Studienprofil · Kaufmännische Berufe
Volkswirtschaftslehre
Volkswirtschaftslehre schaut nicht auf das einzelne Unternehmen, sondern auf ganze Märkte und Volkswirtschaften: Warum steigen Preise, wie wirkt eine Zinserhöhung, was macht Arbeitslosigkeit mit einer Gesellschaft, wem nützt Freihandel.
- Weg
- Studium
- Dauer
- 6 Semester Bachelor, 4 Semester Master
Was lernt man im Studium Volkswirtschaftslehre?
Mikroökonomie und Makroökonomie bilden das Gerüst.
Das Fach ist mathematischer, als viele erwarten. Ökonometrie, Statistik und formale Modelle sind zentral, weil ökonomische Aussagen empirisch geprüft werden müssen. Wer gern mit Daten arbeitet, findet hier ein starkes Werkzeug.
Passt das Fach zu dir?
Passt, wenn du …
- dich dafür interessierst, wie Wirtschaftspolitik wirkt.
- gern mit Daten und Modellen arbeitest.
- abstrakt denken kannst.
Schwierig, wenn du …
- konkrete Unternehmensfragen bearbeiten willst – dann passt BWL besser.
- Mathematik meiden möchtest.
- einen unmittelbar berufsbezogenen Abschluss suchst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Fach?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Wichtige Schulfächer
-
- Wirtschaft/Recht, um mit Vorkenntnissen eine Basis für wirtschaftliche und rechtliche Studieninhalte zu schaffen
- Mathematik, um sich den Zugang zu den mathematischen Bereichen des Studium zu erleichtern
- Englisch, um Fachliteratur lesen und verstehen zu können sowie Texte auf Englisch zu verfassen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie finanzierst du das Studium Volkswirtschaftslehre?
BAföG
Ob du BAföG bekommst und wie viel, hängt vor allem vom Einkommen deiner Eltern ab. Die Hälfte ist geschenkt, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen. Das zahlst du später zurück, aber nur bis zu einer festen Obergrenze.
Alles zum BAföGNebenjob
Viele Studierende jobben nebenbei: als Minijob bis 603 € im Monat oder als Werkstudent:in mit bis zu 20 Stunden pro Woche im Semester. Plan das ein – in Fächern mit vielen Pflichtterminen bleibt dafür wenig Zeit.
Minijob-Grenze Stand 2026. Was du nach dem Studium verdienst, hängt stark von Branche und Stelle ab – belastbare Zahlen dazu haben wir für dieses Profil nicht.
Wie kommst du an einen Studienplatz in Volkswirtschaftslehre?
Abitur ist Voraussetzung. Anders als BWL ist VWL an vielen Universitäten zulassungsfrei oder nur schwach beschränkt, weil weniger Menschen sich dafür bewerben.
Bachelor sechs Semester, Master vier. Für die Arbeit in Forschungsinstituten, Zentralbanken und internationalen Organisationen ist der Master faktisch Voraussetzung, oft auch die Promotion.
Gut zu wissen: VWL ist deutlich mathematischer als BWL. Ökonometrie ist das Fach, das den Unterschied macht.
Erst reinschnuppern, dann einschreiben
Ob dir das Fach liegt, merkst du am ehesten in einer offenen Vorlesung, beim Studieninfotag oder in einem Praktikum im Berufsfeld.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Berufe kannst du mit Volkswirtschaftslehre ergreifen?
Volkswirtinnen arbeiten bei Banken und Versicherungen, in Wirtschaftsforschungsinstituten, bei Verbänden, in Ministerien und Behörden sowie bei internationalen Organisationen. Typische Aufgaben sind Analysen, Prognosen und die Bewertung politischer Vorhaben.
Ein wachsendes Feld ist die Datenanalyse in Unternehmen: Preisgestaltung, Marktmodelle, Wettbewerbsanalysen. Wer Ökonometrie beherrscht und programmieren kann, hat hier hervorragende Chancen.
Welche Zukunftsaussichten hat Volkswirtschaftslehre?
Energiepreise, Handelskonflikte, Inflation und demografischer Wandel halten die Nachfrage nach ökonomischer Analyse hoch. Der öffentliche Sektor und Verbände stellen laufend ein.
Der Einstieg ist weniger vorgezeichnet als in der BWL. Praktika bei Instituten, Behörden oder Banken sind der übliche Weg hinein.
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Alle BerufeHäufige Fragen zum Studium Volkswirtschaftslehre
Wie lange dauert das Studium Volkswirtschaftslehre?
Das Studium Volkswirtschaftslehre dauert 6 Semester Bachelor, 4 Semester Master.
Für wen ist das Studium Volkswirtschaftslehre geeignet?
Das Fach passt zu dir, wenn du dich dafür interessierst, wie Wirtschaftspolitik wirkt; gern mit Daten und Modellen arbeitest; abstrakt denken kannst.
Wann passt das Studium Volkswirtschaftslehre eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du konkrete Unternehmensfragen bearbeiten willst – dann passt BWL besser; Mathematik meiden möchtest; einen unmittelbar berufsbezogenen Abschluss suchst.
Welche Schulfächer helfen im Studium Volkswirtschaftslehre?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Wirtschaft/Recht, um mit Vorkenntnissen eine Basis für wirtschaftliche und rechtliche Studieninhalte zu schaffen; Mathematik, um sich den Zugang zu den mathematischen Bereichen des Studium zu erleichtern; Englisch, um Fachliteratur lesen und verstehen zu können sowie Texte auf Englisch zu verfassen.
Ist Volkswirtschaftslehre eine Ausbildung oder ein Studium?
Volkswirtschaftslehre ist ein Studienfach.
Wusstest du schon?
- dass die Europäische Zentralbank zu den größten Arbeitgebern für Volkswirtinnen und Volkswirte in Europa zählt?
- dass Verhaltensökonomie inzwischen zeigt, wie systematisch Menschen von den Annahmen klassischer Modelle abweichen?
- dass VWL an vielen Universitäten leichter zugänglich ist als BWL, obwohl die Berufsaussichten vergleichbar sind?
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.