- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3,5 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Dreher/in?
Dreherinnen und Dreher fertigen runde Metallteile: Wellen, Bolzen, Buchsen, Gewinde. Das Werkstück rotiert, das Werkzeug trägt Material ab – bis auf Hundertstelmillimeter genau. Heute geschieht das fast durchgehend an rechnergesteuerten Maschinen.
Der Alltag umfasst das Lesen technischer Zeichnungen, das Einrichten der Maschine, das Erstellen und Anpassen von Programmen, das Prüfen der Maße und die Wartung der Werkzeuge. Wer die Einzelfertigung schätzt, arbeitet an anderen Aufgaben als jemand in der Serienproduktion.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- genau arbeitest und ein Gefühl für Maße hast.
- technisches Zeichnen und Programmieren lernen willst.
- gern in der Werkstatt stehst.
Schwierig, wenn du …
- Lärm und Kühlschmierstoffe in der Werkstatt vermeiden willst.
- Schichtarbeit ausschließt.
- keine Freude an Präzision hast.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was verdienst du in der Ausbildung?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
- mind. 977 € 3. Jahr
- mind. 1.014 € 4. Jahr
Wie läuft die Ausbildung als Dreher/in ab?
Der Beruf Dreher ist als eigenständiger Ausbildungsberuf abgelöst worden. Der heutige Weg führt über die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker mit der Fachrichtung Drehmaschinensysteme oder Drehautomatensysteme – eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung.
Auch die Ausbildung zum Industriemechaniker oder Werkzeugmechaniker führt in verwandte Tätigkeiten. Voraussetzung ist in der Regel ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss.
Gut zu wissen: Der Ausbildungsberuf heißt heute Zerspanungsmechaniker – Fachrichtung Drehmaschinen- oder Drehautomatensysteme.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Dreher/in?
Naheliegende Schritte sind die Fortbildung zum Industriemeister Metall, zum Staatlich geprüften Techniker in Maschinentechnik oder eine Spezialisierung in der Programmierung rechnergesteuerter Maschinen.
Beide Abschlüsse berechtigen zum Studium – der Weg ins Ingenieurwesen steht damit auch ohne Abitur offen.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Dreher/in?
Zerspanungsmechanikerinnen werden branchenübergreifend gesucht: Maschinenbau, Fahrzeugbau, Luftfahrt, Medizintechnik. Der Fachkräftemangel in der Metallverarbeitung ist ausgeprägt.
Wer die Programmierung beherrscht, arbeitet an der anspruchsvolleren und besser bezahlten Seite des Berufs.
Häufige Fragen zum Beruf Dreher/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Dreher/in?
Die Ausbildung als Dreher/in dauert 3,5 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Dreher/in?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Für wen ist der Beruf Dreher/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du genau arbeitest und ein Gefühl für Maße hast; technisches Zeichnen und Programmieren lernen willst; gern in der Werkstatt stehst.
Wann passt der Beruf Dreher/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du Lärm und Kühlschmierstoffe in der Werkstatt vermeiden willst; Schichtarbeit ausschließt; keine Freude an Präzision hast.
Ist Dreher/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Dreher/in ist ein Ausbildungsberuf.
Quellen: Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.