Berufsprofil · Handwerk und Gestaltung
Glas- und Porzellanmaler/in
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, wie man Aufrisse, Pausen und Bleirisse anfertigt.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Glas- und Porzellanmaler/in?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie man Schriften auf Glas oder Porzellan zeichnet, malt und schreibt
- Wie man Aufrisse, Pausen und Bleirisse anfertigt
- Wie man Werkzeuge, Geräte und Brennöfen korrekt bedient, pflegt und instand hält
- Wie Werkstücke aus Glas, Porzellan, Ton oder Feinkeramik fachgerecht gelagert, verpackt und befördert werden
- Welche Arten von Werk- und Hilfsstoffen es gibt, welche Eigenschaften sie haben, wie man sie verwendet und verarbeitet
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- In Werkstätten
- Ateliers und Werkhallen bei Hitze
- Dämpfen von Farben und Lacken sowie Glasstaub
Mehr zum Alltag
Mithilfe verschiedener Techniken gestaltest du Glas oder Porzellan. Um Trinkgläser, Geschirr oder Figuren aus Porzellan zu verschönern, brauchst du zeichnerisches Talent und Einfühlungsvermögen. Nachdem du Muster oder Motive entworfen hast, malst du diese auf oder brennst sie ein. Zum Malen verwendest du Keramfarben oder Edelmetallzubereitungen.
Da für deine Arbeit teilweise Lösungsmittel und andere Chemikalien verwendet werden, musst du dich an deren Dämpfe und scharfe Gerüche gewöhnen. Ein weiterer Bereich, der zu deinen Aufgaben gehört, ist das Restaurieren. In der Flachglasmalerei restaurierst du historische Glasmalereien oder rekonstruierst alte Glasbilder. Beispielsweise arbeitest du an Kirchenfenstern. Hierbei überträgst du zunächst deine Entwürfe auf einen Schablonenkarton (Aufriss) und teilst sie in einzelne Bildbestandteile ein. Heutzutage werden Entwürfe in Grafikprogrammen am Computer entwickelt. Nachdem du die Farbe aufgetragen hast, setzt du die einzelnen Gläser zusammen und verlötest die Schnittstellen. Am Ende überprüfst du, ob du das optimale Farbergebnis erzielt hast.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- eine ruhige Hand und Geduld hast.
- gestalterisch und sehr genau arbeitest.
- Freude an einem seltenen Handwerk hast.
Schwierig, wenn du …
- einen breiten Arbeitsmarkt brauchst.
- kleinteilige Arbeit vermeiden willst.
- schnelle Ergebnisse erwartest.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Sorgfaltz. B. beim Arbeiten mit leicht zerbrechlichen Materialien sowie bei Qualitätskontrollen
- Kreativität und Sinn für Ästhetikz. B. beim Entwerfen von Dekoren sowie beim Umsetzen der Entwürfe
- Wichtige Schulfächer
-
- Kunst, um Motive auf Glas und Porzellan zu restaurieren
- Mathematik, um die Mischungsverhältnisse der Materialien korrekt zu berechnen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Glas- und Porzellanmaler/in?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
- mind. 977 € 3. Jahr
Mehr zum Gehalt
Die Ausbildungsvergütung im Glaserhandwerk sieht monatlich folgendermaßen aus.
Wie läuft die Ausbildung als Glas- und Porzellanmaler/in ab?
Die duale Berufsausbildung ist geregelt nach der Handwerksordnung (HwO). Während der dreijährigen Ausbildung lernst du sowohl in der Berufsschule als auch in einem Betrieb. Ausbildungsbetriebe sind Betriebe, die Glas und Porzellan herstellen, bzw. Handwerksbetriebe, in denen Flachglas veredelt und verarbeitet wird. Schon während der Ausbildung arbeitest du an vielfältigen Aufgaben und lernst dich an Dauerbeleuchtung sowie den Geruch von Lösungsmitteln zu gewöhnen.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Glas- und Porzellanmaler/in?
Es gibt viele Angebote für Anpassungsweiterbildungen, darunter Malerei und Grafik, spezielle Druckverfahren oder Qualitätssicherung. Es besteht auch die Möglichkeit eine Ausstiegsweiterbildung zum Glas- und Porzellanmalermeister oder zum Keramikgestalter zu machen. Wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung besitzt kannst du außerdem auch ein Bachelorstudium in Produkt- und Industriedesign absolvieren.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Glas- und Porzellanmaler/in?
Nach der Ausbildung kannst du in handwerklichen Betrieben, die Glas und Porzellan herstellen und veredeln arbeiten. Dazu gehören Glasmanufakturen und -bläsereien oder Porzellanmanufakturen. Aber auch Töpfereien, keramische Werkstätten sowie Hersteller von Weihnachtsschmuck oder Spielwaren können Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.
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Alle BerufeHäufige Fragen zum Beruf Glas- und Porzellanmaler/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Glas- und Porzellanmaler/in?
Die Ausbildung als Glas- und Porzellanmaler/in dauert 3 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Glas- und Porzellanmaler/in?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Für wen ist der Beruf Glas- und Porzellanmaler/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du eine ruhige Hand und Geduld hast; gestalterisch und sehr genau arbeitest; Freude an einem seltenen Handwerk hast.
Wann passt der Beruf Glas- und Porzellanmaler/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du einen breiten Arbeitsmarkt brauchst; kleinteilige Arbeit vermeiden willst; schnelle Ergebnisse erwartest.
Welche Schulfächer sind für Glas- und Porzellanmaler/in wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Kunst, um Motive auf Glas und Porzellan zu restaurieren; Mathematik, um die Mischungsverhältnisse der Materialien korrekt zu berechnen.
Ist Glas- und Porzellanmaler/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Glas- und Porzellanmaler/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.