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Was macht man als Diplomat/in?
Diplomaten sind im Prinzip Vermittler. Zu deinen Hauptaufgaben gehört unter anderem, die Ansichten der Bundesrepublik Deutschland im Ausland zu vertreten. Zudem nimmst du eine Beobachter-Funktion ein und eruierst sowohl innen- als auch außenpolitische Informationen, die anschließend ans Auswärtige Amt weitergeleitet werden. Außerdem bist du Repräsentant unseres Landes und versuchst, Deutschland in möglichst gutem Licht dastehen zu lassen. Natürlich sollten angehende Diplomaten über hervorragende Politik-Kenntnisse verfügen.
Mehr zum Alltag
Niemand kann dir während deiner Ausbildung Auskunft darüber geben, in welchem Land deine Fertigkeiten eines Tages gebraucht werden. So kann dein Arbeitsalltag in New York ganz anders aussehen als der Alltag in Afghanistan. Flexibilität hat demnach höchste Priorität. Mit den verschiedensten Lebensumständen musst du professionell umgehen können. Für jeweils 3 bis 5 Jahre wirst du im Ausland in einem bestimmten Land eingesetzt, ehe du weiterziehst und das nächste Land bereist.
Wer allerdings Familie und Freizeit unter einen Hut bekommen möchte, wird einige Abstriche machen müssen. Nicht selten muss der Partner zurückstecken und berufliche Einschnitte in Kauf nehmen.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- mehrere Sprachen sicher sprichst.
- bereit bist, alle paar Jahre das Land zu wechseln.
- sachlich verhandelst und dich zurücknehmen kannst.
Schwierig, wenn du …
- ortsgebunden bleiben willst.
- ein sehr anspruchsvolles Auswahlverfahren scheust.
- deine persönliche Meinung immer öffentlich vertreten möchtest.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Schwerpunkt dieses Berufs
Das zeigt Interessen, keine Eignung. Betriebe und Alltag unterscheiden sich.
Dein ganzes ErgebnisWie finanzierst du das Studium?
BAföG
Ob du BAföG bekommst und wie viel, hängt vor allem vom Einkommen deiner Eltern ab. Die Hälfte ist geschenkt, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen. Das zahlst du später zurück, aber nur bis zu einer festen Obergrenze.
Alles zum BAföGNebenjob
Viele Studierende jobben nebenbei: als Minijob bis 603 € im Monat oder als Werkstudent:in mit bis zu 20 Stunden pro Woche im Semester. Plan das ein – in Fächern mit vielen Pflichtterminen bleibt dafür wenig Zeit.
Minijob-Grenze Stand 2026. Was du nach dem Studium verdienst, hängt stark von Branche und Stelle ab – belastbare Zahlen dazu haben wir für dieses Profil nicht.
Mehr zum Gehalt
Im Auslandseinsatz hast du keine Ausgaben für Unterkünfte und Dienstwagen.
Wie läuft die Ausbildung als Diplomat/in ab?
Es ist in Deutschland gar nicht so einfach, Diplomat zu werden. Auf eine freie Stelle kommen bis zu 100 Bewerber. Zu den Grundvoraussetzungen gehört, dass du deutscher Staatsbürger und gesund bist sowie ein wissenschaftliches Studium abgeschlossen hast.
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In der Regel musst du mindestens über einen Master verfügen und darfst nicht älter als 32 Jahre sein. Besonders wichtig ist zudem bereits gesammelte Auslandserfahrung. Sei es aus beruflichen Gründen oder während deiner Studienzeit. Das bedeutet, dass du neben Deutsch auch Englisch perfekt beherrschen musst. Außerdem musst du dich sicher in der französischen Sprache bewegen können.
Punkten kann derjenige, der zusätzlich noch eine weitere Fremdsprache beherrscht. Weitere Pluspunkte sind freiwillig geleistete Dienste im Auftrag großer Organisationen. Innerhalb von 14 Monaten wirst du in der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin-Tegel zum Diplomaten ausgebildet. Besonders Absolventen der Studienfächer Jura, Politik, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte, Kulturwissenschaften und Soziologie werden bei der Bewerbung berücksichtigt, obwohl es grundsätzlich keine Rolle spielt, welchen Studiengang du studiert hast.
Gut zu wissen: Der Zugang läuft über den Auswahlwettbewerb des Auswärtigen Amtes, danach folgt eine Ausbildung an der Akademie Auswärtiger Dienst.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Diplomat/in?
Bereits während der 14-monatigen Ausbildung spezialisierst du dich in mehren Themenbereichen. Eine Weiterbildung im klassischen Sinne gibt es nicht. Natürlich hast du trotzdem Gelegenheit, dein Wissen zu vertiefen, indem du an verwaltungsinternen Lehrgängen oder Seminaren in den Bereichen Kultur, Presse, Wirtschaft uvm. teilnehmen kannst. Außerdem kannst du dein Fachwissen in den Bereichen Europarecht, Public Relations, Wirtschaftsfremdsprachen oder im Verhandlungstraining erweitern.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Diplomat/in?
Die Frage nach deiner Zukunfts-Perspektive erübrigt sich im Prinzip. Es werden nur so viele Bewerber zum Diplomaten ausgebildet, wie sie auch später benötigt werden. Daher hast du nach deiner Ausbildung eine Job-Garantie. Auf dich wartet ein Spitzengehalt, Sicherheit und Abwechslung.
Häufige Fragen zum Beruf Diplomat/in
Für wen ist der Beruf Diplomat/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du mehrere Sprachen sicher sprichst; bereit bist, alle paar Jahre das Land zu wechseln; sachlich verhandelst und dich zurücknehmen kannst.
Wann passt der Beruf Diplomat/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du ortsgebunden bleiben willst; ein sehr anspruchsvolles Auswahlverfahren scheust; deine persönliche Meinung immer öffentlich vertreten möchtest.
Ist Diplomat/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Diplomat/in ist ein Beruf, für den du studierst.