Studienprofil · Chemie und Labor
Verfahrenstechnik
Verfahrenstechnik bringt Stoffe im großen Maßstab zur Reaktion.
- Weg
- Studium
- Dauer
- 6–7 Semester Bachelor, 3–4 Semester Master
Was lernt man im Studium Verfahrenstechnik?
Was im Labor in einem Kolben funktioniert, muss in einer Anlage mit Tausenden Litern ebenfalls laufen – sicher, wirtschaftlich und reproduzierbar. Das ist die Aufgabe des Fachs.
Inhalte sind Thermodynamik, Strömungslehre, Wärme- und Stoffübertragung, chemische Reaktionstechnik, Trennverfahren und Anlagenplanung. Mathematik und Physik bilden die Grundlage.
Passt das Fach zu dir?
Passt, wenn du …
- Chemie und Technik verbinden willst.
- in Prozessen und Anlagen denkst.
- Verantwortung für laufende Produktion übernehmen möchtest.
Schwierig, wenn du …
- reine Laborarbeit suchst.
- Thermodynamik und Strömungslehre meiden willst.
- Rufbereitschaft ausschließen musst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Fach?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Wichtige Schulfächer
-
- Mathematik, um grundlegende Kenntnisse in anwendungsbezogener Mathematik und statistischen Methoden vorzuweisen
- Physik, um sich den Einstieg in das Studium mithilfe physikalischen Grundwissens zu erleichtern
- Chemie, um das bereits erworbene Wissen aus dem Chemieunterricht im Studium leichter verfestigen zu können
- Englisch, um Fachliteratur lesen und verstehen zu können sowie Texte auf Englisch zu verfassen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie finanzierst du das Studium Verfahrenstechnik?
BAföG
Ob du BAföG bekommst und wie viel, hängt vor allem vom Einkommen deiner Eltern ab. Die Hälfte ist geschenkt, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen. Das zahlst du später zurück, aber nur bis zu einer festen Obergrenze.
Alles zum BAföGNebenjob
Viele Studierende jobben nebenbei: als Minijob bis 603 € im Monat oder als Werkstudent:in mit bis zu 20 Stunden pro Woche im Semester. Plan das ein – in Fächern mit vielen Pflichtterminen bleibt dafür wenig Zeit.
Minijob-Grenze Stand 2026. Was du nach dem Studium verdienst, hängt stark von Branche und Stelle ab – belastbare Zahlen dazu haben wir für dieses Profil nicht.
Wie kommst du an einen Studienplatz in Verfahrenstechnik?
Fachhochschulreife oder Abitur je nach Hochschultyp; ein Grundpraktikum ist häufig verlangt. Bachelor sechs bis sieben Semester, Master drei bis vier.
Verwandte Bezeichnungen sind Chemieingenieurwesen und Bioverfahrenstechnik – inhaltlich liegen sie nah beieinander, die Schwerpunkte unterscheiden sich.
Gut zu wissen: Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik liegen inhaltlich sehr nah beieinander.
Erst reinschnuppern, dann einschreiben
Ob dir das Fach liegt, merkst du am ehesten in einer offenen Vorlesung, beim Studieninfotag oder in einem Praktikum im Berufsfeld.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Berufe kannst du mit Verfahrenstechnik ergreifen?
Arbeitgeber sind Chemie- und Pharmaunternehmen, Anlagenbauer, Lebensmittelhersteller, Energieversorger, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik.
Typische Rollen sind Verfahrensentwicklung, Anlagenplanung, Betriebsingenieurin, Inbetriebnahme und Prozessoptimierung. Die Betriebsverantwortung für eine Produktionsanlage ist ein klassischer Aufstiegsweg.
Welche Zukunftsaussichten hat Verfahrenstechnik?
Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft, Batteriematerialien und die Dekarbonisierung der Industrie sind verfahrenstechnische Aufgaben. Der Bedarf an Ingenieurinnen ist entsprechend hoch.
Die chemische Industrie zahlt tariflich überdurchschnittlich. Schichtnahe Betriebsverantwortung und Rufbereitschaft gehören in Produktionsbetrieben aber dazu.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Studium Verfahrenstechnik
Wie lange dauert das Studium Verfahrenstechnik?
Das Studium Verfahrenstechnik dauert 6–7 Semester Bachelor, 3–4 Semester Master.
Für wen ist das Studium Verfahrenstechnik geeignet?
Das Fach passt zu dir, wenn du Chemie und Technik verbinden willst; in Prozessen und Anlagen denkst; Verantwortung für laufende Produktion übernehmen möchtest.
Wann passt das Studium Verfahrenstechnik eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du reine Laborarbeit suchst; Thermodynamik und Strömungslehre meiden willst; Rufbereitschaft ausschließen musst.
Welche Schulfächer helfen im Studium Verfahrenstechnik?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Mathematik, um grundlegende Kenntnisse in anwendungsbezogener Mathematik und statistischen Methoden vorzuweisen; Physik, um sich den Einstieg in das Studium mithilfe physikalischen Grundwissens zu erleichtern; Chemie, um das bereits erworbene Wissen aus dem Chemieunterricht im Studium leichter verfestigen zu können; Englisch, um Fachliteratur lesen und verstehen zu können sowie Texte auf Englisch zu verfassen.
Ist Verfahrenstechnik eine Ausbildung oder ein Studium?
Verfahrenstechnik ist ein Studienfach.
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.