Berufsprofil · Ernährung und Gastronomie
Konditor/in
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel, worauf man bei der Herstellung von Füllungen achten sollte.
- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- Ø 1.214 €im Monat, Tarif 2025
Was macht man als Konditor/in?
In der Ausbildung lernst du zum Beispiel:
- Wie Biskuit- und Baisermassen angeschlagen werden und wie man Brandmassen abröstet
- Was bei der Herstellung von Blätter-, Mürbe-, Hefe- und Plunderteigen zu beachten ist
- Worauf man bei der Herstellung von Füllungen achten sollte
- Welche Teigarten sich für Salz-, Käse- und Partygebäck eignen
- Wie man mit Kundenerwartungen umgehen kann
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wo und wann du arbeitest
- Hitze in der Backstube
- Kälte im Kühlraum
- Mehlstaub
- Arbeitsbeginn i.d.R. früh am Morgen
Konditor/in – Einblicke
3 BilderMehr zum Alltag
Konditoren stellen Kuchen, Torten, Plätzchen und sämtliche anderen Feingebäcke her. Dabei befolgen sie die vorgegebenen Rezepturen und arbeiten im Auftrag des Kunden. Deshalb sprechen sie auch mit den Auftraggebern. Konditoren bedienen verschiedene Geräte, die den Arbeitsalltag unterstützen und vereinfachen. Großbestellungen müssen oft pünktlich geliefert werden. Besonders wichtig ist für diesen Beruf Kreativität und ein hohes Maß an Hygiene. Feingebäcke sollen in erster Linie schmecken, aber auch gut aussehen.
Tagtäglich müssen Feinbäcker also Fingerspitzengefühl beweisen und feinste Arrangements kreieren. Konditoren verfügen über ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen. Nur so können sie eindrucksvoll mit Schokolade, Zuckerguss und Co. dekorieren. Der Arbeitsalltag besteht aus Schichtarbeit und Wochenenddienst. Vor allem an Feiertagen kann es recht stressig und die Auftragslage überwältigend werden. Daher müssen Feinbäcker auch unter Druck geduldig und mit viel Feingefühl arbeiten können.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- handwerklich geschickt bist und ein gutes Fingerspitzengefühl hast.
- auch gerne mal kreativ arbeiten möchtest.
- auf Sauberkeit und Hygiene sehr viel Wert legst.
- Lärm in der Backstube in Kauf nimmst.
- eine große Bereitschaft zur Teamarbeit hast.
- sorgfältig und zielstrebig auf ein Ziel hinarbeitest.
Schwierig, wenn du …
- keine Lust hast, Süßwaren zu kreieren oder zu verzieren.
- nicht mit großen Maschinen arbeiten möchtest.
- keinen Spaß am Backen hast.
- auf keinen Fall in Lärm und Schmutz arbeiten möchtest.
- kein Frühaufsteher/-in bist.
- am liebsten am Computer arbeitest.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Was du mitbringen solltest
- Rechtlich nötig
-
Für anerkannte Ausbildungsberufe schreibt das Gesetz keinen bestimmten Schulabschluss vor. Betriebe wählen selbst aus.
- Was Betriebe erwarten
-
- Geschicklichkeit und Sinn für Ästhetikz. B. beim Dekorieren von Torten
- Kreativitätz. B. beim Entwerfen von Dekorationen
- Verantwortungsbewusstseinz. B. beim Einhalten lebensmittelrechtlicher Vorschriften
- Gute körperliche Konstitutionz. B. beim Heben von schweren Backblechen
- Wichtige Schulfächer
-
- Mathematik, um Zutaten abzuwiegen und Gewichtsangaben umzurechnen
- Chemie, um den Ablauf chemischer Prozesse zu verstehen
- Kunst, um Hochzeitstorten auszuschmücken
- Deutsch, um Kundschaft zu beraten und Konditoreiwaren zu verkaufen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie viel verdient man als Konditor/in?
Ausbildungsvergütung je Jahr
Brutto im Monat, laut Tarifverträgen. Im Schnitt 1.214 € über die ganze Ausbildung.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025.
- 1.107 € 1. Jahr
- 1.211 € 2. Jahr
- 1.320 € 3. Jahr
Ist das viel oder wenig?
Diese Ausbildung zahlt so viel wie der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe. Was du später verdienst, entscheidet die Branche und nicht die Ausbildungsvergütung.
- Konditor/in 1.214 €
- Durchschnitt aller Ausbildungen 1.209 €
- Gesetzliche Untergrenze, 1. Jahr 724 €
Platz 8 von 13 in Ernährung und Gastronomie
- 6. Hotelfachmann/-frau 1.225 €
- 7. Koch/Köchin 1.223 €
- 8. Konditor/in 1.214 €
- 9. Restaurantfachmann/-frau 1.204 €
- 10. Winzer/in 1.136 €
- 11. Fleischer/in 1.135 €
Schnitt über die ganze Ausbildung, brutto im Monat, Tarifwerte 2025. Alle Ausbildungsberufe im Vergleich
Mehr zum Gehalt
Wie hoch dein Gehalt ausfällt, hängt üblicherweise von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören der Arbeitsstandort, die Betriebsgröße, die Art der Anstellung und die Berufserfahrung. In den alten Bundesländern verdienst du später mehr als in den neuen. Nicht selten orientiert sich dein Einkommen am Mindestlohn. Um deutlich mehr am Ende des Monats zur Verfügung zu haben, ist es besonders ratsam, an Weiterbildungen teilzunehmen.
Wie läuft die Ausbildung als Konditor/in ab?
Die Ausbildung zum Konditor dauert 3 Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass du bereits ab dem ersten Arbeitstag praktische Erfahrungen im Betrieb sammelst und alle paar Wochen blockweise die Berufsschule besuchst, in der dir das theoretische Wissen vermittelt wird.
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Vorausgesetzt wird in der Regel der Hauptschulabschluss. In der Lehre wirst du Aufträge unter Berücksichtigung von Kundenwünschen erfüllen und die verschiedensten Gebäcke herstellen. Dabei spielt Teamwork oft eine wichtige Rolle. Da es im Gegensatz zum Bäcker nicht um die Herstellung von Broterzeugnissen geht, bist du hauptsächlich mit dekorativen und kreativen Aspekten konfrontiert.
Steckbrief
- Berufstyp
- Anerkannter Ausbildungsberuf
- Bildungsweg
- Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
- Lernorte
- Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Angaben: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie verbreitet ist der Beruf?
1.563 neue Azubis im Jahr 2024
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Konditor/in?
Es gibt nach der Ausbildung zahlreiche Möglichkeiten, sich fortzubilden. Mit einer Weiterbildung zum Techniker mit der Fachrichtung Lebensmitteltechnik bist du für die Entwicklung, Herstellung und Qualitätssicherung von Lebensmitteln zuständig.
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Als Konditormeister kletterst du ebenfalls die Karriereleiter hinauf. Mit dieser Qualifikation kannst du später andere Azubis ausbilden und dich gegebenenfalls eines Tages selbstständig machen und ein eigenes Unternehmen gründen. Mit dem Aufstieg zum Betriebsleiter übernimmt man mehr Verantwortung und ist für die Bereiche Planung, Organisation und Verwaltung zuständig. Sollten dir diese Optionen nicht genügen, kommt vielleicht noch ein Lebensmitteltechnologie-Studium in Frage, sofern du die Allgemeine Hochschulreife vorweisen kannst.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Konditor/in?
Die Suche nach potentiellen Arbeitgebern ist in der Regel schnell beendet. Arbeitsplätze finden Konditoren in Hotels, Restaurants, Bäckereien und im Allgemeinen in der Back- sowie Süßwarenindustrie. Einen besonderen Reiz stellen zudem die zahlreichen Weiterbildungsoptionen dar, die dir einen schnellen Aufstieg auf der Karriereleiter ermöglichen.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Beruf Konditor/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Konditor/in?
Die Ausbildung als Konditor/in dauert 3 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Konditor/in?
Die Ausbildungsvergütung liegt zwischen 1.107 € im ersten und 1.320 € im letzten Ausbildungsjahr, jeweils brutto pro Monat. Im Schnitt über die ganze Ausbildung sind es 1.214 €. Diese Ausbildung zahlt so viel wie der Durchschnitt aller Ausbildungsberufe. Was du später verdienst, entscheidet die Branche und nicht die Ausbildungsvergütung.
Für wen ist der Beruf Konditor/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du handwerklich geschickt bist und ein gutes Fingerspitzengefühl hast; auch gerne mal kreativ arbeiten möchtest; auf Sauberkeit und Hygiene sehr viel Wert legst; Lärm in der Backstube in Kauf nimmst; eine große Bereitschaft zur Teamarbeit hast; sorgfältig und zielstrebig auf ein Ziel hinarbeitest.
Wann passt der Beruf Konditor/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du keine Lust hast, Süßwaren zu kreieren oder zu verzieren; nicht mit großen Maschinen arbeiten möchtest; keinen Spaß am Backen hast; auf keinen Fall in Lärm und Schmutz arbeiten möchtest; kein Frühaufsteher/-in bist; am liebsten am Computer arbeitest.
Welche Schulfächer sind für Konditor/in wichtig?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Mathematik, um Zutaten abzuwiegen und Gewichtsangaben umzurechnen; Chemie, um den Ablauf chemischer Prozesse zu verstehen; Kunst, um Hochzeitstorten auszuschmücken; Deutsch, um Kundschaft zu beraten und Konditoreiwaren zu verkaufen.
Ist Konditor/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Konditor/in ist ein Ausbildungsberuf. Bildungsweg laut Bundesagentur für Arbeit: Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung). Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung).
Wusstest du schon?
- Dass es bei den alten Griechen (ca. 400 v. Chr.), Honigfladen und süßes Rahmgebäck gab?
- Dass bereits im Jahre 1150 in Venedig aus Mandeln und Zucker Marzipan bereitet wurde?
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Ausbildungsvergütung: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifwerte 2025. Anfängerzahlen: BERUFENET, 2024. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.