Berufsprofil · Handwerk und Gestaltung
Orthopädieschuhmacher/in
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, wie Fuß- und Beinuntersuchungen vorgenommen und Messpunkte festgelegt werden.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3,5 Jahre
- Vergütung
- Ø 1.056 €im Monat, Tarif 2025
Was macht man als Orthopädieschuhmacher/in?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie man die Anatomie , Physiologie und Pathologie der Stütz- und Bewegungsorgane sowie orthopädische Krankheitsbilder beurteilt
- Wie Fuß- und Beinuntersuchungen vorgenommen und Messpunkte festgelegt werden
- Wie man die Wirkung orthopädieschuhtechnischer Maßnahmen erklärt und auf eventuelle Folgeerscheinungen hinweist
- Wie Schaftmodelle hergestellt und Schäfte auf Bodenteile aufgezwickt, Schuhteile verbunden und Abschlussarbeiten ausgeführt werden
- Wie man orthopädische Einlagen nach Indikation fertigt und deren Wirkung überprüft
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- In Werkstätten unter Einfluss von Dämpfen und Gerüchen
- In Verkaufsräumen mit Kundenkontakt
- Z.T. Samstagsarbeit
Mehr zum Alltag
Orthopädieschuhmacher bzw. -schuhmacherin ist ein 3,5-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.
Passt der Beruf zu dir?
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Handwerkliches Geschickz. B. beim Schleifen, Schärfen, Fräsen, Walken, Schäumen oder Formen von Schuhteilen
- Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordinationz. B. beim Zuschneiden von Leder, Absätzen und Sohlen
- Sorgfaltz. B. beim Anmessen und Anpassen von konfektionierten Schuhen, beim Anfertigen von Prothesen
- Kunden- und Serviceorientierungz. B. Eingehen auf Kunden/Kundinnen bei der Anprobe orthopädischer Schuhe
- Wichtige Schulfächer
-
- Werken/Technik, um Schuhböden, Schäfte und Einlagen zu bearbeiten und herzustellen
- Mathematik, um den Materialbedarf zu berechnen
- Biologie, um Fehlstellungen einzuordnen
- Deutsch, um Kunden/Kundinnen zur Handhabung der Hilfsmittel zu informieren
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Orthopädieschuhmacher/in?
Ausbildungsvergütung je Jahr
Brutto im Monat, laut Tarifverträgen. Im Schnitt 1.056 € über die ganze Ausbildung.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025.
- 893 € 1. Jahr
- 1.011 € 2. Jahr
- 1.128 € 3. Jahr
- 1.214 € 4. Jahr
Ist das viel oder wenig?
Diese Ausbildung zahlt 153 € weniger als der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe. Nach der Ausbildung entscheidet die Branche, nicht die Ausbildungsvergütung.
- Orthopädieschuhmacher/in 1.056 €
- Durchschnitt aller Ausbildungen 1.209 €
- Gesetzliche Untergrenze, 1. Jahr 724 €
Platz 5 von 10 in Handwerk und Gestaltung
- 3. Fahrzeuglackierer/in 1.100 €
- 4. Steinmetz/in, Steinbildhauer/in 1.079 €
- 5. Orthopädieschuhmacher/in 1.056 €
- 6. Maler/in und Lackierer/in 985 €
- 7. Tischler/in (Schreiner/in) 981 €
- 8. Bestattungsfachkraft 945 €
Schnitt über die ganze Ausbildung, brutto im Monat, Tarifwerte 2025. Alle Ausbildungsberufe im Vergleich
Mehr zum Gehalt
Für diesen Beruf liegt uns kein tariflicher Durchschnittswert vor. Es gilt mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 Berufsbildungsgesetz – im ersten Ausbildungsjahr 724 € brutto im Monat, Stand 2026. Tarifgebundene Betriebe zahlen in der Regel deutlich mehr; im Bundesdurchschnitt aller Ausbildungen sind es 1.209 €.
Wie läuft die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in ab?
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz.
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie verbreitet ist der Beruf?
210 neue Azubis im Jahr 2024
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Orthopädieschuhmacher/in?
Nach der Ausbildung stehen dir Fortbildungen offen, zum Beispiel Europaassistent/in.
Ein Meister- oder Technikerabschluss berechtigt in allen Bundesländern zum Studium – auch ohne Abitur.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Orthopädieschuhmacher/in?
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Orthopädieschuhmacher/innen überwiegend in Fachbetrieben des Orthopädieschuhmacher-Handwerks und in Sanitätshäusern mit Orthopädieschuhtechnikabteilung.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Beruf Orthopädieschuhmacher/in
Was verdient man in der Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in?
Die Ausbildungsvergütung liegt zwischen 893 € im ersten und 1.214 € im letzten Ausbildungsjahr, jeweils brutto pro Monat. Im Schnitt über die ganze Ausbildung sind es 1.056 €. Diese Ausbildung zahlt 153 € weniger als der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe. Nach der Ausbildung entscheidet die Branche, nicht die Ausbildungsvergütung.
Welche Schulfächer sind für Orthopädieschuhmacher/in wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Werken/Technik, um Schuhböden, Schäfte und Einlagen zu bearbeiten und herzustellen; Mathematik, um den Materialbedarf zu berechnen; Biologie, um Fehlstellungen einzuordnen; Deutsch, um Kunden/Kundinnen zur Handhabung der Hilfsmittel zu informieren.
Ist Orthopädieschuhmacher/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Orthopädieschuhmacher/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Ausbildungsvergütung: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025. Anfängerzahlen: BERUFENET, 2024. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.