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Betriebliche Ausbildung

Eine berufliche Ausbildung bietet eine Menge Zukunftschancen für einen frisch gebackenen Schulabgänger.

Die letzten Jahre ist man jeden Tag in die Schule getrabt um das zu lernen, was nun mal alle lernen müssen. Eine Ausbildung bietet dir die Chance, ins Arbeitsleben einzusteigen und das Handwerk des Berufs deiner Wahl zu erlernen.

Ablauf

Diese Ausbildungsart läuft immer dual ab. Man sitzt nicht drei Jahre lang jeden Tag im Betrieb, sondern hat Abwechslung zwischen den Praxisphasen im Unternehmen und Theorie in der Berufsschule. Der Berufsschulunterricht findet abwechselnd mit der Praxis im Unternehmen statt. Er kann entweder in wöchentlichen oder monatlichen Abständen stattfinden, je nach Berufswahl.

Eine Berufsausbildung dauert in der Regel drei Jahre und ist in sogenannte Lehrjahre unterteilt. Mit den Lehrjahren wachsen auch die Aufgaben und die Verantwortung, die ein Azubi übernehmen muss.

Um die Ausbildungsberufe erfolgreich abschließen zu können, werden die Fähigkeiten der Lernenden mehrmals auf die Probe gestellt. In der Mitte der Ausbildung muss eine Zwischenprüfung abgelegt werden, die die bereits bestehenden Lernerfolge des Auszubildenden zeigen soll. Am Ende der Ausbildung, wird eine Abschlussprüfung abgelegt. Im Handwerk wird das traditionell „Gesellenprüfung“ genannt.

Ausbildungsvergütung

Die betriebliche Ausbildung wird vergütet und bedeutet für viel Schulabgänger ihr selbstverdientes Geld! Dieses unterscheidet sich je nach Beruf, Bundesland und Betrieb. Außerdem steigt die Ausbildungsvergütung in den Lehrjahren an. Die Bezahlung hängt stark vom Arbeitsgeber ab. Man sollte sich im Vorfeld genau informieren, was man bei unterschiedlichen Unternehmen zu erwarten hat, um die beste Wahl zu treffen.

Karrierechancen

Eine betriebliche Ausbildung zu bekommen, ist heutzutage nicht schwierig, denn Unternehmen suchen wie verrückt neue Nachwuchskräfte. Es gibt Unmengen an Studenten und jeder sieht einen Bachelor als Mindestvoraussetzung für den Berufseinstieg. Sie vergessen dabei meist einen wichtigen Aspekt, um in der Arbeitswelt Fuß zu fassen: Die Berufserfahrung. Man sollte sich sein Fachgebiet nicht nur theoretisch in der Berufsschule angeeignet haben, sondern auch die Praxis betrieblich erlernt haben, um zu überzeugen. Schulabgänger, die ihre Lehrjahre bereits hinter sich gebracht haben, bringen automatisch drei Jahre Berufserfahrung mit, was sehr attraktiv auf Unternehmen wirkt. Hoch angesehen sind deutsche Berufsausbildungen auch im Ausland. Die Ländergrenze ist also nicht als Berufsschranke zu sehen.

Der Arbeitsmarkt hält einige Möglichkeiten für ausgebildetes Fachpersonal mit Erfahrung bereit. Mit beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten kann man seinem Berufsweg auch nach der Ausbildung in eine neue Richtung lenken.

Sie gilt also weniger als Sackgasse, in der man sein Leben lang gefangen ist, sondern eher als Grundbaustein für einen erfolgreichen Arbeitsweg mit Karrierechancen.

Voraussetzungen

Alle Ausbildungsarten haben unterschiedliche Anforderungen an ihre Bewerber. Die Voraussetzungen für den Beginn einer Berufsausbildung sind grundlegend unterschiedlich. Je nach Ausbildungsberuf muss man einen Haupt-, Real- oder Gymnasialabschluss vorweisen. In der Berufsschule kommen dann alle zusammen. Manche Ausbilder freuen sich über Praktika-Erfahrungen oder haben sogar einen NC-Anspruch. Eine Ausbildung in einem konkreten Bereich fordert zumeist auch andere Dokumente. Für eine berufliche Ausbildung zur/m Einzelhandelskauffrau/-mann im Lebensmittelbereich, gilt es ein ärztliches Gesundheitszeugnis betrieblich vorzulegen. Für eine Ausbildung in der Altenpflege benötigt man gegebenenfalls ein Führungszeugnis. Welche Eignungsfähigkeiten du mitbringen und welche Dokumente du einreichen musst, wird dir der betreffende Betrieb mitteilen.

 

Sonderausbildung

Bei vielen Ausbildungsberufen wird verstärkt auf den Abschluss geachtet und ein Abitur gewünscht. Außerdem gibt es Ausbildungsberufe, die ausschließlich von Abiturienten besetzt und erlernt werden. Diese werden Sonderausbildung oder Abiturientenausbildung genannt.

Die Sonderausbildung bietet vor allem für frisch gebackene Abiturientinnen und Abiturienten, die keine Lust mehr haben auf eintöniges Pauken, aber auch nicht gleich in eine Vollzeit-Ausbildung einsteigen wollen, eine abwechslungsreiche Zukunft. Sie ähnelt sehr dem dualen Studiensystem, das zwischen praktischer und theoretischer Ausbildung schwankt.

Ablauf

Der genaue Ausbildungsverlauf ist nicht festgelegt und wird durch Bundesland, den Ausbildungsberuf und das Unternehmen definiert. Sicher ist jedoch: Er ist abwechslungsreich! Es gibt zum einen die Praxisphasen. In diesen darf der Auszubildende im Betrieb mit anfassen, lernt den praktischen Alltag kennen und baut seine Fähigkeiten aus. Dann gibt es die theoretischen Abschnitte, in denen der Azubi zur dazugehörigen Lehrstätte geht und theoretisches Grundwissen erwirbt.

Im Gegensatz zum dualen Studium ist die Sonderausbildung in keiner Weise festgelegt und wird von jedem Betrieb anders ausgeführt. Je nach Beruf wird entschieden, ob mehr Theorie im Berufsschulunterricht oder mehr Praxis erforderlich sind und die gesamte Abiturientenausbildung wird dementsprechend geplant und ausgelegt.

Voraussetzungen

Die Qualifikation zur Abiturientenausbildung ist abhängig vom jeweiligen Ausbildungsmodell und dem ausbildenden Betrieb. In jedem Fall ist jedoch die allgemeine Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder die fachgebundene Hochschulreife erforderlich.

Ausbildungsvergütung

Die Abiturientenausbildung ist an die Ausbildungsart der beruflichen Ausbildung geknüpft und wird vergütet. Je nach Ausbildungsberuf, Bundesland und Betrieb variiert die Bezahlung. Trotzdem ist davon auszugehen, dass die Berufe, die nur mit dem Abitur erlernt werden, in der Regel auch besser bezahlt werden als zum Beispiel jene, die auch mit einem Hauptschulabschluss angegangen werden können.