Berufsprofil · Verkehr und Logistik
Fachlagerist/in
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, wie man arbeitsplatzbezogene Software anwendet.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 2 Jahre
- Vergütung
- Ø 1.192 €im Monat, Tarif 2025
Was macht man als Fachlagerist/in?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie man Güter auszeichnet und sortiert, Lager- und Verkaufseinheiten bildet und Güter zur Lagerung vorbereitet
- Welche Normen, Maße, Mengen- und Gewichtseinheiten zu beachten sind
- Wie man gesetzliche und betriebliche Vorschriften bei der güterspezifischen Lagerung anwendet
- Wie man arbeitsplatzbezogene Software anwendet
- Wie man Lagerbestände kontrolliert und Abweichungen meldet
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Arbeit in Lagerhallen
- In Kühlhäusern und auf Lagerflächen im Freien bei wechselnden Witterungsverhältnissen
- Z.T. Schicht- oder Nachtarbeit
Mehr zum Alltag
Fachlageristen arbeiten im Lager von Unternehmen und sorgen dafür, dass Bestellungen schnell beim Kunden ankommen. Die Waren werden im Lager strukturiert und nach logistischen Aspekten sortiert. Jeder noch so kleine Bestand ist mit einfachen Symbolen sowie Zeichenkürzel gekennzeichnet und in einem System erfasst. Neben der Kennzeichnung der Ware gehören aber noch andere Aufgaben zum Arbeitsalltag eines Fachlageristen. Sie bereiten unter anderem den Versand vor und kontrollieren stichprobenartig die Qualität.
Potentielle Arbeitgeber sind reichlich vorhanden. Ob in der Spedition, der Elektroindustrie, der Lebensmittelindustrie, im Metall- und Fahrzeugbau oder sonst wo – Fachlageristen finden immer und jederzeit eine Anstellung.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- nicht nur im Büro sitzen möchtest.
- Ordnung sehr wichtig findest.
- strukturiert und verantwortungsbewusst arbeitest.
Schwierig, wenn du …
- ungern Verantwortung übernimmst.
- schnell mal die Übersicht verlierst.
- nicht in deinen eigenen vier Wänden Ordnung halten kannst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Umsicht und Verantwortungsbewusstseinz. B. beim Bedienen von Fördersystemen oder Hebezeugen
- Wichtige Schulfächer
-
- Mathematik, um Raumbedarf von Gütern zu berechnen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Fachlagerist/in?
Ausbildungsvergütung je Jahr
Brutto im Monat, laut Tarifverträgen. Im Schnitt 1.192 € über die ganze Ausbildung.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025.
- 1.151 € 1. Jahr
- 1.231 € 2. Jahr
Ist das viel oder wenig?
Diese Ausbildung zahlt so viel wie der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe. Was du später verdienst, entscheidet die Branche und nicht die Ausbildungsvergütung.
- Fachlagerist/in 1.192 €
- Durchschnitt aller Ausbildungen 1.209 €
- Gesetzliche Untergrenze, 1. Jahr 724 €
Platz 4 von 4 in Verkehr und Logistik
- 1. Fluggerätmechaniker/Fluggerätmechanikerin 1.332 €
- 2. Fachkraft für Lagerlogistik 1.251 €
- 3. Berufskraftfahrer/in 1.195 €
- 4. Fachlagerist/in 1.192 €
Schnitt über die ganze Ausbildung, brutto im Monat, Tarifwerte 2025. Alle Ausbildungsberufe im Vergleich
Mehr zum Gehalt
Das Einstiegsgehalt als Fachlagerist fällt in der Regel nicht besonders hoch aus. Oft wird dieses vom gesetzlichen Mindestlohn gestützt. Die Höhe deines Lohnes richtet sich auch nach der Größe des Betriebs, dem Arbeitsstandort und deiner Berufserfahrung. Nach ein paar Jahren verdienst du natürlich mehr. Um dein Gehalt aufbessern zu können, ist es wichtig, sich kontinuierlich fortzubilden.
Wie läuft die Ausbildung als Fachlagerist/in ab?
Bereits nach 2 Jahren kannst du die duale Ausbildung zum Fachlageristen abschließen. Ab dem ersten Tag sammelst du praktische Erfahrungen bei deinem Arbeitgeber und beschäftigst dich nebenbei in der Schule mit der Theorie. Neben deinem organisatorischen Geschick solltest du außerdem viel Muskelkraft an den Tag legen können, um die teilweise schwere Ware transportieren zu können. Außerdem sollten Bewerber gute Kenntnisse in den Schulfächern Mathematik und Englisch vorweisen können. Im Prinzip wird kein bestimmter Schulabschluss vorausgesetzt. Die meisten Azubis können allerdings einen Hauptschulabschluss vorlegen.
Gut zu wissen: Als Fachkraft für Logistik arbeitest du immer im Team, dass wie ein „Schweizer Uhrwerk“ funktioniert.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung in Industrie und Handel sowie im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Fachlagerist/in?
Möchtest du intensiver an der Planung und Durchführung von Lagerprozessen teilnehmen, empfiehlt es sich, nach deiner 2-jährigen Ausbildung ein Jahr anzuhängen, um die Prüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik ablegen zu können.
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Mit einem Meistertitel im Bereich Lagerwirtschaft übernimmst du wesentlich mehr Verantwortung. Dabei kontrollierst und koordinierst du die Arbeitsprozesse. Du leitest andere Mitarbeiter an und bildest Azubis aus. Natürlich kann dann auch ein eigenes Unternehmen gegründet werden und eine Selbstständigkeit in Frage kommen. Mit der Allgemeinen Hochschulreife kannst du auch Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Logistik studieren. Damit kannst du später sogar Führungspositionen bekleiden.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Fachlagerist/in?
Die deutsche Wirtschaft brummt und der Warenverkehr wächst und wächst. Fachlageristen werden daher immer gebraucht. Um mangelnde Arbeit wirst du dich später nicht beklagen müssen. Wem das Gehalt nicht ausreicht, der sollte jederzeit offen für Weiterbildungen sein.
Häufige Fragen zum Beruf Fachlagerist/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachlagerist/in?
Die Ausbildung als Fachlagerist/in dauert 2 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Fachlagerist/in?
Die Ausbildungsvergütung liegt zwischen 1.151 € im ersten und 1.231 € im letzten Ausbildungsjahr, jeweils brutto pro Monat. Im Schnitt über die ganze Ausbildung sind es 1.192 €. Diese Ausbildung zahlt so viel wie der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe. Was du später verdienst, entscheidet die Branche und nicht die Ausbildungsvergütung.
Für wen ist der Beruf Fachlagerist/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du nicht nur im Büro sitzen möchtest; Ordnung sehr wichtig findest; strukturiert und verantwortungsbewusst arbeitest.
Wann passt der Beruf Fachlagerist/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du ungern Verantwortung übernimmst; schnell mal die Übersicht verlierst; nicht in deinen eigenen vier Wänden Ordnung halten kannst.
Welche Schulfächer sind für Fachlagerist/in wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Mathematik, um Raumbedarf von Gütern zu berechnen.
Ist Fachlagerist/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Fachlagerist/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung in Industrie und Handel sowie im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Wusstest du schon?
- Du nach der Ausbildung die Möglichkeit hast, in nahezu allen Wirtschaftszweigen zu arbeiten?
- Dass bei Amazon, Zalando u.v.m. ohne eine Fachkraft für Lagerlogistik nicht schon am nächsten Tag deine Bestellung liefern könnte, sondern sehr viel länger dauern würde.
- Dass du als Fachkraft für Lagerlogistik auch viel mit ausländischen Vertretern zu tun hast?
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Ausbildungsvergütung: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.