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Pferdewirt/in

Info
Dauer: 3 Jahre
Gehalt während der Ausbildung
1. Ausbildungsjahr: ca. 500€ bis 600€
2. Ausbildungsjahr: ca. 550€ bis 660€
3. Ausbildungsjahr: ca. 650€ bis 750€
Gut zu wissen:
Mit einer abgeschlossenen Meisterprüfung kannst du dich auch selbstständig machen. Dabei ist eine eigene Pferdezucht oder Freizeiteinrichtung mit Pferden denkbar.

Pferdewirt/in

Arbeitsalltag

„Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück der Erde.“ Bereits der Schriftsteller Friedrich von Bodenstedt beschrieb die Leidenschaft rund ums Reiten passend. Waren Pferde bis zur Motorisierung der Gesellschaft noch das gängigste Fortbewegungsmittel, sind sie heute vielmehr ein schöner Zeitvertreib oder ein zeitintensives Hobby. Lacht draußen die Sonne, dann machen sich viele auf den Weg und satteln ihre Vierbeiner, um dieses vom Schriftsteller beschriebenes Glück hautnah erleben zu können. Die Pferde-Passion muss aber nicht ein Leben lang nur ein Hobby bleiben.
Der Arbeitsalltag des Pferdewirten beginnt schon in der Früh. Der Tagesrhythmus richtet sich nach den Bedürfnissen des Tieres. Einen normalen Job, der von 9 bis 17 Uhr dauert, kann man nicht mit dem des Pferdewirten vergleichen. Auch am Wochenende ist man unterwegs und reitet auf Schauen oder ist in der Zucht und Haltung tätig. Es gibt 5 verschiedene Fachrichtungen, auf die sich Pferdewirte konzentrieren können. Der Fokus wird bereits in der Ausbildung gelegt. Je nach Vorliebe kommen die Bereiche Klassische Reitausbildung, Pferdezucht, Pferdehaltung und Service, Pferderennen und Spezialreitwesen in Frage. Natürlich sind die Wirte aber auch Allrounder, da sich die einzelnen Gebiete gegenseitig beeinflussen und nicht trennscharf sind. Im Mittelpunkt steht jederzeit das Tier. Pferdewirte sind Experten, wenn es um die verschiedenen Futtersorten geht. Sie gewährleisten ihrem Schützling stets beste Gesundheit. Flexibilität spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Körperliche Fitness, Ehrgeiz und Fürsorge gehören zum täglichen Brot. Hinzu kommt die Bereitschaft, auch abseits der normalen Arbeitszeiten für das Pferd zur Verfügung zu stehen.
Da das alles für dich aber kein Problem ist, weil die Aufgaben eine Selbstverständlichkeit sind und keine Arbeit darstellen, solltest du dich noch heute für eine Ausbildung zum Pferdewirt bewerben.

Noch nicht sicher, was du in Zukunft machen willst?

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Ausbildung

Eine Ausbildung dauert 3 Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass du bereits ab dem ersten Tag Erfahrungen im Betrieb sammelst und nebenbei in der Berufsschule die Theorie paukst. Mögliche Arbeitgeber sind Gestüte, Deckstationen, Reitschulen, Pferdepensionen und landwirtschaftliche Betriebe. In den ersten beiden Ausbildungsjahren sind die Lehrinhalte identisch. Erst ab dem 3. Jahr musst du dich entscheiden, welche der erwähnten Fachrichtungen dir am meisten zusagt. Welchen Schulabschluss du vorlegen kannst, spielt gar keine allzu große Rolle. Unter den Auszubildenden sind Haupt- und Realschüler sowie Abiturienten. Viel wichtiger sind bereits vorab erworbene Kenntnisse im Bereich Reitsport. Zudem solltest du Spring- und Dressurübungen der Klasse A absolvieren können. Dienlich ist außerdem noch ein Reitabzeichen. Während der Ausbildung verdienst du im:


1. Ausbildungsjahr: ca. 500€ bis 600€
2. Ausbildungsjahr: ca. 550€ bis 660€
3. Ausbildungsjahr: ca. 650€ bis 750€

Gehalt

Wie hoch das Gehalt nach der abgeschlossenen Ausbildung ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise Betriebsgröße, Berufserfahrung, Spezialgebiet und Arbeitsstandort. Einsteiger können mit einem monatlichen Bruttogehalt zwischen 1.400€ und 2.000€ rechnen. Nicht selten fallen Überstunden an, die deine Haushaltskasse am Ende des Monats natürlich noch aufbessern. Auf jeden Fall steht dir laut Gesetz der Mindestlohn zu.

Weiterbildung

Nach der Ausbildung hast du aber noch nicht ausgelernt. Wer noch mehr übers Tier erfahren und seinen Horizont erweitern möchte, der sollte sich zum Pferdewirtschaftsmeister ausbilden lassen. Mit dieser Qualifikation können Azubis angeleitet und ein eigener Reit- oder Zuchtbetrieb gegründet werden. Anschließend kann noch eine Fortbildung zum Diplom-Trainer im Bereich Reiten aufgenommen werden. Seit Kurzem wird auch der Studiengang Pferdewissenschaften in Deutschland angeboten. Mit dem Abitur oder einer abgeschlossenen Qualifikation als Pferdewirtschaftsmeister kannst du diese Fachrichtung studieren.

Perspektive

Die Quellen geben keine klaren Aussagen über die Perspektiven in dieser Branche. Einige sprechen von sehr guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt, andere wiederum beschreiben hohe Arbeitslosenquoten. Viele müssen nach der Ausbildung umschulen. Um dich aber nicht zu verunsichern, hilft vielleicht auch ein Gespräch mit Personen, die in diesem Bereich tätig sind. Und mal Hand aufs Herz – solltest du deine Pferdeleidenschaft zum Beruf machen wollen, dann lass dich davon nicht abhalten.

Wusstest du schon...
Dass 1952 ein Vorläuferberuf anerkannt wurde? Es war der des Jockeys!
Dass man als Pferdewirt nicht nur im Stall arbeitet? Auch organisatorisches muss geregelt werden und Außeneinsätze stehen auch auf der to-do-Liste.
Dass du während der Ausbildung, wie im Agrarbereich üblich, auf dem Ausbildungsbetrieb, d.h. dem Hof, wohnst? Das spart Zeit, um zu den oft abgelegenen Ausbildungshöfen zu kommen.

Solltest du (nicht) werden, wenn:

  • Du bereitwillig Säuberung und Pflege der Tiere und Ställe übernimmst.
  • Dir eine Anpassung an die Zeiten der Tiere keine Schwierigkeiten bereiten.
  • Du ein Auge für die Befindlichkeiten von Pferden hast, um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen.
  • Du kein Talent für den Umgang mit Pferdebesitzern und Reitschülern hast.
  • Du zu Allergien neigst.
  • Dir die Verantwortung für so viele Tiere Sorgen bereitet.

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