Studienprofil · Soziales und Bildung
Politikwissenschaften
Politikwissenschaft gliedert sich klassisch in drei Teile: politische Systeme, internationale Beziehungen und politische Theorie.
- Weg
- Studium
- Dauer
- 6 Semester Bachelor, 4 Semester Master
Was lernt man im Studium Politikwissenschaften?
Dazu kommen Methoden – vergleichende Analyse, Statistik, Fallstudien.
Das Fach beschreibt und erklärt, es kommentiert nicht. Wer ein Studium sucht, um politische Überzeugungen zu vertiefen, wird überrascht sein: Der Anspruch ist die nüchterne Analyse, auch bei Positionen, die man ablehnt.
Passt das Fach zu dir?
Passt, wenn du …
- dich für politische Prozesse und ihre Wirkung interessierst.
- viel liest, auch auf Englisch.
- sachlich analysieren kannst, auch gegen die eigene Meinung.
Schwierig, wenn du …
- vor allem deine politische Überzeugung vertiefen willst.
- vergleichende Analyse und Statistik umgehen willst.
- einen planbaren Berufseinstieg brauchst.
Wie gut passen deine Interessen zu diesem Fach?
Der Orientierungstest vergleicht deine Interessen mit allen Berufen.
Deine Interessen
Schwerpunkt dieses Fachs
Warum das passt
Das zeigt Interessen, keine Eignung. Betriebe und Alltag unterscheiden sich.
Was du mitbringen solltest
- Wichtige Schulfächer
-
- Politik/Sozialkunde, um gesellschaftliche und soziale Strukturen zu durchschauen
- Wirtschaft/Recht, um Wirtschaftssysteme, das Rechtswesens und die öffentliche Verwaltung zu verstehen
- Geschichte, um Gesellschaftsstrukturen und ihre historische Entwicklung zu kennen
- Mathematik und Informatik, um Statistik und empirische Sozialforschung anzuwenden und lineare Algebra und Wahrscheinlichkeitsrechnungen durc
- Englisch, um wissenschaftliche Texte in englischer Sprache zu lesen
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit
Wie finanzierst du das Studium Politikwissenschaften?
BAföG
Ob du BAföG bekommst und wie viel, hängt vor allem vom Einkommen deiner Eltern ab. Die Hälfte ist geschenkt, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen. Das zahlst du später zurück, aber nur bis zu einer festen Obergrenze.
Alles zum BAföGNebenjob
Viele Studierende jobben nebenbei: als Minijob bis 603 € im Monat oder als Werkstudent:in mit bis zu 20 Stunden pro Woche im Semester. Plan das ein – in Fächern mit vielen Pflichtterminen bleibt dafür wenig Zeit.
Minijob-Grenze Stand 2026. Was du nach dem Studium verdienst, hängt stark von Branche und Stelle ab – belastbare Zahlen dazu haben wir für dieses Profil nicht.
Wie kommst du an einen Studienplatz in Politikwissenschaften?
Abitur ist Voraussetzung, an vielen Universitäten mit Numerus clausus. Englischkenntnisse sind faktisch Pflicht, da ein großer Teil der Literatur englischsprachig ist.
Bachelor sechs Semester, Master vier. Auslandssemester und Praktika bei Institutionen sind der übliche Weg zu einem Profil.
Gut zu wissen: Praktika bei Abgeordneten, Verbänden oder Institutionen sind der wichtigste Türöffner in diesem Feld.
Erst reinschnuppern, dann einschreiben
Ob dir das Fach liegt, merkst du am ehesten in einer offenen Vorlesung, beim Studieninfotag oder in einem Praktikum im Berufsfeld.
Weiterbildung und Aufstieg
Welche Berufe kannst du mit Politikwissenschaften ergreifen?
Arbeitsfelder sind Ministerien und Behörden, Parlamente und Abgeordnetenbüros, Parteien, Verbände, Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, internationale Organisationen, Journalismus und politische Beratung.
Public Affairs – die Interessenvertretung von Unternehmen und Verbänden gegenüber der Politik – ist ein wachsendes und gut bezahltes Feld.
Welche Zukunftsaussichten hat Politikwissenschaften?
Regulierung, europäische Gesetzgebung und geopolitische Verschiebungen erhöhen den Bedarf an Menschen, die politische Prozesse verstehen und einordnen können.
Der Einstieg ist wettbewerbsintensiv und läuft fast immer über Praktika und Netzwerke. Wer früh anfängt, hat einen klaren Vorteil.
Ähnliche Berufe
Alle BerufeHäufige Fragen zum Studium Politikwissenschaften
Wie lange dauert das Studium Politikwissenschaften?
Das Studium Politikwissenschaften dauert 6 Semester Bachelor, 4 Semester Master.
Für wen ist das Studium Politikwissenschaften geeignet?
Das Fach passt zu dir, wenn du dich für politische Prozesse und ihre Wirkung interessierst; viel liest, auch auf Englisch; sachlich analysieren kannst, auch gegen die eigene Meinung.
Wann passt das Studium Politikwissenschaften eher nicht?
Schwierig wird es, wenn du vor allem deine politische Überzeugung vertiefen willst; vergleichende Analyse und Statistik umgehen willst; einen planbaren Berufseinstieg brauchst.
Welche Schulfächer helfen im Studium Politikwissenschaften?
Laut Bundesagentur für Arbeit vor allem diese: Politik/Sozialkunde, um gesellschaftliche und soziale Strukturen zu durchschauen; Wirtschaft/Recht, um Wirtschaftssysteme, das Rechtswesens und die öffentliche Verwaltung zu verstehen; Geschichte, um Gesellschaftsstrukturen und ihre historische Entwicklung zu kennen; Mathematik und Informatik, um Statistik und empirische Sozialforschung anzuwenden und lineare Algebra und Wahrscheinlichkeitsrechnungen durc; Englisch, um wissenschaftliche Texte in englischer Sprache zu lesen.
Ist Politikwissenschaften eine Ausbildung oder ein Studium?
Politikwissenschaften ist ein Studienfach.
Wusstest du schon?
- dass ein großer Teil der deutschen Gesetzgebung auf europäische Vorgaben zurückgeht?
- dass Abgeordnetenbüros regelmäßig Praktikumsplätze ausschreiben – ein häufiger Einstieg ins Feld?
- dass der überwiegende Teil der Fachliteratur auf Englisch erscheint?
Quellen: Tätigkeiten, Anforderungen, Schulfächer und Alternativen aus BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Beschreibungstexte: Redaktion Schülerpilot.