Berufsprofil · Elektro und IT
Fluggerätelektroniker/in
Als Fluggeräteelektroniker/in kümmerst du dich im die Elektrik und Elektronik in Fluggeräten.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3,5 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Fluggerätelektroniker/in?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie man Werkzeuge, Materialien, Bauteile und Betriebsmittel für den Arbeitsablauf ermittelt und bereitstellt
- Wie technische Zeichnungen und Pläne ausgewertet, angewendet und Skizzen angefertigt werden
- Wie man Montage- und Demontagetechniken anwendet und Bauteile anpasst
- Wie elektrische Geräte hergestellt und elektrische Anlagen errichtet, Geräte oder Anlagen in Betrieb genommen werden
- Welche psychischen Einflüsse bei der Arbeit am Fluggerät auf den Menschen sowie auf das Arbeitsergebnis berücksichtigt werden müssen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Wechselnde Arbeitsorte
- Z.B. Werkstätten
- Wartungshallen
- In Flugzeugen
Mehr zum Alltag
Als Fluggeräteelektroniker/in kümmerst du dich im die Elektrik und Elektronik in Fluggeräten. Du baust sie ein, reparierst und wartest sie. Alles muss reibungslos laufen wenn das Fluggerät erst mal in der Luft ist. Zudem verbindest du noch Steuer-, Signal- und Datenleitungen und installierst wichtige Baugruppen und Geräte für Bereiche wie Kommunikation, Navigation und Flugführung.
Ständig überprüfst du die Verbindungen und Geräte auf ihre Funktionalität. Findest du einen Fehler wird er durch dich direkt behoben. Du trägst also viel Verantwortung. Um so wichtiger ist es deswegen alles zu dokumentieren. So kann schnell nachvollzogen werden woher der Fehler kommt und wer dafür verantwortlich ist.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- dich für Technik und Maschinen interessierst.
- unter Zeitdruck zu Höchstleistungen aufläufst.
- teamfähig bist.
Schwierig, wenn du …
- mit Planung und Organisation wenig anfangen kannst.
- handwerklich unbegabt bist.
- dich nach einem sauberen, leisen Bürojob sehnst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Technisches Verständnisz. B. beim Analysieren und Beheben von Fehlern z.B. an Leit- und Fahrwerken
- Geschicklichkeitz. B. beim Einbau kleinster elektronischer Bauteile, bei Lötarbeiten
- Umsichtz. B. Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Bauteilen und Leitungen
- Wichtige Schulfächer
-
- Mathematik, um elektrische Größen zu messen
- Physik, um die Funktionsweise elektrischer Verbindungen zu verstehen
- Werken/Technik, um flugtechnische Komponenten zu montieren
- Englisch, um Vorschriften auf Englisch zu verstehen
- Informatik, um mit rechnergestützten Prozessen zu arbeiten
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
- mind. 977 € 3. Jahr
- mind. 1.014 € 4. Jahr
Wie läuft die Ausbildung als Fluggerätelektroniker/in ab?
Die Ausbildung zum/r Fluggeräteelektroniker/in dauert 3 ½ Jahre. Es gibt vier Einsatzgebiete auf die sich der Auszubildende spezialisieren kann. Flugzeuge mit Turbinentriebwerk, Flugzeuge mit Kolbentriebwerk, Hubschrauber mit Turbinentriebwerk und Hubschrauber mit Kolbentriebwerk.
Gut zu wissen: Im Jahr 2013 gab es laut Informationen des Bundesinstituts für Berufsbildung 60 Ausbildungsanfänger/-innen. Von ihnen hatten etwa 65 % einen mittleren Bildungsabschluss, 30 % brachten sogar eine Hochschulreife mit.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie verbreitet ist der Beruf?
165 neue Azubis im Jahr 2024
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Fluggerätelektroniker/in?
Du kannst dich durch verschiedene Kurse auf Einsatzgebiete oder Tätigkeiten spezialisieren und so Experte dafür werden. Das macht dich als Mitarbeiter sehr attraktiv und auch als Arbeitnehmer.
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Ist es dir wichtig aufzusteigen solltest du die Prüfung zum/r Industriemeister/in im Bereich Flugzeugbau/Luftfahrttechnik oder Elektrotechnik ablegen oder studieren gehen. Entscheidest du dich für ein Studium wären die Studiengänge Elektrotechnik oder Luft- und Raumfahrtechnik eine gute Wahl.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Fluggerätelektroniker/in?
Die Ausbildung zum/r Fluggeräteelektroniker/in in Deutschland ist international sehr hoch angesehen und öffnet dadurch Türen in aller Welt. Möchtest du also gerne ins Ausland ist das der perfekte Zugang. In Deutschland gibt es aber auch genug Einsatzgebiete wie die Bundeswehr, Flugzeug- und Hubschrauberhersteller oder Luftfahrgesellschaften.
Häufige Fragen zum Beruf Fluggerätelektroniker/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Fluggerätelektroniker/in?
Die Ausbildung als Fluggerätelektroniker/in dauert 3,5 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Fluggerätelektroniker/in?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Für wen ist der Beruf Fluggerätelektroniker/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du dich für Technik und Maschinen interessierst; unter Zeitdruck zu Höchstleistungen aufläufst; teamfähig bist.
Wann passt der Beruf Fluggerätelektroniker/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du mit Planung und Organisation wenig anfangen kannst; handwerklich unbegabt bist; dich nach einem sauberen, leisen Bürojob sehnst.
Welche Schulfächer sind für Fluggerätelektroniker/in wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Mathematik, um elektrische Größen zu messen; Physik, um die Funktionsweise elektrischer Verbindungen zu verstehen; Werken/Technik, um flugtechnische Komponenten zu montieren; Englisch, um Vorschriften auf Englisch zu verstehen; Informatik, um mit rechnergestützten Prozessen zu arbeiten.
Ist Fluggerätelektroniker/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Fluggerätelektroniker/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Wusstest du schon?
- Dass die Notfallsauerstoffmasken in Flugzeugen nur Sauerstoff für circa 15 Minuten enthalten?
- Dass etwa 1/5 der Menschen Flugangst hat?
- Dass ein Drittel aller Flughäfen der Welt in Amerika liegt?
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Anfängerzahlen: BERUFENET, 2024. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.