Berufsprofil · Sicherheit und Verwaltung
Justizfachangestellte/r
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, was bei Zwangsvollstreckungsverfahren in das bewegliche und unbewegliche Vermögen zu beachten ist.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- Ø 1.296 €im Monat, Tarif 2025
Was macht man als Justizfachangestellte/r?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie man in Zivilprozessverfahren mitwirkt, u.a. Mahnverfahren übernimmt, Ladungen vornimmt, Rechtskraftbescheinigungen erstellt sowie Protokolle fertigt und prüft
- Was bei Zwangsvollstreckungsverfahren in das bewegliche und unbewegliche Vermögen zu beachten ist
- Wie man bei der Umsetzung von Insolvenzverfahren mitwirkt, z.B. Auszüge aus der Insolvenztabelle ausfertigt oder Veröffentlichungen veranlasst
- Wie man Familiensachen (z.B. Scheidungen, Sorgerechtsverfahren) bearbeitet, u.a. Ladungen vornimmt, Aktenvermerke anfertigt und Maßnahmen einleitet
- Wie man betreuungsrechtliche Angelegenheiten bearbeitet, z.B. Informationen aus dem Zentralen Vorsorgeregister ermittelt oder Unterbringungen registriert
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Wechselnde Arbeitsplätze
- Bildschirmarbeit
Mehr zum Alltag
Justizfachangestellter bzw. Justizfachangestellte ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst.
Passt der Beruf zu dir?
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Wichtige Schulfächer
-
- Deutsch, um Protokolle zu verfassen oder Schriftstücke anzufertigen
- Mathematik, um Gerichtskostenvorschüsse und Zeugenentschädigungen zu berechnen
- Recht, um Mandanten/Mandantinnen über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten zu informieren
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Justizfachangestellte/r?
Ausbildungsvergütung je Jahr
Brutto im Monat, laut Tarifverträgen. Im Schnitt 1.296 € über die ganze Ausbildung.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025.
- 1.245 € 1. Jahr
- 1.299 € 2. Jahr
- 1.349 € 3. Jahr
Ist das viel oder wenig?
Diese Ausbildung zahlt 87 € mehr als der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe.
- Justizfachangestellte/r 1.296 €
- Durchschnitt aller Ausbildungen 1.209 €
- Gesetzliche Untergrenze, 1. Jahr 724 €
Platz 3 von 4 in Sicherheit und Verwaltung
- 1. Verwaltungsfachangestellte/r 1.333 €
- 2. Werkfeuerwehrmann/Werkfeuerwehrfrau 1.301 €
- 3. Justizfachangestellte/r 1.296 €
- 4. Fachkraft für Schutz und Sicherheit 1.210 €
Schnitt über die ganze Ausbildung, brutto im Monat, Tarifwerte 2025. Alle Ausbildungsberufe im Vergleich
Mehr zum Gehalt
Für diesen Beruf liegt uns kein tariflicher Durchschnittswert vor. Es gilt mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 Berufsbildungsgesetz – im ersten Ausbildungsjahr 724 € brutto im Monat, Stand 2026. Tarifgebundene Betriebe zahlen in der Regel deutlich mehr; im Bundesdurchschnitt aller Ausbildungen sind es 1.209 €.
Wie läuft die Ausbildung als Justizfachangestellte/r ab?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Ausbildung findet im dualen System statt. Lernorte sind Ausbildungsbetrieb (i.d.R. Gerichte, Staatsanwaltschaften): Büroräume, Gerichtssäle Berufsschule : Unterrichtsräume
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie verbreitet ist der Beruf?
723 neue Azubis im Jahr 2024
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Justizfachangestellte/r?
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Justizfachangestellte bei Verwaltungs-, Zivil- oder Strafgerichten und Staatsanwaltschaften.
Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von öffentlicher Verwaltung bis hin zu Verwaltungsrecht.
Häufige Fragen zum Beruf Justizfachangestellte/r
Was verdient man in der Ausbildung als Justizfachangestellte/r?
Die Ausbildungsvergütung liegt zwischen 1.245 € im ersten und 1.349 € im letzten Ausbildungsjahr, jeweils brutto pro Monat. Im Schnitt über die ganze Ausbildung sind es 1.296 €. Diese Ausbildung zahlt 87 € mehr als der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe.
Welche Schulfächer sind für Justizfachangestellte/r wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Deutsch, um Protokolle zu verfassen oder Schriftstücke anzufertigen; Mathematik, um Gerichtskostenvorschüsse und Zeugenentschädigungen zu berechnen; Recht, um Mandanten/Mandantinnen über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten zu informieren.
Ist Justizfachangestellte/r eine Ausbildung oder ein Studium?
Justizfachangestellte/r ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Ausbildungsvergütung: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025. Anfängerzahlen: BERUFENET, 2024. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.