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Musikinstrumentenbauer/in

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Musikinstrumentenbauer/in

Arbeitsalltag

Wenn die Sonne untergeht, die Balkontür geöffnet und die Flasche Wein geköpft wurde, dann fehlt eigentlich nur noch die perfekte Klaviermusik, damit der Abend unvergesslich wird. Auch wenn man kein Instrument beherrscht, geschweige denn eines in der Wohnung steht, ist der Laptop nicht weit. Schnell Beethoven, Bach oder Schubert eingegeben und schon vernehmen wir die wohltuenden Klänge dieser Genies. Doch was wären alle die Komponisten ohne findige Instrumentenbauer, die die faszinierenden Instrumente herstellen? Sie sind die Schnittstelle zwischen Handwerk und Virtuosität. Bis ein Instrument aber überhaupt entstehen kann, ist es ein weiter Weg. Wie ihr euch denken könnt, besteht es aus mehreren hundert Einzelteilen, die alle ihre Funktion haben. Die Kombination aus Handwerk und Musik ist nicht der einzige Vorteil, den dieser Job mit sich bringt. Auch die Tatsache, einen Beruf auszuüben, auf den man nicht allzu häufig trifft, ist ebenfalls besonders spannend. Instrumentenbauer kennen sich hervorragend mit einzelnen Materialien aus und wissen alles über die Beschaffenheit der Instrumente. Natürlich können sie zudem Saiten aufziehen, Resonanzböden produzieren sowie die vielen kleinen Hämmerchen am Klavier einsetzen. Auch ein gutes Gehör ist wesentlicher Bestandteil dieser Branche. So müssen die Instrumente gestimmt werden. Besonders wichtig ist außerdem das Reparieren, Warten und Prüfen. Einige spezialisieren sich später auf Restaurations- und Reparationsarbeiten, da diese Sparte besondere Fertigkeiten voraussetzt. Unterschätzen sollte man aber auch nicht den Kundenkontakt. Dabei kommt es in erster Linie darauf an, die Bedürfnisse zu analysieren. Häufig haben Kunden spezielle Wünsche, die es zu verwirklichen gilt. Dabei übernehmen Instrumentenbauer nicht selten eine beratende Funktion. Da es nicht gerade günstig ist, ein gutes Instrument zu erwerben, muss ein Kauf gut überdacht sein. Somit sind die Berater gleichfalls der Bezugspunkt für Interessierte.
Hört sich doch eigentlich gar nicht so verkehrt an, oder? Doch wie sieht es eigentlich mit der Bezahlung und den Berufsperspektiven aus?

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Ausbildung

Eine Ausbildung zum Instrumentenbauer dauert in der Regel 3 Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass du bereits ab dem ersten Arbeitstag praktische Erfahrungen im Betrieb sammelst und blockweise die Berufsschule besuchst. Vorausgesetzt wird meistens mindestens die mittlere Reife, also der Realschulabschluss. Auch körperliche Fitness und Durchhaltevermögen stehen im Vordergrund, da es mitunter bis zu einem Jahr dauern kann, ehe ein Instrument fertig gestellt ist. Während der Ausbildungszeit verdienst du im:


1. Ausbildungsjahr: ca. 400€ bis 450€
2. Ausbildungsjahr: ca. 450€ bis 490€
3. Ausbildungsjahr: ca. 500€ bis 540€

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Gehalt

Wie hoch das Gehalt später ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören Art der Anstellung, Betriebsgröße, Berufserfahrung und Arbeitsstandort. Das Einstiegsgehalt eines Instrumentenbauers kann sehr verschieden ausfallen. Wird im Handwerk anfangs nicht selten nur der Mindestlohn gezahlt, kann man in der Industrie bis zu 2.800€ brutto im Monat verdienen. Natürlich bestätigen Ausnahmen wie immer die Regel. Wer unabhängig von der Höhe des Gehalts auf der Karriereleiter vorankommen möchte, sollte an Weiterbildungen teilnehmen.

Weiterbildung

Die meisten werden irgendwann eine Weiterbildung zum Meister anstreben, mit der man später mehr Verantwortung übernimmt und Führungsaufgaben ausführt. Die Lehrgänge während der Ausbildung zum Meister kosten eine Menge Geld. Daher solltest du schon früh etwas beiseite legen. Auch eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker mit zum Beispiel der Fachrichtung Holztechnik könnte eines Tages in Frage kommen. Anschließend bist du in Holzverarbeitungsbetrieben angestellt und übernimmst dort die Planung sowie Steuerung der Arbeitsabläufe. Zu guter Letzt hast du noch die Möglichkeit, ein Studium des Musikinstrumentenbaus aufzunehmen, welches 6 bis 8 Semester in Anspruch nimmt.

Perspektive

Es ist alles andere als einfach, einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Man könnte meinen, dass es nicht allzu viele Bewerber gibt, aber die Wenigen bewerben sich an einer der raren Ausbildungsstätten, die manchmal nur 30 neue Azubis aufnehmen. Daher solltest du dir schnell darüber im Klaren sein, was du möchtest. Nach der Ausbildung findest du Arbeit im Handwerk und in der Industrie. Mit entsprechenden Weiterbildungen hast du es auf dem Arbeitsmarkt leichter, eine Anstellung zu finden.
Na, immer noch neugierig? Dann bewirb dich noch heute für eine Ausbildung zum Instrumentenbauer.

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