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Sattler vernäht ein Lederteil im Nähkloben, Sattel im Hintergrund

Berufsprofil · Handwerk und Gestaltung

Sattler/in

Als Sattler/-in Fachrichtung Feintäschnerei beschäftigst du dich mit der Anfertigung von Koffern, Taschen, Kleinlederwaren und ähnlichen Artikel aus Leder und Textilien.

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Weg
Ausbildung
Dauer
3 Jahre
Vergütung
mind. 724 €gesetzliches Minimum
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Ein typischer Tag

Was macht man als Sattler/in?

In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:

  • Welche Arten von Leder es gibt, wie man sie nach Herkunft, Gerbarten und Eigenschaften unterscheidet und sie verschiedenen Verarbeitungsmöglichkeiten zuordnet
  • Welche Werk- und Hilfsstoffe es gibt, beispielsweise Textilien, Kunstleder, Kunststoffe, Metalle und Klebstoffe
  • Wie man Polstermaterialien, Bezugsmaterialien und Kunststoffe be- und verarbeitet
  • Wie man Verarbeitungstechniken bestimmt und nach welchen Kriterien man Zubehörteile und Beschläge auswählt
  • Wie man Lederteile mit zwei Nadeln zusammennäht, Futterteile zuschneidet und zusammenfügt sowie Zubehör und Verschlüsse einarbeitet

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit

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Wo und wann du arbeitest

  • In Werkstätten bei Maschinenlärm und Geruchseinflüssen
  • In Verkaufsräumen mit Kunden/Kundinnen
  • In Industriebetrieben Schichtarbeit
  • In Handwerksbetrieben mit Ladengeschäft Samstagsarbeit möglich
Mehr zum Alltag

Sattler/-innen stellen unterschiedliche Produkte vor allem aus Leder her; zum Teil entwerfen und reparieren sie diese Produkte auch. Es gibt drei verschiedene Fachrichtungen, in die du dich spezialisieren kannst: Sattler/-in Fachrichtung Fahrzeugsattlerei, Sattler/-in Fachrichtung Feintäschnerei und Sattler/-in Fachrichtung Reitsportsattlerei. Dein Aufgabenbereich ist davon abhängig, in welcher Fachrichtung du tätig werden möchtest. Als Sattler/-in Fachrichtung Fahrzeugsattlerei kümmerst du dich vorwiegend um die Polsterung und Ausbesserung von Autositzen, montierst die Inneneinrichtung von Fahrzeugen sowie die Verdecke von Cabriolets und Planen von LKWs. Du arbeitest hier hauptsächlich in Fachbetrieben des Sattlerhandwerks sowie in Fahrzeugsattlereien.

Aber auch Zulieferbetriebe der Kraftfahrzeugindustrie, Reparaturwerkstätten für Oldtimer-Restaurierung sowie Hersteller von Ledermöbeln oder Lkw-Planen eröffnen weitere Beschäftigungsmöglichkeiten. Als Sattler/-in Fachrichtung Feintäschnerei beschäftigst du dich mit der Anfertigung von Koffern, Taschen, Kleinlederwaren und ähnlichen Artikel aus Leder und Textilien. Modische und funktionale Aspekte stehen bei deiner Arbeit ganz klar im Vordergrund. Zusätzlich reparierst du auch beschädigte Artikel, nimmst Aufträge entgegen und berätst die Kunden in der Umsetzung ihrer individuellen Wünsche. Du arbeitest in dieser Fachrichtung vor allem in Betrieben der Lederwarenindustrie oder des Sattler- und Feintäschnerhandwerks, aber auch im Reparaturservice von Lederwarenfachgeschäften.

Als Sattler/-in Fachrichtung Reitsportsattlerei stellst du nach Kundenwunsch Sättel, Zaumzeug, Pferdegeschirre und andere Sportartikel aus Leder her. Dafür sind Kenntnisse der Anatomie und der Bewegungsabläufen von Pferden eine unbedingte Voraussetzung, da viele detaillierte individuelle Anpassungen vorgenommen werden müssen. Du arbeitest hauptsächlich mit Leder, aber auch mit Textilien und Kunststoffen. Deine Arbeitgeber sind Fachbetriebe des Sattlerhandwerks, aber auch Unternehmen der Sportartikelindustrie, z. B. Hersteller von Reitsportartikeln.

Passt das zu mir?

Passt der Beruf zu dir?

Passt, wenn du …

  • handwerkliches Geschick hast.
  • gerne kreative Ideen in die Tat umsetzt.
  • Freude an der Arbeit mit verschiedenen Materialien wie Leder und Textilien hast.

Schwierig, wenn du …

  • unter Allergien gegenüber bestimmten Materialien wie Leder leidest.
  • nicht feinmotorisch bist.
  • wenig Interesse für kreative Gestaltung hast.

Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?

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Voraussetzungen

Was du mitbringen solltest

Rechtlich nötig

Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.

Was Betriebe erwarten
  • Handwerkliches Geschickz. B. beim Einarbeiten von Futter und Reißverschlüssen
  • Sorgfaltz. B. beim Verdünnen von Lederkanten mit Schärfmesser oder Schärfmaschine
  • Kreativität und Sinn für Ästhetikz. B. beim Entwerfen von Lederwaren
Wichtige Schulfächer
  • Werken/Textiles Gestalten, um eigene Lederhandtaschen zu entwerfen und herzustellen
  • Technik, um Schlösser an Koffern zu montieren
  • Mathematik, um den Materialbedarf zu berechnen

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit

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Gehalt

Was verdienst du in der Ausbildung?

Was mindestens gezahlt wird

Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.

Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.

  1. mind. 724 € 1. Jahr
  2. mind. 854 € 2. Jahr
  3. mind. 977 € 3. Jahr
Weg dorthin

Wie läuft die Ausbildung als Sattler/in ab?

Für die Ausbildung zum/-r Sattler/-in genügt es, wenn du einen mittleren Abschluss oder einen Hauptschulabschluss mitbringst. Die Ausbildung dauert insgesamt 3 Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. In den ersten 18 Monaten deiner Ausbildung bekommst du grundlegende Kenntnisse vermittelt, die für die spätere Ausübung deines Berufes wichtig sind, bspw.

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Welche Arten von Leder es gibt und wie du den Arbeitsablauf planst, um termingerecht arbeiten zu können. Diese Inhalte sind in allen Fachrichtungen dieselben. Erst in der zweiten Hälfte deiner Ausbildung wirst du spezifisch in deiner Fachrichtung ausgebildet.

Gut zu wissen: Sattler sind Experten in der Herstellung, Instandhaltung und Reparatur von verschiedenen Polster- und Lederwaren.

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Steckbrief

Berufstyp
Anerkannter Ausbildungsberuf
Bildungsweg
Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Lernorte
Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit

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Und danach

Weiterbildung und Aufstieg

Welche Weiterbildungen gibt es als Sattler/in?

Wenn du deine Ausbildung zum/-r Sattler/-in abgeschlossen hast, hast du die Möglichkeit, dich durch eine Aufstiegsweiterbildung zum Meister ausbilden zu lassen. Als Sattler/-in der Fachrichtung Reitsportsattlerei kannst du dich für ein Studium entscheiden und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Textil-, Bekleidungstechnik erwerben. Eine weitere Option besteht für dich darin, dich mit deinem Handwerk selbstständig zu machen.

Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Sattler/in?

Um stets genug Aufträge zu erhalten und den bestehenden Kundenstamm aufrecht zu erhalten, solltest du dich als Sattler stets darum bemühen, dein Wissen und deine Fähigkeiten immer dem neusten Erkenntnisstand anzupassen.

Fragen

Häufige Fragen zum Beruf Sattler/in

Wie lange dauert die Ausbildung als Sattler/in?

Die Ausbildung als Sattler/in dauert 3 Jahre.

Was verdient man in der Ausbildung als Sattler/in?

Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.

Für wen ist der Beruf Sattler/in geeignet?

Der Beruf passt zu dir, wenn du handwerkliches Geschick hast; gerne kreative Ideen in die Tat umsetzt; Freude an der Arbeit mit verschiedenen Materialien wie Leder und Textilien hast.

Wann passt der Beruf Sattler/in eher nicht?

Schwierig wird es, wenn du unter Allergien gegenüber bestimmten Materialien wie Leder leidest; nicht feinmotorisch bist; wenig Interesse für kreative Gestaltung hast.

Welche Schulfächer sind für Sattler/in wichtig?

Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Werken/Textiles Gestalten, um eigene Lederhandtaschen zu entwerfen und herzustellen; Technik, um Schlösser an Koffern zu montieren; Mathematik, um den Materialbedarf zu berechnen.

Ist Sattler/in eine Ausbildung oder ein Studium?

Sattler/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).

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Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.

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