenstrukturen, Algorithmen oder Programmiersprachen zu finden
- Englisch, um Fachliteratur lesen und verstehen zu können
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie finanzierst du das Studium Physik?
BAföG
Ob du BAföG bekommst und wie viel, hängt vor allem vom Einkommen deiner Eltern ab. Die Hälfte ist geschenkt, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen. Das zahlst du später zurück, aber nur bis zu einer festen Obergrenze.
Alles zum BAföGNebenjob
Viele Studierende jobben nebenbei: als Minijob bis 603 € im Monat oder als Werkstudent:in mit bis zu 20 Stunden pro Woche im Semester. Plan das ein – in Fächern mit vielen Pflichtterminen bleibt dafür wenig Zeit.
Minijob-Grenze Stand 2026. Was du nach dem Studium verdienst, hängt stark von Branche und Stelle ab – belastbare Zahlen dazu haben wir für dieses Profil nicht.
Wie kommst du an einen Studienplatz in Physik?
Du brauchst das Abitur. Physik ist an den meisten Universitäten zulassungsfrei – ein Numerus clausus ist selten. Die Hürde liegt nicht bei der Bewerbung, sondern in den ersten drei Semestern, in denen viele das Fach wieder verlassen.
Bachelor sechs Semester, Master vier. Spezialisierungen reichen von Festkörper- und Teilchenphysik über Astrophysik und Biophysik bis zur Medizinphysik. Wer in die Forschung will, promoviert – das ist in der Physik der Normalfall.
Gut zu wissen: Der Mathematikanteil in den ersten Semestern ist der häufigste Abbruchgrund. Ein Vorkurs vor Studienbeginn hilft messbar.
Erst reinschnuppern, dann einschreiben
Ob dir das Fach liegt, merkst du am ehesten in einer offenen Vorlesung, beim Studieninfotag oder in einem Praktikum im Berufsfeld.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Berufe kannst du mit Physik ergreifen?
Physikerinnen und Physiker arbeiten selten in Berufen, die „Physiker“ heißen. Gesucht sind sie überall dort, wo komplexe Systeme modelliert werden: in der Halbleiter- und Optikindustrie, in der Medizintechnik, in der Energiewirtschaft, in der Luft- und Raumfahrt.
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Ein großer Teil geht in Felder außerhalb der Physik – Softwareentwicklung, Datenanalyse, Finanzwesen und Unternehmensberatung stellen gezielt Physiker ein, weil sie darauf trainiert sind, unvertraute Probleme zu strukturieren. Die Medizinphysik ist ein eigener, stark nachgefragter Zweig in Kliniken der Strahlentherapie.
Welche Zukunftsaussichten hat Physik?
Die Arbeitslosigkeit unter Physikerinnen und Physikern ist traditionell niedrig, weil das Fach in so viele Branchen anschlussfähig ist. Quantentechnologie, Photonik und Halbleiterfertigung sind Felder mit erklärtem politischem Rückenwind.
Der Preis für diese Breite ist ein unklarer Berufseinstieg: Es gibt keinen vorgezeichneten Weg. Wer früh Praktika macht und sich für eine Richtung entscheidet, kommt schneller an.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Studium Physik
Wie lange dauert das Studium Physik?
Das Studium Physik dauert 6 Semester Bachelor, 4 Semester Master.
Für wen ist das Studium Physik geeignet?
Das Fach passt zu dir, wenn du an Problemen bleibst, die sich nicht sofort lösen lassen; Mathematik gerne machst und nicht nur als Mittel zum Zweck siehst; wissen willst, warum etwas funktioniert, nicht nur dass es funktioniert.
Wann passt das Studium Physik eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du einen klar umrissenen Berufsweg suchst; Mathematik als notwendiges Übel siehst; praktische Anwendung der Theorie klar vorziehst – dann passt Ingenieurwesen besser.
Welche Schulfächer helfen im Studium Physik?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Physik, um physikalische Gesetzmäßigkeiten zu verstehen; Mathematik, um Differential-, Integral-, Infinitesimal- und Vektorrechnung anwenden zu können; Informatik, um leichteren Zugang zu Datenstrukturen, Algorithmen oder Programmiersprachen zu finden; Englisch, um Fachliteratur lesen und verstehen zu können.
Ist Physik eine Ausbildung oder ein Studium?
Physik ist ein Studienfach.
Wusstest du schon?
- dass Angela Merkel in physikalischer Chemie promoviert hat, bevor sie in die Politik ging?
- dass das World Wide Web am Teilchenforschungszentrum CERN entstand – als Werkzeug, damit Physiker ihre Daten austauschen konnten?
- dass viele Absolventinnen und Absolventen in Berufen landen, die mit Physik nur die Denkweise gemeinsam haben?
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.