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Staatsanwalt/-anwältin

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Studium, Staatsanwalt/-anwältin

Arbeitsalltag

Wir kennen alle die dubiosen Filme, in den die Mitarbeiter der Staatsorgane bestochen werden, um kriminellen Machenschaften den Weg zu bahnen. Dabei ist der Inhalt der Blockbuster gar nicht mal so abwegig, denn die Kriminalitätsrate steigt in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Du als Saubermann bist allerdings daran interessiert, den Staat aufrichtig zu vertreten und den Gewalttaten, Straftaten und vielen anderen Delikten den Kampf anzusagen. Staatsanwälte arbeiten nicht ausschließlich für das Land, sondern ebenso für Bundesländer an den Landesgerichten. Sie sind dafür verantwortlich, dass das Gesetzbuch mit geltendem Recht eingehalten wird. Kommt es jedoch zu einem Verstoß, wird der Staatsanwalt aktiv. Er oder sie erlässt Strafbefehle, Vollstreckungen, Durchsuchungen und Haftbefehle. Die Polizei muss den Weisungen des Staatsanwaltes folgen. Ob es schließlich vors Gericht geht, liegt in ihrer Entscheidungsgewalt. Sie verfügen darüber, ob es zur Anklage kommt oder ob ein Verfahren eingestellt wird. Staatsanwälte haben ebenfalls die Befugnis, über vorzeitige Haftentlassungen oder anderen Formen der Begnadigung zu entscheiden. Im Rahmen ihres Handlungsspielraumes müssen sie sich stets objektiv und im Interesse des Staates, also des Volkes, verhalten. Dabei sind sie Experten, wenn es um rechtliche Fragen geht. Schwierige Sachverhalte müssen vor Gericht detailliert geschildert werden. Grundvoraussetzung dafür ist ein gewisses Maß an rhetorischen Fähigkeiten. Alle Informationen, die zu einem bestimmten Fall erhoben werden, fließen direkt beim Staatsanwalt zusammen. Er wertet die Daten aus und setzt sie in Verbindung. Analytisches Denken spielt dabei eine wichtige Rolle. Doch wie genau wird man eigentlich Staatsanwalt?

Ausbildung

Wie du dir sicherlich schon denken kannst, kommt kein Rechtsanwalt, Richter oder Staatsanwalt am Studium der Rechtswissenschaften vorbei. Dafür benötigst du grundsätzlich die Allgemeine Hochschulreife. Um als Staatsanwalt arbeiten zu können, musst du das erste sowie das zweite Staatsexamen vorweisen können. Häufig wird auch auf gute bis sehr gute Noten Wert gelegt. Anschließend müssen sich angehende Staatsanwälte für eine Leerstelle zum „Richter/-in auf Probe“ bewerben. Diese Ausbildung dauert weitere 3 bis 5 Jahre. Erst dann kannst du dich bei den zuständigen Landes- bzw. Bundesbehörden bewerben. Als Staatsanwalt wirst du verbeamtet. Oberlandesgerichte verfahren oft anders bei den Bewerbungsrichtlinien. Prinzipiell können daher keine allgemeingültigen Aussagen über die Bewerbungsstandards gegeben werden.

Gehalt

Wie hoch das Gehalt eines Staatsanwaltes ausfällt, bestimmt das Bundesbesoldungsgesetz. Demnach werden sie wie Richter auch in der Verdienstgruppe R angesiedelt, die wiederum aus 5 Einstiegsstufen besteht. Staatsanwälte genießen einen Beamtenstatus, was bedeutet, dass bestimmte Zulagen noch hinzukommen können. Der Aufstieg innerhalb der Besoldungsgruppen richtet sich hauptsächlich nach zeitlichen Kriterien und nicht, wie man meinen könnte, nach erbrachter Leistung. Folgt man den Tarifen der einzelnen Verdienstkategorien, verdienen Staatsanwälte zu Beginn ihrer Karriere zwischen 3.400€ und 7.500€.

Weiterbildung

Gewissenhafte Arbeit ist das A und O in deiner Laufbahn. Mit bestimmten Qualifizierungsseminaren kannst du dich in von dir gewählten Fachgebieten spezialisieren. Die Fortbildungen können an Generalstaatsanwaltschaften, Fernuniversitäten, Bildungszentren und privaten Einrichtungen absolviert werden. Nur so hast du später die Chance, in der Laufbahn zum leitenden Oberstaatsanwalt oder zum Generalstaatsanwalt aufzusteigen. Natürlich ist es unabdinglich, Neuerungen in der Rechtsgrundlage zu verfolgen und zu verinnerlichen, um jederzeit up to date zu sein.

Perspektive

Zählt man alle Strafdelikte in Deutschland zusammen, muss leider festgestellt werden, dass die Zahl kontinuierlich ansteigt. Das wiederum bedeutet, dass immer mehr Arbeit auf die Staatsanwälte wartet. Von 2007 bis 2011 stieg daher die Beschäftigungszahl sukzessive an. Ausgebildet werden jedoch auch nur so viele Bewerber, wie später letztlich eingesetzt werden können. Hast du also erst einmal die Genehmigung und alle Prüfungen gemeistert, steht einer verantwortungsbewussten und abwechslungsreichen Karriere mit einem Spitzengehalt nichts mehr im Wege.

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