- Weg
- Ausbildung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung
- mind. 724 €gesetzliches Minimum
Was macht man als Schneider/in?
Grundvoraussetzungen für den Beruf Schneider/in sind Akribie und Kreativität. Du wirst an deiner Präzision im Alltag gemessen und darfst dir keine Fehler erlauben.
Mehr zum Alltag
Ihr seid die Perfektionisten der Modebranche. Ihr setzt die Ideen der Designer um und erschafft Neues, das die Welt noch nicht gesehen hat. Euer Job besteht aber nicht nur darin, mit Nähmaschine und Schere zu arbeiten. Vielmehr müsst ihr auch im engen Kundenkontakt eure Klasse unter Beweis stellen. Einen Anzug von der Stange tragen, kann ja jeder. Ihr seid dafür verantwortlich, dass Kleidung maßgefertigt wie eine zweite Haut am Körper sitzt.
Passt der Beruf zu dir?
Passt, wenn du …
- kreativ bist.
- gerne sorgfältig arbeitest.
- gut mit Technik umgehen kannst.
Schwierig, wenn du …
- nicht mit Kunden arbeiten möchtest.
- ungern mit den Händen arbeitest.
- mit grundlegender Mathematik Schwierigkeiten hast.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Beruf?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Wie viel verdient man als Schneider/in?
Was mindestens gezahlt wird
Für diesen Beruf gibt es keinen aktuellen Tarifwert. Gezeigt ist das gesetzliche Minimum – die meisten Betriebe zahlen mehr, im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Quelle: Gesetzliche Mindestvergütung, § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026.
- mind. 724 € 1. Jahr
- mind. 854 € 2. Jahr
- mind. 977 € 3. Jahr
Mehr zum Gehalt
Ein Zuckerschlecken wird die Ausbildung aus finanzieller Sicht garantiert nicht. Daher solltest du Wert darauf legen, dich bei Unternehmen zu bewerben, die Tarifverträge anbieten. Hier ist dein Gehalt natürlich auch vom jeweiligen Bundesland abhängig, aber im Durchschnitt deutlich höher. Auch das Einstiegsgehalt fällt nicht besonders hoch aus.
Wie läuft die Ausbildung als Schneider/in ab?
Deine Ausbildung dauert 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du die notwendigen Fertigkeiten in einer dualen Lehre. Das heißt, neben dem Arbeiten im Betrieb, musst du auch die Schulbank drücken. Eine Mindestanforderung für eine Bewerbung gibt es nicht.
Gut zu wissen: Nach der Ausbildung kannst du eine Prüfung zum Maßschneidermeister ablegen oder dich zum Betriebswirt für Textil weiterbilden.
Erst ausprobieren, dann bewerben
Ob dir der Alltag liegt, merkst du am ehesten in einem Praktikum.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Weiterbildungen gibt es als Schneider/in?
Weiterbilden kannst du dich als Schneider jederzeit. Du kannst dich zum Beispiel auf ein Themengebiet spezialisieren. Wer nur in der Industrie, dem Einzelhandel oder gezielt für die Modebranche arbeiten möchte, kann sich an einer Fülle von Kursangeboten bedienen. Euch steht zudem frei, eine Meisterprüfung abzulegen. Eventuell kommt eines Tages ein Modedesign-Studium infrage.
Welche Zukunftsaussichten hat der Beruf Schneider/in?
Derzeit gibt es viele Leerstellen, die nur darauf warten, gefüllt zu werden. Betriebe suchen jederzeit neue Auszubildende, die motiviert und engagiert den Beruf des Schneiders erlernen möchten. Leider gibt es häufig keine Übernahmegarantie, was euch aber generell bei der Berufswahl nicht irritieren sollte.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Beruf Schneider/in
Wie lange dauert die Ausbildung als Schneider/in?
Die Ausbildung als Schneider/in dauert 3 Jahre.
Was verdient man in der Ausbildung als Schneider/in?
Für diesen Beruf liegt kein aktueller Tarifwert vor. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, brutto pro Monat. Viele Betriebe zahlen mehr – im Schnitt aller Ausbildungen 1.209 € im Monat.
Für wen ist der Beruf Schneider/in geeignet?
Der Beruf passt zu dir, wenn du kreativ bist; gerne sorgfältig arbeitest; gut mit Technik umgehen kannst.
Wann passt der Beruf Schneider/in eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du nicht mit Kunden arbeiten möchtest; ungern mit den Händen arbeitest; mit grundlegender Mathematik Schwierigkeiten hast.
Ist Schneider/in eine Ausbildung oder ein Studium?
Schneider/in ist ein Ausbildungsberuf.
Wusstest du schon?
- Dass Leute im 19. Jahrhundert lebendige Chamäleons als Broschen trugen?
- Dass Astronauten im All ihre dreckige Unterwäsche einfach ins All schmeißen, weil sie sie dort nicht waschen können?
- Dass die ersten High Heels von Männern und Frauen getragen wurden?
Quellen: Mindestvergütung: § 17 Berufsbildungsgesetz, Stand 2026. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.