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Soziologe/in

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Studium, Soziologe/in

Arbeitsalltag

In unserer Gesellschaft gibt es die verschiedensten Phänomene, die wie aus dem Nichts auftauchen und genauso schnell auch wieder verschwinden. Denken wir zum Beispiel an die großen Fußballturniere der deutschen Nationalmannschaft. In dieser Zeit rückt die Bevölkerung zusammen und ein verstärkter Patriotismus kommt zu Tage. Nur wenig später hat sich alles wieder beruhigt und es ist, als wäre nichts gewesen. So ein Phänomen kann in jedem Bereich eines Landes auftreten, sei es in positiver oder aber auch in negativer Weise. Wie damit dann umzugehen ist, darauf wissen Soziologen in der Regel eine Antwort zu geben. Sie befassen sich mit den Strömungen und Veränderungen einer Gesellschaft. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das Analysieren von bestimmten Entwicklungen. Dafür werden Daten erhoben und methodisch untersucht, geprüft, zusammengetragen sowie Lösungsvorschläge bzw. Erklärungen formuliert. Zu den wesentlichen Themenbereichen gehören Erziehung, Sozialverhalten, Politik, Kriminalität, Religion und Arbeitslosigkeit. Natürlich ist das Spektrum dieses Berufsfeldes nicht eingeschränkt. Soziologen präsentieren auf bestimmte Fragen Lösungsansätze und definieren ebenfalls etwaige Lösungsstrategien. Das Interesse der Soziologen liegt einzig auf der Gesellschaft. Sie nehmen sich der Probleme an und sind fähig, Kritik und Selbstkritik zu äußern. Nicht selten arbeiten sie auch interkulturell und beherrschen daher mehrere Fremdsprachen. Der Arbeitsalltag zeichnet sich durch Abstraktionsfähigkeit und einen systematischen Arbeitsstil aus. Nicht selten wird an einem Projekt in Gruppen gearbeitet. Dann ist natürlich auch Teamfähigkeit gefragt, denn häufig sind die Analysen so komplex, dass einer alleine dieser Problematik nicht Herr werden kann. Wie du siehst, ist der Beruf des Soziologen äußerst vielseitig und zeugt nicht von Langeweile. Wie sieht es aus, konnten wir dein Interesse wecken?

Ausbildung

Grundsätzlich musst du die Hochschulzugangsberechtigung vorweisen können. Das Soziologie-Studium dauert in der Regel zwischen 6 und 8 Semestern und wird mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts abgeschlossen. Der Studienhalt überkreuzt sich mit anderen Disziplinen wie Politologie, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften. So bietet es sich an, eines dieser Fächer als Zweitfach zu wählen. Mit mehreren Praktika, IT-Kenntnissen und idealerweise mehreren Fremdsprachen bist du bestens für den Arbeitsmarkt gewappnet. Während des Studiums erhält man keine Vergütung.

Gehalt

Wie hoch das Gehalt später ausfallen wird, hängt natürlich von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören Berufserfahrung, Art der Anstellung, Unternehmensgröße und Arbeitsstandort. Entscheidest du dich für eine wissenschaftliche Karriere, dann verdienst du als Einsteiger ca. 2.500€ brutto. Je höher du in der Gehaltstabelle rückst, desto mehr hast du am Ende des Monats auch auf der hohen Kante. Häufig muss nach dem Studium ein Volontariat durchgeführt werden, welches oft schlecht bezahlt wird. In Redaktionen liegt das Einstiegsgehalt für Soziologen zwischen 2.000€ und 3.100€ brutto monatlich. In renommierten Unternehmen kann nach ein paar Jahren im Beruf der Verdienst auf bis zu 5.000€ brutto im Monat steigen.

Weiterbildung

Nach dem Bachelor-Grad muss noch lange nicht Schluss sein. So kommt für viele noch ein Master-Studium in Frage, in dem du dich auf einen bestimmten Bereich konzentrierst. Je nachdem, in welcher Branche du später tätig werden möchtest, ist es ratsam, an fachspezifischen Weiterbildungen teilzunehmen. Fortbildungen können zum Beispiel in den Gebieten Journalismus, Gesellschaftskunde, PR-Arbeit, Lektorat oder Projektmanagement interessant sein.

Perspektive

Vor allem der Berufseinstieg sieht für ausgebildete Soziologen nicht immer rosig aus. Viele müssen sich erst in zahlreichen Praktika und Volontariaten beweisen. Ein Vorteil ist, dass es keinen festgelegten Bereich gibt, in dem du später tätig werden musst. Mögliche Arbeitgeber sind Werbung, Marktforschung, PR, Agenturen, Privatwirtschaft, Verlage, Politik, Hochschulen oder Film und Rundfunk. Um die Chancen zu erhöhen, ist es wichtig, möglichst den Master-Abschluss zu erwerben und an Weiterbildungen teilzunehmen.

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