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Praktikumsbericht schreiben

Zwei oder drei Wochen im Betrieb statt in der Schule, und am Ende wartet der Bericht. Wer ihn schon während des Praktikums vorbereitet, schreibt ihn in wenigen Abenden. Wer bis zum Abgabetermin wartet, muss sich an Dinge erinnern, die längst verblasst sind.

3 Min. Lesezeit

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Was gehört in einen Praktikumsbericht?

Der Bericht zeigt deiner Lehrkraft, was du im Betrieb gesehen und gemacht hast und was du daraus für deine Berufswahl mitnimmst. Viele Schulen geben eine Gliederung vor, manchmal sogar Arbeitsblätter, die du ausfüllen sollst. Wenn es so eine Vorgabe gibt, gilt sie. Wenn nicht, hat sich dieser Aufbau bewährt:

TeilInhalt
DeckblattName, Klasse, Schule, betreuende Lehrkraft, Name und Adresse des Betriebs, Zeitraum des Praktikums
Inhaltsverzeichnisalle Kapitel mit Seitenzahlen
Einleitungwarum du diesen Betrieb und diesen Beruf gewählt hast, was du erwartet hast
Der BetriebBranche, Größe, Abteilungen, was er herstellt oder anbietet
Der BerufAufgaben, Ausbildung, Voraussetzungen, Weiterbildung
Deine TätigkeitenTages- oder Wochenberichte, eine Aufgabe ausführlich beschrieben
Reflexionob sich deine Erwartungen erfüllt haben und ob der Beruf zu dir passt
AnhangPraktikumsbescheinigung, Fotos, Arbeitsproben, Quellen

Wie schreibe ich die Einleitung?

Kurz und ehrlich. Beschreib, wie du auf den Betrieb gekommen bist, ob über eine Empfehlung, eine eigene Bewerbung oder eine Liste der Schule. Schreib auf, was du vorher über den Beruf wusstest und was du dir vom Praktikum erhofft hast. Diese Erwartungen brauchst du später für die Reflexion, deshalb lohnt es sich, sie am ersten Tag zu notieren.

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Was schreibe ich über den Betrieb und den Beruf?

Beim Betrieb reichen die wichtigsten Fakten: was er macht, wie viele Menschen ungefähr dort arbeiten, welche Abteilungen es gibt und in welcher du warst. Ein kleines Organigramm, also eine Übersicht, wer wem zugeordnet ist, macht das anschaulich. Frag deine Betreuerin oder deinen Betreuer, wenn du etwas nicht weißt.

Für den Beruf beschreibst du, was jemand darin den ganzen Tag tut, wie die Ausbildung oder das Studium dorthin aussieht und welcher Schulabschluss üblich ist. Grundlagen dazu findest du in den Berufsprofilen. Spannender als jede Beschreibung ist aber, was dir die Leute im Betrieb selbst erzählt haben. Frag sie, wie sie zu ihrem Job gekommen sind.

Wie sehen Tagesberichte aus?

Für jeden Tag notierst du, was du gemacht hast, mit wem und wie lange. Das klappt nur, wenn du jeden Abend fünf Minuten Stichpunkte aufschreibst. Nach zwei Wochen weißt du sonst nicht mehr, ob du am Dienstag im Lager oder am Empfang warst.

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Viele Schulen wollen außerdem, dass du eine Tätigkeit ausführlich beschreibst: Schritt für Schritt, mit den Werkzeugen oder Programmen, die du benutzt hast, und mit dem Ergebnis. Nimm dafür eine Aufgabe, die du selbst erledigt hast, nicht eine, bei der du nur zugeschaut hast. Je genauer du beschreibst, desto besser kann deine Lehrkraft nachvollziehen, was du gelernt hast.

Was ist, wenn ich kaum etwas machen durfte?

Das passiert, gerade in Betrieben mit Sicherheitsvorschriften. Schreib trotzdem genau auf, was du beobachtet hast, und erkläre, warum du bestimmte Dinge nicht selbst machen durftest. Auch das sagt etwas über den Beruf aus.

Was gehört in die Reflexion?

Hier zählt deine eigene Meinung. Vergleiche deine Erwartungen aus der Einleitung mit dem, was du erlebt hast. Was hat dir gefallen, was hat dich gestört, was hat dich überrascht? Kannst du dir vorstellen, diesen Beruf später zu lernen, und warum oder warum nicht?

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Eine ehrliche Absage an den Beruf ist genauso viel wert wie eine Zusage. Wer nach dem Praktikum weiß, dass Büroarbeit nichts für ihn ist, hat viel herausgefunden. Begründen musst du beides. Mehr dazu, wie du ein Praktikum für deine Berufswahl nutzt, steht unter Praktikum.

Wie formatiere ich den Bericht?

Die Vorgaben deiner Schule gehen vor. Wenn es keine gibt, ist das ein üblicher Rahmen:

  • eine gut lesbare Schrift wie Arial oder Times New Roman, Schriftgröße 11 oder 12, Überschriften etwas größer
  • Zeilenabstand 1,5 und Seitenränder von etwa 2,5 cm
  • Seitenzahlen ab dem Inhaltsverzeichnis
  • Bilder mit einer kurzen Bildunterschrift

Wie lang der Bericht sein soll, legt die Schule fest. Wichtiger als die Seitenzahl ist, dass jeder Teil vollständig ist.

Was muss ich noch beachten?

Fotos aus dem Betrieb brauchen eine Erlaubnis, und auf Bildern von Kolleginnen und Kollegen müssen diese einverstanden sein. Interne Zahlen, Kundennamen oder Pläne gehören nicht in den Bericht. Lass dir am letzten Tag die Praktikumsbescheinigung unterschreiben und frag, ob jemand aus dem Betrieb den Bericht kurz gegenlesen möchte. Vor der Abgabe liest am besten noch eine zweite Person auf Rechtschreibung.

Häufige Fragen

Wie lang muss ein Praktikumsbericht sein?

Das bestimmt deine Schule. Frag nach, bevor du anfängst, damit du die Tagesberichte nicht zu knapp oder zu ausführlich anlegst.

Schreibe ich in der Ich-Form?

Ja, Tagesberichte und Reflexion schreibst du in der Ich-Form. Die Beschreibung von Betrieb und Beruf ist sachlicher, aber auch dort ist die Ich-Form erlaubt.

Was kommt in den Anhang?

Die unterschriebene Praktikumsbescheinigung, Fotos, Arbeitsproben oder Prospekte des Betriebs und deine Quellen, wenn du Informationen aus dem Internet verwendet hast.

Muss ich jeden Tag einzeln beschreiben?

Wenn die Schule Tagesberichte verlangt, ja. Manche Schulen lassen auch Wochenberichte zu, dann fasst du die Tage zusammen und hebst die wichtigsten hervor.

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