Berufsprofil · Bau und Ausbau
Baugeräteführer/in
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, wie Baugeräte gewartet werden müssen.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- Ø 1.265 €im Monat, Tarif 2025
Was macht man als Baugeräteführer/in?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Welche unterschiedlichen Arbeiten in der Bautechnik vorkommen (z.B. Gräben ausheben, Gründungen herstellen, Böden verdichten)
- Wie man mit hydraulischen und pneumatischen Systemen, Maschinen und Fahrwerken umgeht
- Wie Baugeräte gewartet werden müssen
- Wie man Baustellen, Arbeits- und Schutzgerüste einrichtet und sichert
- Wie man profilgerechte Böschungen und Oberflächenentwässerungen herstellt
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Wechselnde Baustellen
- Im Freien
- Maschinenlärm
- Baustaub
Mehr zum Alltag
Baugeräteführer/innen übernehmen vor allem auf Baustellen viel Verantwortung und führen Bagger und andere Baumaschinen. Nach der Ausbildung kannst du auch einen Kran steuern. Sorgfalt und Genauigkeit haben höchste Priorität in diesem Beruf, da die Sicherheit unter den einzelnen Handgriffen nicht leiden darf. Baugeräteführer sind hauptsächlich im Hoch-, Tief-, Straßen- und Spezialtiefbau tätig, manchmal aber auch in der Gartenbaubranche. Allgemein kann man sagen, dass überall dort, wo es Baustellen gibt, auch Baugeräteführer anzutreffen sind.
Neben dem Führen von schweren Geräten sind die Fachleute zudem fürs Vorbereiten, Leiten und Reparieren der Maschinen zuständig. Dazu müssen Pläne und Skizzen angefertigt werden. Mitunter sind diese bereits vorhanden, dann müssen diese Entwürfe in die Realität umgesetzt werden. Ob das Sichern, Verladen, Bedienen, Umrüsten oder Einrichten – keine dieser Handlungen wird dir unbekannt sein. Routine ist in diesem Beruf fehl am Platz. Keine Baustelle gleicht der anderen und auch die unvorhersehbaren Bedingungen am Arbeitsplatz sind immer wieder eine Herausforderung.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- gerne im Freien arbeitest.
- technisch interessiert bist.
- gerne selbstständig arbeitest.
Schwierig, wenn du …
- Höhenangst hast.
- keine Verantwortung übernehmen möchtest.
- kein Spaß an Herausforderungen hast.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordinationz. B. beim millimetergenauen Einpassen von Bauteilen im Rohbau
- Konzentrationsfähigkeitz. B. sicheres Führen von Baugeräten trotz Ablenkung durch Zurufe
- Umsichtz. B. beim Bedienen von Großgeräten
- Technisches Verständnisz. B. beim Warten von Baugeräten
- Wichtige Schulfächer
-
- Physik, um Baugeräte fachgerecht zu bedienen
- Werken/Technik, um Baustoffe und Metalle zu verarbeiten
- Mathematik, um Flächenaufteilungen zu berechnen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Baugeräteführer/in?
Ausbildungsvergütung je Jahr
Brutto im Monat, laut Tarifverträgen. Im Schnitt 1.265 € über die ganze Ausbildung.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025.
- 1.077 € 1. Jahr
- 1.254 € 2. Jahr
- 1.490 € 3. Jahr
Ist das viel oder wenig?
Diese Ausbildung zahlt 56 € mehr als der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe.
- Baugeräteführer/in 1.265 €
- Durchschnitt aller Ausbildungen 1.209 €
- Gesetzliche Untergrenze, 1. Jahr 724 €
Platz 10 von 21 in Bau und Ausbau
- 8. Stuckateur/in 1.283 €
- 9. Gleisbauer/in 1.278 €
- 10. Baugeräteführer/in 1.265 €
- 11. Gerüstbauer/in 1.260 €
- 12. Dachdecker/in 1.183 €
- 13. Hochbaufacharbeiter/in 1.183 €
Schnitt über die ganze Ausbildung, brutto im Monat, Tarifwerte 2025. Alle Ausbildungsberufe im Vergleich
Mehr zum Gehalt
Wie hoch das Gehalt später ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Berufserfahrung, Betriebsgröße, Art der Anstellung und Arbeitsstandort. Wem das nicht ausreicht oder schnell genug geht, der sollte an Weiterbildungen teilnehmen.
Wie läuft die Ausbildung als Baugeräteführer/in ab?
Bevor es losgeht, musst du natürlich eine Ausbildung absolvieren. Diese dauert 3 Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass du bereits ab dem ersten Arbeitstag praktische Erfahrungen im Betrieb sammelst und blockweise die Berufsschule besuchst. Vorausgesetzt wird in der Regel mindestens der Hauptschulabschluss. Zudem wird viel Wert auf gute Noten in den Fächern Mathematik und Physik gelegt.
Gut zu wissen: Du erlernst ein breites Spektrum von Fähigkeiten, darunter das sichere Bedienen von Baumaschinen, das Lesen von Bauplänen, das Erkennen von Bodenbeschaffenheiten und die Koordination von Bauprozessen.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Baugeräteführer/in?
Nach der Ausbildung hast du noch lange nicht ausgelernt. Du hast die Möglichkeit, dich nach der Lehre auf ein bestimmtes Gebiet zu spezialisieren.
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In Frage kommen beispielsweise die Bereiche Arbeitssicherheit, Baumaschinentechnik und Baumaschinenprüfung. Als Techniker oder Baumaschinenmeister übernimmst du innerhalb des Unternehmens wesentlich mehr Verantwortung und bist für Fach- und Führungsaufgaben zuständig. Auch ein Studium könnte vielleicht interessant für dich sein. Wie wäre es mit dem Studiengang Maschinenbau?
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Baugeräteführer/in?
Wie bereits erwähnt, finden Baugeräteführer eine Festanstellung hauptsächlich im Hoch-, Tief-, Straßen- und Spezialtiefbau. Da dieser Sektor umfassend ist und eine wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft ist, stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nach der Lehre sehr gut. Mit entsprechenden Weiterbildungen machst du dich zusätzlich unersetzbar.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Beruf Baugeräteführer/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Baugeräteführer/in?
Die Ausbildung als Baugeräteführer/in dauert 3 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Baugeräteführer/in?
Die Ausbildungsvergütung liegt zwischen 1.077 € im ersten und 1.490 € im letzten Ausbildungsjahr, jeweils brutto pro Monat. Im Schnitt über die ganze Ausbildung sind es 1.265 €. Diese Ausbildung zahlt 56 € mehr als der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe.
Für wen ist der Beruf Baugeräteführer/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne im Freien arbeitest; technisch interessiert bist; gerne selbstständig arbeitest.
Wann passt der Beruf Baugeräteführer/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du Höhenangst hast; keine Verantwortung übernehmen möchtest; kein Spaß an Herausforderungen hast.
Welche Schulfächer sind für Baugeräteführer/in wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Physik, um Baugeräte fachgerecht zu bedienen; Werken/Technik, um Baustoffe und Metalle zu verarbeiten; Mathematik, um Flächenaufteilungen zu berechnen.
Ist Baugeräteführer/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Baugeräteführer/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Ausbildungsvergütung: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.