- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 2 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in)?
Als Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen ist es deine Aufgabe dafür zu sorgen, dass diese ihre Empfänger zeitig und verlässlich erreichen. Der Beruf war auch als Postbote oder Briefträger bekannt. Zu deinem Berufsalltag gehören das Sortieren von Sendungen, die Planung der Zustellfolge, die Zustellung der Sendungen sowie die Kundenberatung. Oft bist du bei dieser Arbeit schon früh morgens oder auch noch spät abends unterwegs. Ein großer Teil der Sortierarbeit wird inzwischen von Maschinen übernommen.
Mehr zum Alltag
Die Feinsortierung, z. B. nach Straßen und Hausnummern, musst du aber noch per Hand erledigen. Ob du einen festen Zustellbezirk mit fester Route hast oder deine tägliche Strecke nach Bedarf variiert hängt von dem Unternehmen, in dem du beschäftigt bist, ab. Unabhängig vom Wetter bist du dann bei der Zustellung mit einem voll beladenen Fahrrad oder einer Zugkarre unterwegs. Für diese Arbeit brauchst du also Ausdauer und eine robuste Konstitution. Denn selbst wenn du mit einem Pkw oder Lkw unterwegs bist, musst du noch die schweren Pakete tragen.
Die Sendungen gibst du den Empfängern, lässt dir den Empfang quittieren und nimmst teilweise auch Zahlungen entgegen. Kunden, die etwas verschicken wollen, informierst du über verschiedene Versandmöglichkeiten und berechnest dann das Entgelt. Ist etwas nicht ordnungsgemäß angekommen, nimmst du die Reklamation entgegen und forschst nach der Sendung. Da du in deinem Beruf mit sensiblen Daten zu tun hast, bist du an besondere rechtliche Verpflichtungen gebunden. Zu diesen Verpflichtungen gehören das Postgeheimnis, das Bankgeheimnis und Datenschutzbestimmungen. Mit allen Sendungen musst du verantwortungsvoll, zuverlässig und verschwiegen umgehen.
Du solltest kontaktfreudig sein, da du viel mit Kunden zu tun hast, aber auch selbständig arbeiten können, denn deine Strecken fährst du meist allein ab.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- gern draußen und selbstständig unterwegs bist.
- körperlich fit bist und früh aufstehen kannst.
- zuverlässig und ortskundig arbeitest.
Schwierig, wenn du …
- Arbeit bei jedem Wetter ausschließt.
- späte Arbeitsbeginne brauchst.
- körperliche Belastung vermeiden musst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Wie viel verdient man als Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in)?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
Mehr zum Gehalt
Während deiner Ausbildung kannst du folgende Vergütung erhalten.
Wie läuft die Ausbildung als Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in) ab?
Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit Fortsetzungsmöglichkeit. Du kannst also deine Berufsausbildung durch eine darauf aufbauende Ausbildung ergänzen. Die zweijährige Ausbildung ist nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt. Da die Ausbildung dual stattfindet, wirst du sowohl in der Berufsschule als auch in einem Post-oder Kurierdienst ausgebildet. Es ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, aber Betriebe stellen meist Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in)?
Es besteht die Möglichkeit sich auf einen bestimmten Bereich, wie Schalterdienst, Postzustellung oder Postsortierung zu spezialisieren. Willst du beruflich aufsteigen kannst du eine Weiterbildung zum Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen machen.
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Wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung besitzt kannst du nach der Ausbildung auch einen Bachelorabschluss in Logistik, Supply-Chain Management erwerben. Zusätzlich besteht für dich die Möglichkeit dich mit einem Betrieb selbständig zu machen, zum Beispiel im Bereich Stadtkurierdienste / Citylogistik.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in)?
Eine Anstellung kannst du bei Brief- und Paketdiensten sowie bei Kurier- und Expressdiensten finden.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Beruf Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in)
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in)?
Die Ausbildung als Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in) dauert 2 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in)?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Für wen ist der Beruf Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in) geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du gern draußen und selbstständig unterwegs bist; körperlich fit bist und früh aufstehen kannst; zuverlässig und ortskundig arbeitest.
Wann passt der Beruf Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in) eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du Arbeit bei jedem Wetter ausschließt; späte Arbeitsbeginne brauchst; körperliche Belastung vermeiden musst.
Ist Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in) eine Ausbildung oder ein Studium?
Fachkraft für Postdienstleistungen (Briefträger/in) ist ein Ausbildungsberuf.
Quellen: Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.