Berufsprofil · Chemie und Labor
Verfahrenstechnologe/-technologin
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, wie man Rohstoffe reinigt, der weiteren Verwertung zuführt und ausgelesene Stoffe verwertet bzw. entsorgt.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Verfahrenstechnologe/-technologin?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie man bei der Rohstoffannahme Warenbegleitpapiere kontrolliert und das Liefergut auf Gewicht und Menge prüft
- Wie man zur Qualitätssicherung Muster nimmt und die Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen und Produkten sicherstellt
- Wie Lagereinrichtungen vorbereitet werden, wie man Rohstoffe lagerfähig macht und das Schädlingsmonitoring durchführt
- Wie man Rohstoffe reinigt, der weiteren Verwertung zuführt und ausgelesene Stoffe verwertet bzw. entsorgt
- Wie man Geräte, Maschinen und Anlagen einrichtet, in Betrieb nimmt, reinigt, pflegt, wartet und Verschleißteile austauscht
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Maschinenlärm beim Reinigen und Transport von Rohstoffen
- Zugluft und Staub in Lagerräumen
- Z.T. Schichtarbeit
Mehr zum Alltag
Verfahrenstechnologe bzw. -technologin in der Mühlen- und Getreidewirtschaft der Fachrichtung Agrarlager ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk.
Passt der Beruf zu dir?
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Sorgfaltz. B. beim produktspezifischen Lagern von Getreide, Mais, Ölsaaten
- Verantwortungsbewusstseinz. B. beim Lagern von Pflanzenschutzmitteln
- Technisches Verständnisz. B. beim Warten der Maschinen und Anlagen
- Wichtige Schulfächer
-
- Mathematik, um Mischverhältnisse von Saatgutmischungen zu berechnen
- Biologie/Chemie, um Getreide auf Schädlingsbefall zu untersuchen
- Technik, um Siloanlagen zu steuern
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Verfahrenstechnologe/-technologin?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
- mind. 977 € 3. Jahr
Wie läuft die Ausbildung als Verfahrenstechnologe/-technologin ab?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz.
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Verfahrenstechnologe/-technologin?
Nach der Ausbildung stehen dir Fortbildungen offen, zum Beispiel Europaassistent/in.
Ein Meister- oder Technikerabschluss berechtigt in allen Bundesländern zum Studium – auch ohne Abitur.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Verfahrenstechnologe/-technologin?
Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“.
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Verfahrenstechnologen/-technologinnen in der Mühlen- und Getreidewirtschaft der Fachrichtung Agrarlager im Rohstoffhandel, in Agrarlagerunternehmen oder in Mühlenbetrieben.
Häufige Fragen zum Beruf Verfahrenstechnologe/-technologin
Was verdient man in der Ausbildung als Verfahrenstechnologe/-technologin?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Welche Schulfächer sind für Verfahrenstechnologe/-technologin wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Mathematik, um Mischverhältnisse von Saatgutmischungen zu berechnen; Biologie/Chemie, um Getreide auf Schädlingsbefall zu untersuchen; Technik, um Siloanlagen zu steuern.
Ist Verfahrenstechnologe/-technologin eine Ausbildung oder ein Studium?
Verfahrenstechnologe/-technologin ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.