Berufsprofil
Aufbereitungsmechaniker/in
Als Aufbereitungsmechaniker/in bist du auf einen bestimmten Rohstoff spezialisiert.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Aufbereitungsmechaniker/in?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Welche Gewinnungs- und Fördertechniken von Rohstoffen, welche Aufbereitungsverfahren (Trocken- und Nassaufbereitung), Maschinen und Anlagen es gibt
- Wie man Werkstoffe manuell und maschinell bearbeitet und Werkstücke zusammenfügt
- Wie Zerkleinerungs- und Klassiereinrichtungen überprüft und bedient werden
- Wie Sortier-, Entwässerungs-, Misch- und Dosiereinrichtungen überwacht sowie die Vorgänge bewertet werden
- Wie Steuerungs- und Regelungstechniken funktionieren
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Staub und Lärm
- Teilweise auch Witterungseinflüsse an Aufbereitungsanlagen
- Z.T. Schichtarbeit
Mehr zum Alltag
Sie sorgen dafür, dass Grundstoffe jederzeit zur Verfügung stehen und für den Abtransport vorbereitet werden. Des Weiteren sind Aufbereitungsmechaniker für die zahlreichen Verarbeitungsmöglichkeiten zuständig und leiten diese in die Wege. Grundsätzlich lässt sich das Berufsfeld in 5 Kategorien einteilen. Unterschieden wird in die Bereiche Naturstein, Sand und Kies, feuerfeste und keramische Rohstoffe, Steinkohle sowie Braunkohle. Natürlich ähneln sich die Materialien nicht, daher ist es umso wichtiger, ein Experte im jeweiligen Fachgebiet zu sein. Auch die Ausbildung ist folglich verschieden.
In manchen Sparten ist man direkt am Abbau beteiligt, in anderen wiederum kommt es eher auf die Verarbeitung an. Aufbereitungsmechaniker wissen alles über ihren Rohstoff. Wo wird es gewonnen und vor allem wie wird es zur Verfügung gestellt? Auf diese Fragen können sie aufschlussreiche Antworten geben. Zudem kommt es in diesem Beruf auf technisches Verständnis und ein gut ausgeprägtes Vorstellungsvermögen an. Nicht zuletzt müssen riesige Maschinen und Geräte bedient werden, da du logischerweise die Rohstoffe nicht mit den Händen transportierst. Meistens findet die Arbeit im Freien in unvorstellbar großen Baustellen statt.
Daher sollten angehende Aufbereitungsmechaniker kein Problem mit Wind und Wetter haben. Schließlich dürfen die einzelnen Prozesse nicht stillstehen.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- Interesse an Maschinen und Technik hast.
- gute Problemlösungsfähigkeiten besitzt.
- bereit bist, dich kontinuierlich weiterzubilden.
Schwierig, wenn du …
- wenig Freude an praktischer Arbeit hast.
- wenig Wert auf Sicherheitsvorschriften legst.
- schwere körperliche Arbeit vermeiden musst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Umsichtz. B. bei Sprengungen oder beim Umgang mit Chemikalien
- Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeitz. B. beim Überwachen der Maschinen und Anlagen
- Sorgfaltz. B. bei der Analyse von Laborproben
- Handwerkliches Geschick und technisches Verständnisz. B. bei Reparatur- oder Instandhaltungsarbeiten
- Wichtige Schulfächer
-
- Mathematik, um Messdaten und Massenströme auszuwerten
- Physik, um das Brech- und Sinkverhalten von Kohle zu verstehen
- Werken/Technik, um technische Zeichnungen und Abläufe darzustellen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Aufbereitungsmechaniker/in?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
- mind. 977 € 3. Jahr
Mehr zum Gehalt
Wie hoch das Gehalt später ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Berufserfahrung, Art der Anstellung, Betriebsgröße und Arbeitsstandort. Im Laufe der Zeit und mit zunehmender Erfahrung steigt das Einkommen kontinuierlich. Wem das nicht genügt, der sollte sich weiterbilden.
Wie läuft die Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in ab?
Die Ausbildung zum Aufbereitungsmechaniker dauert 3 Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass du bereits ab dem ersten Arbeitstag praktische Erfahrungen im Betrieb sammelst und blockweise die Berufsschule besuchst. Bereits vor der Lehre solltest du dich für einen der 5 Bereiche entschieden haben. Vorausgesetzt wird in der Regel mindestens der Hauptschulabschluss. Auch auf gute Noten im Fach Physik wird viel Wert gelegt.
Gut zu wissen: Mechanik, Elektrik und Hydraulik sind die Hauptbereiche, in denen du wichtige Kenntnisse erwirbst.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Aufbereitungsmechaniker/in?
Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt stehen sehr gut. Dank der positiven Konjunktur in Deutschland und der wachsenden Industrie gibt nicht nur viele Lehrstellen, sondern auch etliche Jobangebote. Außerdem schaffst du mit dieser Ausbildung eine grundsolide Basis für eine erfolgreiche Karriere.
Häufige Fragen zum Beruf Aufbereitungsmechaniker/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in?
Die Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in dauert 3 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Für wen ist der Beruf Aufbereitungsmechaniker/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du Interesse an Maschinen und Technik hast; gute Problemlösungsfähigkeiten besitzt; bereit bist, dich kontinuierlich weiterzubilden.
Wann passt der Beruf Aufbereitungsmechaniker/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du wenig Freude an praktischer Arbeit hast; wenig Wert auf Sicherheitsvorschriften legst; schwere körperliche Arbeit vermeiden musst.
Welche Schulfächer sind für Aufbereitungsmechaniker/in wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Mathematik, um Messdaten und Massenströme auszuwerten; Physik, um das Brech- und Sinkverhalten von Kohle zu verstehen; Werken/Technik, um technische Zeichnungen und Abläufe darzustellen.
Ist Aufbereitungsmechaniker/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Aufbereitungsmechaniker/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.