Berufsprofil · Chemie und Labor
Biologielaborant/in
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, wie man Messdaten erfasst, auswertet und verarbeitet.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3,5 Jahre
- Vergütung
- Ø 1.275 €im Monat, Tarif 2025
Kurz gesagt
Biologielaborant/in: Duale Ausbildung in der Industrie. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die tarifliche Vergütung lag 2025 im Schnitt bei 1.275 € im Monat, im ersten Ausbildungsjahr bei 1.202 €. Im Jahr 2024 begannen in Deutschland 462 Menschen diese Ausbildung.
Vergütung: BIBB, Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025. Neuverträge: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit.
Was macht man als Biologielaborant/in?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie man Messdaten erfasst, auswertet und verarbeitet
- Wie man Proben (z.B. Körperflüssigkeiten, Gewebe) nach versuchstierkundlichen Empfehlungen entnimmt und aufbereitet und welche Analyseverfahren es gibt
- Wie man z.B. mikrobiologische , biotechnologische und zellkulturtechnische Arbeiten durchführt
- Wie man mit Arbeitsmitteln und -geräten umgeht, sie pflegt und wartet
- Wie man physikalische Größen misst, Stoffkonstanten bestimmt und fotometrische Bestimmungen durchführt
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Labor
- Z.T. Schichtarbeit
- Z.T. Nachtarbeit
Mehr zum Alltag
Biologielaboranten arbeiten tagtäglich hinter dem Mikroskop mit Pipetten und Reagenzgläsern. Zu den Hauptaufgaben gehören zum Beispiel, medizinische Produkte zu verbessern, komplett neue Heilerzeugnisse zu entwickeln und diese auch in Testreihen auszuprobieren. In der Regel wird im Labor gearbeitet. Nur selten wird der Arbeitsplatz verlassen, um beispielsweise Proben im Freien zu sammeln. Wichtig im Berufsalltag ist auch das Erforschen von neuen Wirkstoffen.
Dabei muss ermittelt werden, wie bestimmte Bestandteile auf einen tierischen bzw. menschlichen Organismus wirken. Höchste Priorität hat dabei exaktes Arbeiten. Jede Beobachtung muss penibel analysiert und dokumentiert werden. Ob in der Molekularbiologie, der Gentechnik oder im Pflanzenschutz – so vielfältig die Einsatzbereiche sind, so vielseitig muss auch das Interesse an der Biologie im Allgemeinen sein. Nicht selten ist auch Teamwork gefragt, da Versuche im Kollektiv abgesprochen und genauestens strukturiert werden müssen. Wer in dieser Branche tätig ist, trägt ein hohes Maß an Verantwortung. Denn nicht selten müssen auch Tierversuche durchgeführt werden.
So ist nach wie vor leider die Vorgehensweise, wenn ein neues Produkt getestet werden muss. Hinzu kommt ein ausgeprägtes technisch-physikalisches Verständnis, da mitunter hochmoderne Geräte für die Forschung verwendet werden. Als Biologielaborant gleicht kein Tag dem anderen. Wer auf der Suche nach einem spannenden Job ist, ist hier auf jeden Fall bestens aufgehoben.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- von biologischen Prozessen, der Forschung und dem Verständnis von Lebensformen auf zellulärer Ebene fasziniert bist.
- in der Lage bist, sorgfältig und akribisch mit Labormaterialien und -geräten umzugehen.
- Neugier und Entdeckungsfreude besitzt.
Schwierig, wenn du …
- dich vor wiederholenden Aufgaben scheust.
- dich nicht für kontinuierliches Lernen interessierst.
- wenig Geduld für Experimente und sorgfältige Dokumentation besitzt.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Deine Interessen
Schwerpunkt dieses Berufs
Warum das passt
Das zeigt Interessen, keine Eignung. Betriebe und Alltag unterscheiden sich.
Das gehört dazu
Laut Berufsinformation gehört im Alltag als Biologielaborant/in unter anderem dazu:
- Mit den Händen und mit Technik arbeiten
- Werkstatt, Halle oder Labor
- Schicht, Nacht, Wochenende oder Bereitschaft
- Sehr genaues, sorgfältiges Arbeiten
Wörtlich aus der Berufsinformation
- Mit den Händen und mit Technik arbeiten:Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Abmessen, Ab- und Umfüllen chemischer Substanzen)
- Werkstatt, Halle oder Labor:Labor (künstliche Beleuchtung)
- Schicht, Nacht, Wochenende oder Bereitschaft:z.T. Schichtarbeit
- Sehr genaues, sorgfältiges Arbeiten:Sorgfalt (z.B. beim Herstellen von Präparaten und Nährmedien)
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET.
Passt der Alltag zu dir?
Sag bei jedem Punkt, wie es für dich wäre. Das bleibt auf deinem Gerät.
0 von 4 Punkten passen
Das ist keine Entscheidung, sondern ein Gesprächsanfang: Frag in einem Praktikum oder in der Berufsberatung, wie diese Punkte im Alltag aussehen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Sorgfaltz. B. beim Herstellen von Präparaten und Nährmedien
- Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögenz. B. beim Überwachen langwieriger Versuchsreihen
- Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordinationz. B. beim Abmessen, Ab- und Umfüllen chemischer Substanzen
- Technisches Verständnisz. B. beim Warten der Laborgeräte und -einrichtungen
- Wichtige Schulfächer
-
- Biologie, um Blutbestandteile untersuchen und zuordnen zu können
- Chemie, um Reaktionen von Stoffen zu verstehen
- Physik, um Analyseverfahren anzuwenden
- Mathematik, um prozentuale Zusammensetzungen zu berechnen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Biologielaborant/in?
Ausbildungsvergütung je Jahr
Brutto im Monat, laut Tarifverträgen. Im Schnitt 1.275 € über die ganze Ausbildung.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025.
- 1.202 € 1. Jahr
- 1.270 € 2. Jahr
- 1.323 € 3. Jahr
- 1.407 € 4. Jahr
Ist das viel oder wenig?
Diese Ausbildung zahlt 66 € mehr als der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe.
- Biologielaborant/in 1.275 €
- Durchschnitt aller Ausbildungen 1.209 €
- Gesetzliche Untergrenze, 1. Jahr 724 €
Platz 5 von 8 in Chemie und Labor
- 3. Physiklaborant/in 1.290 €
- 4. Chemielaborant/in 1.279 €
- 5. Biologielaborant/in 1.275 €
- 6. Werkstoffprüfer/in 1.269 €
- 7. Produktionsfachkraft Chemie 1.211 €
- 8. Kunststoff- und Kautschuktechnologe/-technologin 1.205 €
Schnitt über die ganze Ausbildung, brutto im Monat, Tarifwerte 2025. Alle Ausbildungsberufe im Vergleich
Mehr zum Gehalt
Wie hoch dein Gehalt später ausfällt, hängt auch von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören Berufserfahrung, Art der Anstellung, Arbeitsstandort und Unternehmensgröße. Nach ein paar Jahren im Job steigt der Verdienst kontinuierlich an. Wem das nicht genügt, der sollte an Weiterbildungen teilnehmen.
Von 100 Azubis lösen 9,9 den Vertrag vor dem Ende
9,9 % bei diesem Beruf
Das liegt unter dem Durchschnitt aller Ausbildungsberufe (29,7 %).
Das ist keine Aussage darüber, wie zufrieden Azubis sind. Ein gelöster Vertrag heißt oft nicht Abbruch: Viele wechseln den Betrieb oder den Beruf und machen weiter. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2026, Tabelle A5.6-5 und A5.6-3 (Vertragslösungsquote LQneu, Schichtenmodell, Berichtsjahr 2024). Anteil der begonnenen Verträge, die vorzeitig gelöst wurden, berechnet aus den Daten der Berichtsjahre 2021 bis 2024. BIBB-Datenreport 2026.
Wie läuft die Ausbildung als Biologielaborant/in ab?
Eine Ausbildung zum Biologielaboranten findet dual statt und dauert 3,5 Jahre. Das bedeutet, dass du bereits ab dem ersten Arbeitstag praktische Erfahrungen im Betrieb sammelst und nebenbei die Berufsschule besuchst. Unter Umständen kann die Dauer der Lehre auch verkürzt werden. Grundvoraussetzung ist der mittlere Schulabschluss. Die meisten Bewerber können allerdings das Fachabitur vorweisen. Vor allem auf gute bis sehr gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern wird viel Wert gelegt.
Gut zu wissen: Dieser Beruf spielt eine entscheidende Rolle in der Forschung und Analyse von biologischen Proben, indem er Fachkenntnisse in der Handhabung von Laborgeräten, Durchführung von Experimenten und Interpretation von Ergebnissen vermittelt.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie verbreitet ist der Beruf?
462 neue Azubis im Jahr 2024
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Biologielaborant/in?
Nach 3 Jahren im Job hast du die Möglichkeit, die Prüfung zum Labor- und Biotechniker abzulegen. Damit übernimmst du wesentlich mehr Verantwortung und bist für die Versuchsabläufe zuständig. Natürlich kommt auch noch ein Biologie-Studium in Frage. Nach 6 bis 8 Semestern schließt du dieses mit dem Bachelor-Grad ab. Anschließend kann noch ein Master-Studium angehängt oder promoviert werden.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Biologielaborant/in?
Als ausgebildeter Biologielaborant sollte es dir relativ leicht fallen, eine Festanstellung zu ergattern. Sehr gute Berufsperspektiven warten auf dich, da du vielseitig einsetzbar bist.
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In der Gesundheitsbranche sind viele Stellen jedes Jahr unbesetzt. Auch der Aufstieg innerhalb des Unternehmens ist möglich. Einzige Bedingung ist das kontinuierliche Weiterbilden in Bezug auf technischen Fortschritt. Nur so steht einer erfolgreichen Karriere nichts im Weg. Auch der finanzielle Aspekt spricht für den Beruf des Biologielaboranten.
Das kannst du dir auch ansehen
- Chemielaborant/in
3,5 JahreØ 1.279 €
- Milchwirtschaftliche/r Laborant/in
3 JahreØ 1.403 €+ 128 €
- Pflanzentechnologe/-technologin
3 Jahre
Zuordnung: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET. Zahlen: BIBB, tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, Durchschnitt über die ganze Ausbildung, pro Monat. Der Betrag zeigt den Unterschied zu Biologielaborant/in.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Beruf Biologielaborant/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Biologielaborant/in?
Die Ausbildung als Biologielaborant/in dauert 3,5 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Biologielaborant/in?
Die Ausbildungsvergütung liegt zwischen 1.202 € im ersten und 1.407 € im letzten Ausbildungsjahr, jeweils brutto pro Monat. Im Schnitt über die ganze Ausbildung sind es 1.275 €. Diese Ausbildung zahlt 66 € mehr als der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe.
Für wen ist der Beruf Biologielaborant/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du von biologischen Prozessen, der Forschung und dem Verständnis von Lebensformen auf zellulärer Ebene fasziniert bist; in der Lage bist, sorgfältig und akribisch mit Labormaterialien und -geräten umzugehen; Neugier und Entdeckungsfreude besitzt.
Wann passt der Beruf Biologielaborant/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du dich vor wiederholenden Aufgaben scheust; dich nicht für kontinuierliches Lernen interessierst; wenig Geduld für Experimente und sorgfältige Dokumentation besitzt.
Welche Schulfächer sind für Biologielaborant/in wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Biologie, um Blutbestandteile untersuchen und zuordnen zu können; Chemie, um Reaktionen von Stoffen zu verstehen; Physik, um Analyseverfahren anzuwenden; Mathematik, um prozentuale Zusammensetzungen zu berechnen.
Ist Biologielaborant/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Biologielaborant/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Ausbildungsvergütung: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025. Anfängerzahlen: BERUFENET, 2024. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.