Berufsprofil · Sicherheit und Verwaltung
Rechtsanwaltsfachangestellte/r
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, welche rechtlichen Voraussetzungen zur Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr zu beachten sind.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Rechtsanwaltsfachangestellte/r?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie man Gespräche adressatenorientiert führt und auf Mandanten- oder Beteiligtenverhalten angemessen reagiert
- Welche rechtlichen Voraussetzungen zur Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr zu beachten sind
- Wie man betriebliche Berechnungen unter Berücksichtigung des kaufmännischen Rechnens durchführt, insbesondere Prozent- und Zinsberechnungen
- Wie die Grundlagen des grenzüberschreitenden Rechtsverkehrs zu unterscheiden und zu berücksichtigen sind
- Wie man Mahn- und Kündigungsschreiben entwirft
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Bildschirmarbeit in Büroräumen
- Kundenverkehr
Rechtsanwaltsfachangestellte/r – Einblicke
3 BilderMehr zum Alltag
In deiner Ausbildung lernst du, wie ein Gericht aufgebaut ist und wie Prozesse durchgeführt werden. Als Rechtsanwaltsfachangestellte/r unterstützt du Rechtsanwälte bei rechtlichen Dienstleistungen und übernimmst Verwaltungsaufgaben. Du koordinierst Termine, führst Akten und bereitest diese für die Beratung durch den Anwalt vor.
Außerdem dokumentierst du die Akten und besprichst nächste Schritte mit deinem Chef. Du bereitest Schriftsätze vor und bearbeitest zum Beispiel Mahn- und Vollstreckungsverfahren. Verantwortung musst du auch im Bereich der Kommunikation mit Behörden und Gerichten übernehmen. Du solltest des Weiteren auch ein gutes Ausdrucksvermögen besitzen und dich im BGB auskennen. Verantwortung trägst du nicht nur für juristische Aufgaben, sondern auch für die Organisation.
Die Überwachung von Terminen und Fristen gehört genauso zu deinem Aufgabenfeld, wie die Koordination des Schriftverkehrs und das Annehmen von Telefonaten. Eine gute Betreuung der Mandanten ist von höchster Wichtigkeit. Stresssituationen sind keine Seltenheit, du solltest also dazu befähigt sein, mit diesen umzugehen. Hier den Überblick zu bewahren ist nicht immer ganz einfach. Hauptsächlich arbeiten Rechtsanwaltsfachangestellte in Anwaltskanzleien, du hast jedoch auch die Möglichkeit in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig zu werden, in Mahnabteilungen, sowie in Banken und Versicherungen.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- Interesse am Rechtswesen hast.
- ein Organisationstalent bist.
- verantwortungsbewusst agierst.
Schwierig, wenn du …
- mit viel Stress schlecht zurechtkommst.
- Schwierigkeiten hast, Diskretion zu bewahren.
- mit wechselnden Arbeitszeiten nicht gut klarkommst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Wichtige Schulfächer
-
- Recht, um Mandanten/Mandantinnen den Ablauf eines zivilrechtlichen Verfahrens zu erläutern
- Wirtschaft, um bei der Buchführung mitzuwirken
- Deutsch, um Verträge fehlerfrei zu formulieren
- Mathematik, um Kosten und Zinsen zu berechnen
- Englisch, um englischsprachige Auskünfte erteilen und einholen zu können
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
- mind. 977 € 3. Jahr
Wie läuft die Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte/r ab?
Die Ausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten nimmt in der Regel drei Jahre in Anspruch und findet dual statt. Unmittelbar daraus folgend arbeitest du also nicht nur in der von dir gewählte Kanzlei, sondern du besuchst auch die Berufsschule. Kannst du sehr gute Noten aufweisen, ist es dir möglich deine Ausbildung zu verkürzen. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.
Gut zu wissen: Du unterstützt Anwälte in verschiedenen administrativen und organisatorischen Aufgaben. Dazu gehören z. B. Aktenführung, Schriftverkehr, Terminplanung, Vorbereitung von Gerichtsdokumenten oder Mandantenkommunikation.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung im Rechtswesen (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie verbreitet ist der Beruf?
1.941 neue Azubis im Jahr 2024
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit.
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Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Rechtsanwaltsfachangestellte/r?
Ist es dein Bestreben, auf der Karriereleiter weiter nach oben zu steigen, so ist der Weg der Weiterbildung der Richtige.
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Hier bietet sich dir zum Beispiel die Möglichkeit, dich zum Rechtsfachwirt ausbilden zu lassen. Hierfür benötigst du mindestens zwei Jahre Berufserfahrung, kannst danach aber leitende Positionen wahrnehmen. Möchtest du schon früher etwas verändern, kannst du auch Rechtsassistent werden. Auch hier kannst du schon anspruchsvollere Aufgaben übernehmen. Die Weiterbildung nimmt auch nicht so viel Zeit in Anspruch. Auch die Teilnahme an der Weiterbildung zum einfachen Rechtswirt ist möglich. Diese qualifiziert dazu, höhere Aufgaben in allen Bereichen der Wirtschaft und Justiz zu ergreifen.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte/r?
Anwälte werden immer gebraucht und damit ist auch dein Arbeitsplatz von Bedeutung. Durch deine qualifizierte Ausbildung bist du bei Bedarf auch dazu befähigt, bei anderen Arbeitgebern Arbeit zu finden. Hierbei stehen zum Beispiel kaufmännische Betriebe oder Versicherungen zu Auswahl.
Häufige Fragen zum Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte/r
Wie lange dauert die Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte/r?
Die Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte/r dauert 3 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte/r?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Für wen ist der Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte/r geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du Interesse am Rechtswesen hast; ein Organisationstalent bist; verantwortungsbewusst agierst.
Wann passt der Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte/r eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du mit viel Stress schlecht zurechtkommst; Schwierigkeiten hast, Diskretion zu bewahren; mit wechselnden Arbeitszeiten nicht gut klarkommst.
Welche Schulfächer sind für Rechtsanwaltsfachangestellte/r wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Recht, um Mandanten/Mandantinnen den Ablauf eines zivilrechtlichen Verfahrens zu erläutern; Wirtschaft, um bei der Buchführung mitzuwirken; Deutsch, um Verträge fehlerfrei zu formulieren; Mathematik, um Kosten und Zinsen zu berechnen; Englisch, um englischsprachige Auskünfte erteilen und einholen zu können.
Ist Rechtsanwaltsfachangestellte/r eine Ausbildung oder ein Studium?
Rechtsanwaltsfachangestellte/r ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung im Rechtswesen (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Anfängerzahlen: BERUFENET, 2024. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.