Eine Ausbildung verbindet Praxis mit einem anerkannten Abschluss und dauert je nach Beruf zwei bis dreieinhalb Jahre. Der Regelfall ist die duale Ausbildung: Du arbeitest im Betrieb, gehst an ein bis zwei Tagen pro Woche oder in mehrwöchigen Blöcken zur Berufsschule, und am Ende prüft die Kammer. Daneben gibt es die schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, das duale Studium und einige Sonderformen. Welche Form ein Beruf hat, entscheidet über Geld, Bewerbungsweg und Fristen. Genau das übersehen viele.
Beim Geld geraten die meisten ins Stocken. Duale Azubis werden ab dem ersten Monat bezahlt, in der schulischen Ausbildung gibt es meist keine Vergütung, teils kommt Schulgeld dazu, nur die Pflegeberufe sind eine Ausnahme. Beim Zeitplan ist es ähnlich: Große Unternehmen vergeben Plätze oft ein Jahr vor dem Start, kleine Betriebe entscheiden häufig erst im Frühjahr, und viele schreiben gar nicht aus. Wer erst im Sommer sucht, sucht im Rest. Aufgeben musst du trotzdem nicht, denn Plätze werden bis in den Herbst hinein frei.
Wenn es losgeht, hilft Vorbereitung mehr als Talent: den Weg einmal abfahren, Unterlagen bereitlegen, den Vertrag vor der Unterschrift lesen. Die Probezeit dauert mindestens einen und höchstens vier Monate, in dieser Zeit kann jede Seite ohne Frist und ohne Begründung kündigen. Danach zählt, was im Vertrag steht und was der Betrieb dir beibringen muss. Zweifelst du irgendwann, ist ein Abbruch selten der erste Schritt, oft liegt es am Betrieb und nicht am Beruf. Die Artikel folgen diesem Weg von der Wahl der Form über die Suche bis in den Alltag.