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Abizeitung machen

Die Abizeitung bleibt länger als alles andere, was ihr zum Abschluss organisiert. Damit sie rechtzeitig fertig wird und niemandem später peinlich ist, brauchst du eine feste Redaktion, einen Plan für Inhalte und Druck und klare Regeln für Fotos und Zitate. Hier siehst du, wie du das aufsetzt.

3 Min. Lesezeit

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Die Redaktion aufbauen

Eine Abizeitung entsteht in Monaten, nicht in Wochen. Sucht euch ein Team, das über längere Zeit zuverlässig arbeitet, und teilt die Aufgaben auf: Texte, Layout, Fotos, Anzeigen, Kontakt zur Druckerei. Eine Person sollte am Ende alles zusammenführen und den Abgabetermin im Blick behalten.

Legt früh einen Redaktionsschluss fest und rechnet mit Verzögerung. Die meisten Zeitungen kommen zu spät, weil Steckbriefe fehlen oder Fotos nachgeliefert werden.

Was in die Abizeitung gehört

Der Kern sind die Menschen eures Jahrgangs. Dazu kommen die Dinge, die ihr gemeinsam erlebt habt, vom Schulalltag bis zu Fahrten und Projekten. Je persönlicher es wird, desto eher blättern eure Mitschüler:innen in zehn Jahren noch darin.

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  • Steckbriefe aller Abiturient:innen
  • Lehrerportraits mit Zitaten und Anekdoten
  • Rückblick auf Klassenfahrten, Feste und besondere Ereignisse
  • Umfragen und Rankings, etwa „Wer kommt immer zu spät?“
  • Abimotto und Abi-Gag, grafisch aufgegriffen
  • Zeugnisse, Abiturstatistik, Dank an Unterstützer

Steckbriefe und Umfragen

Gebt allen denselben Fragebogen und eine feste Frist. Lange Antworten werden selten gelesen, kurze, überraschende dagegen oft. Fragen nach Lieblingszitat, peinlichstem Moment oder Plan nach dem Abi funktionieren gut, sofern sie niemanden bloßstellen.

Fehlende Steckbriefe sind der häufigste Grund für Verzug. Setzt deshalb eine letzte Erinnerung an und legt vorher fest, was mit Leuten passiert, die nichts abgeben, etwa ein neutrales Bild mit Namen.

Fotos, Zitate und Einwilligung

Auf Fotos erkennbare Personen haben ein Recht am eigenen Bild, und Namen sowie Zitate sind personenbezogene Daten. Holt deshalb für jede Person eine Einwilligung ein, bevor ihr sie veröffentlicht. Bei Minderjährigen sollten zusätzlich die Eltern zustimmen.

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Das gilt für Mitschüler:innen genauso wie für Lehrkräfte. Ein Lehrerzitat in der Zeitung ist keine Kleinigkeit, wenn die Person nicht gefragt wurde. Fragt vorher, legt die Seite vor Druck zur Sichtung vor und nehmt Einträge heraus, wenn jemand widerspricht. Die Rechtslage ist im Einzelfall komplex, im Zweifel hilft euch die Schulleitung oder die Datenschutzbeauftragte der Schule.

Druck und Finanzierung

Druckereien sind unterschiedlich teuer, je nach Auflage, Seitenzahl, Papier und Bindung. Holt mehrere Angebote ein und fragt, welche Dateiformate und Fristen gelten. Lasst ein Muster oder eine Probeseite drucken, bevor ihr die ganze Auflage bestellt.

Zur Finanzierung tragen mehrere Quellen bei: der Verkauf der Zeitung selbst und Anzeigen von Unternehmen aus eurer Region. Anzeigen können einen erheblichen Teil der Druckkosten decken. Fragt Betriebe an, die ihr kennt, und legt eine einfache Preisliste für Anzeigengrößen vor. Anzeigen dürfen nicht gegen geltendes Recht verstoßen, und die Schule sollte wissen, wer inseriert.

PhaseAufgabe
StartRedaktion bilden, Konzept und Budget festlegen
SammelnSteckbriefe, Umfragen, Fotos und Einwilligungen einholen
GestaltenLayout bauen, Texte lektorieren, Anzeigen platzieren
FreigabeProbeseiten sichten, Widersprüche klären
DruckAngebote prüfen, Daten abgeben, Auslieferung planen

Korrektur vor dem Druck

Lasst mindestens zwei Personen die gesamte Zeitung gegenlesen, am besten solche, die nicht am Layout beteiligt waren. Achtet auf Namen, Klassenlisten und Bildunterschriften. Fehler in einem Namen merkt man nach dem Druck jeden Tag.

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Anzeigen und Sponsoring im Detail

Eine Anzeige braucht eine klare Größe, einen Preis und einen Termin, bis wann die Druckdatei da sein muss. Legt eine kleine Preisliste an, etwa nach Seitenanteil, und schickt sie mit einem kurzen Anschreiben an Betriebe, zu denen ihr einen persönlichen Draht habt.

Haltet die Zusagen schriftlich fest. Wer eine Anzeige zugesagt hat, aber nicht liefert, bringt euch kurz vor Druck in Schwierigkeiten. Plant deshalb eine Seite ein, die ihr im Notfall anders füllen könnt.

Aufbau und Zeitplan

Beginnt mit dem Seitenplan: Wie viele Seiten gibt es, und welche Inhalte stehen wo? Das legt den Rahmen für Layout und Kosten. Fotos braucht ihr in guter Auflösung, sonst wirken sie im Druck unscharf. Fragt früh nach, welche Bilder aus Klassenarchiven verwendet werden dürfen.

  • Seitenplan und Rubriken festlegen
  • Fragebögen und Fotos einsammeln
  • Texte schreiben und gegenlesen
  • Layout, Probedruck, Freigabe

Behaltet außerdem im Blick, dass einmal Gedrucktes nicht zurückzuholen ist. Ein Foto oder Zitat, das später jemanden belastet, lässt sich nicht löschen. Lasst deshalb bei Grenzfällen lieber weg.

Häufige Fragen

Darf ich Fotos von Mitschüler:innen in der Abizeitung abdrucken?

Nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen. Bei Minderjährigen holst du zusätzlich die Zustimmung der Eltern ein. Frag vorher, zeig die fertige Seite und nimm ein Bild raus, wenn jemand es nicht möchte.

Wie viel kostet eine Abizeitung?

Das hängt von Auflage, Umfang, Papier und Bindung ab und lässt sich nur mit konkreten Angeboten beantworten. Hole mehrere ein und vergleiche, was jeweils enthalten ist.

Wie bekomme ich Anzeigen für die Abizeitung?

Sprich Betriebe an, die deine Region kennen: Bäcker, Autohäuser, Nachhilfe, Fahrschulen, Banken. Eine kurze Mappe mit Auflage, Größe und Preisen für Anzeigen reicht. Je früher du fragst, desto leichter lässt sich im Budget planen.

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