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Geld einteilen: So reicht es bis zum Monatsende

Die erste Ausbildungsvergütung oder die erste BAföG-Zahlung fühlt sich nach viel an. Nach Handy, Fahrkarte und ein paar Abenden mit Freunden ist davon oft schon Mitte des Monats wenig übrig. Wer sein Geld von Anfang an einteilt, muss am Monatsende nicht improvisieren.

4 Min. Lesezeit

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Wie viel Geld habe ich eigentlich?

Ausgangspunkt ist das, was wirklich auf deinem Konto landet. Bei einer Ausbildung ist das der Nettobetrag nach Abzug von Sozialversicherung und gegebenenfalls Steuern, siehe Ausbildungsvergütung. Dazu kommen vielleicht Kindergeld, das deine Eltern an dich weitergeben, Geld aus einem Nebenjob oder Unterhalt. Im Studium ist es oft eine Mischung aus BAföG, Geld von den Eltern und Job.

Schreib alle regelmäßigen Einnahmen untereinander und rechne mit den Beträgen, die sicher kommen. Geld, das nur manchmal kommt, etwa ein Geburtstagsgeschenk oder Trinkgeld, plant man besser nicht fest ein.

Wohin geht mein Geld?

Die meisten unterschätzen ihre Ausgaben, weil viele davon klein sind oder automatisch abgebucht werden. Hilfreich ist eine Einteilung in vier Gruppen:

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  • Fixkosten: Beträge, die jeden Monat gleich bleiben, z. B. Miete, Fahrkarte, Handyvertrag, Versicherungen, Rundfunkbeitrag in der eigenen Wohnung
  • Abos: Streaming, Musik, Spiele, Fitnessstudio. Sie wirken einzeln günstig und summieren sich schnell
  • Lebenshaltung: Essen und Drogerieartikel. Schwankt, lässt sich aber gut schätzen
  • Freizeit und Wünsche: Ausgehen, Kleidung, Hobbys, größere Anschaffungen

Führ einen Monat lang ein Haushaltsbuch, also eine einfache Liste aller Ausgaben. Ob auf Papier, in einer Tabelle oder in einer App, ist egal. Wichtig ist, dass du wirklich jede Ausgabe einträgst, auch den Kaffee am Bahnhof. Nach vier Wochen siehst du, wo dein Geld hingeht. Die Überraschungen stecken fast immer bei den kleinen, häufigen Beträgen.

Wie mache ich einen Monatsplan?

Mit dem Haushaltsbuch kannst du ein Budget aufstellen, also festlegen, wie viel du in jedem Bereich ausgeben willst. So funktioniert es in der Praxis:

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  • Gleich nach dem Zahltag die Fixkosten abziehen. Was übrig bleibt, ist dein eigentlicher Spielraum.
  • Einen festen Betrag fürs Sparen direkt auf ein zweites Konto oder Unterkonto schieben, bevor du etwas anderes ausgibst.
  • Den Rest auf die Wochen verteilen. Wer weiß, dass pro Woche ein bestimmter Betrag für Essen und Freizeit da ist, merkt früh, wenn es knapp wird.
  • Unregelmäßige Kosten einplanen: Jahresbeiträge, Semesterbeitrag, Geschenke, eine neue Brille. Teil sie durch zwölf und leg den Betrag jeden Monat zurück.

Wo kann ich sparen, ohne dass es wehtut?

Am meisten bringt ein Blick auf die Verträge. Ein Handytarif mit riesigem Datenvolumen lohnt sich selten, wenn du die meiste Zeit im WLAN bist. Ein neues Smartphone der Oberklasse kostet ein Vielfaches eines Mittelklassegeräts, das dieselben Alltagsaufgaben erledigt. Bei Abos hilft eine einfache Regel: nur so viele gleichzeitig, wie du wirklich nutzt, und alle anderen kündigen.

Als Azubi, Schülerin oder Student bekommst du an vielen Stellen Rabatt, etwa im Nahverkehr, im Museum, im Kino oder bei Software über die Hochschule. Frag einfach nach, ob es einen Schüler- oder Studierendenpreis gibt. Wer noch zu Hause wohnt, spart ohnehin viel. Viele Familien vereinbaren dann einen kleinen monatlichen Beitrag fürs Wohnen und Essen. Sprecht offen darüber, wie viel fair ist.

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Warum soll ich jetzt schon sparen?

Ein Polster schützt dich vor teuren Notlösungen. Geht der Laptop kaputt oder kommt eine Nachzahlung, musst du nicht dein Konto überziehen oder dir Geld leihen. Als erstes Ziel eignet sich ein Notgroschen, der ein bis zwei Monatsausgaben abdeckt. Danach kannst du auf konkrete Ziele sparen, etwa den Führerschein oder den Umzug in die erste Wohnung.

Plane dabei bewusst Geld für Spaß ein. Wer sich gar nichts gönnt, hält den Plan selten durch. Ein fester Betrag, über den du frei verfügen kannst, macht das Sparen erst durchhaltbar.

Was mache ich, wenn das Geld nicht reicht?

Zuerst prüfen, ob dir Unterstützung zusteht, die du noch nicht bekommst. Azubis, die nicht bei den Eltern wohnen können, haben unter Umständen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe. Studierende sollten BAföG auch dann beantragen, wenn sie unsicher sind. Welche Wege es noch gibt, steht unter Studium finanzieren.

Vorsicht bei Ratenkäufen und Angeboten wie „jetzt kaufen, später bezahlen“. Sie verschieben die Kosten nur in die nächsten Monate, und dort fehlt das Geld dann wieder. Wer merkt, dass die Rechnungen über den Kopf wachsen, kann sich kostenlos an eine Schuldnerberatung der Verbraucherzentrale oder einer Wohlfahrtsorganisation wenden. Je früher, desto leichter lässt sich etwas regeln.

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich von meinem Azubigehalt sparen?

Eine feste Regel gibt es nicht. Wichtiger als die Höhe ist, dass du jeden Monat automatisch einen Betrag zurücklegst, auch wenn er klein ist.

Muss ich meinen Eltern Kostgeld zahlen?

Eine gesetzliche Pflicht gibt es dafür nicht, aber viele Familien vereinbaren einen Beitrag, wenn Azubis zu Hause wohnen. Wie viel angemessen ist, hängt vom Einkommen und von der Familie ab.

Lohnt sich ein Haushaltsbuch auch, wenn ich wenig Geld habe?

Gerade dann. Bei kleinen Beträgen fällt jede unnötige Ausgabe stärker ins Gewicht, und das Haushaltsbuch zeigt sie dir.

Sind Kreditkarten für junge Leute sinnvoll?

Für Reisen oder Onlinekäufe kann eine Karte praktisch sein. Bei Karten, die erst später abbuchen oder in Raten zurückgezahlt werden, verlierst du aber leicht den Überblick, deshalb lieber eine Karte nutzen, die direkt vom Konto abbucht.

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