- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Industriekeramiker?
Die Arbeit eines Industriekeramikers kann robust und handwerklich geprägt sein, in manchen Bereichen sind aber Fingerspitzengefühl und Sorgfalt gefragt. Industriekeramiker stellen Keramik her und wissen, welche einzelnen Schritte dafür benötigt werden.
Mehr zum Alltag
Außerdem sind sie für die Produktion im Allgemeinen verantwortlich und kennen sich bestens mit diversen Arbeitsgeräten und -maschinen aus. Der Beruf lässt sich in vier Fachbereiche einteilen. Spezialisieren kann man sich auf die Gebiete Verfahrens-, Modell-, Anlage- oder Dekorationstechnik. Im Bereich der Anlagetechnik sind Industriekeramiker für sämtliche Maschinen und Geräte zuständig. Sie müssen einwandfrei funktionieren und den stetigen Produktionsprozess garantieren. Zudem müssen in diesem Segment verschiedene Berechnungen durchgeführt werden, damit das Endergebnis auch überzeugt. Des Weiteren müssen Maschinen gewartet und kontrolliert werden.
Treten doch mal Fehler auf, dann bist du sofort vor Ort und kümmerst dich darum. Industriekeramiker mit der Fachrichtung Dekorationstechnik sind für feinfühligere Aufgaben verantwortlich. In erster Linie bringen sie Farben an und kennen sich hervorragend in den unterschiedlichen Methoden des Auftragens aus. Außerdem sind sie Experten, wenn es um Brennvorgänge geht. Im Bereich der Modelltechnik sind Industriekeramiker für das Fertigen und Formen von Keramikprodukten zuständig. Obwohl vieles von Maschinen erledigt wird, muss vorab immer ein Modell entworfen werden, das als Prototyp dient.
An dieser Stelle werden auch andere Materialien wie Kunststoff, Gips oder Metall verwendet. Zu guter Letzt bleibt noch das Fachgebiet der Verfahrenstechnik, in dem die Theorie im Vordergrund steht und vor allem Skizzen angefertigt werden. Wenn du dich diesen Herausforderungen gewachsen siehst, dann solltest du dich intensiver mit einer Ausbildung zum Industriekeramiker beschäftigen.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- technisches Interesse besitzt.
- handwerklich geschickt bist.
- ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein besitzt.
Schwierig, wenn du …
- Schwierigkeiten mit komplexer Maschinerie hast.
- nach einem Beruf suchst, der wenig physische Arbeit erfordert.
- allergisch auf Staub reagierst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Wie viel verdient man als Industriekeramiker?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
- mind. 977 € 3. Jahr
Mehr zum Gehalt
Wie hoch das Gehalt später ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise Art der Anstellung, Betriebsgröße, Berufserfahrung und Arbeitsstandort. Im Laufe der Zeit und mit zunehmender Berufserfahrung steigt auch das Einkommen kontinuierlich. Wem das nicht genügt, der sollte an Weiterbildungen teilnehmen.
Wie läuft die Ausbildung als Industriekeramiker ab?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass du ab dem ersten Arbeitstag praktische Erfahrungen im Betrieb sammelst und blockweise die Berufsschule besuchst. Bereits vorab musst du dich für eines der 4 Fachgebiete entscheiden. In Frage kommen Verfahrenstechnik, Modelltechnik, Anlagetechnik und Dekorationstechnik. Vorausgesetzt wird der Hauptschulabschluss.
Gut zu wissen: In der Ausbildung lernst du komplexe Maschinen und Anlagen zu bedienen und entwickelst ein tiefes Verständnis für die Prozesskontrolle und Qualitätssicherung.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Industriekeramiker?
Nach der Ausbildung hast du noch lange nicht ausgelernt. Vorausgesetzt, du bist bereit dazu. Mit einem Industriemeister in Keramik übernimmst du mehr Verantwortung innerhalb des Unternehmens und kannst Azubis anlernen.
Weiterlesen
Als Techniker im Bereich Keramiktechnik bist du Experte, wenn es um kaufmännische Angelegenheiten geht und bist zudem für den Betriebsablauf zuständig. Auch ein Studium könnte eines Tages interessant für dich sein. Anbieten würden sich die Studiengänge Maschinenbau und Verfahrenstechnik.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Industriekeramiker?
Auf dem Arbeitsmarkt stehen deine Chancen gut. Vor allem größere Firmen suchen dringend nach gut ausgebildetem Personal. Im Idealfall hast du bereits an Weiterbildungen teilgenommen und kannst somit direkt in höheren Positionen durchstarten. Nicht zuletzt die zahlreichen Aufstiegsmöglichkeiten und der gute Verdienst machen diesen Job besonders attraktiv.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Beruf Industriekeramiker
Wie lange dauert die Ausbildung als Industriekeramiker?
Die Ausbildung als Industriekeramiker dauert 3 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Industriekeramiker?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Für wen ist der Beruf Industriekeramiker geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du technisches Interesse besitzt; handwerklich geschickt bist; ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein besitzt.
Wann passt der Beruf Industriekeramiker eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du Schwierigkeiten mit komplexer Maschinerie hast; nach einem Beruf suchst, der wenig physische Arbeit erfordert; allergisch auf Staub reagierst.
Ist Industriekeramiker eine Ausbildung oder ein Studium?
Industriekeramiker ist ein Ausbildungsberuf.
Quellen: Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.