Die Schule hast du hinter dir. Das Abi hast du in der Tasche. Nun beginnt das nächste große Abenteuer in deinem Leben: das Studium. Nach der anfänglichen Freude und Aufregung bekommst du nun doch ein wenig Angst, da du nicht weißt, was auf dich zukommt. Was ist anders im Gegensatz zu dem Schulalltag? Damit du nicht komplett ins kalte Wasser geschmissen wirst, haben wir hier die 10 wichtigsten Veränderungen für dich zusammengefasst...


1. Klassenzimmer

Der kleine Raum mit 20 oder 30 Schülern ist Geschichte. Es wird alles größer. Oft sind die Plätze nicht auf einer Ebene sondern auf Stufen angeordnet, damit alle etwas sehen können. Es kann vorkommen, dass du mit 500 Leuten in der Vorlesung sitzt. Ihr könnt euch das vorstellen wie in einem Theater, nur etwas unbequemer und ohne Vorhang. Die Bühne besteht aus mehreren Tafeln und sonstigem technischen Spielzeug. Der einzige Schauspieler in diesem Theater ist euer Lehrer, der Dozent.


2. Klasse

Bisher wart ihr eine kleine Klasse, in der jeder jeden kannte. Das kann sich jetzt ändern. Es gibt zwar auch Hochschulen, die klein sind und wo es nur wenige Studenten gibt, aber im Normalfall studiert man mit sehr vielen anderen zusammen. Das gilt vor allem für beliebte Studiengänge wie Rechtswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre. Da kann es schon passieren, dass ihr einfach nicht jeden kennt. Noch dazu kommt, dass es verschiedenste Schwerpunkte mit unterschiedlichen Kursen gibt. Du lernst also andauernd neue Leute kennen. Selbst im letzten Semester.


3. Lehrer

Aus Lehrern werden Dozenten oder Professoren. Der Unterschied liegt hier aber eigentlich nur im Titel. Sie versuchen ihr Wissen an euch zu vermitteln. Genau wie in der Schule.


4. Pause

Auch während des Studiums gibt es Pausen. Zwischen den Vorlesungen oder Übungen, die 1 ½ Stunden dauern, habt ihr oft eine kurze Pause und dann nochmal eine längere Mittagspause. In der Mittagspause könnt ihr dann sogar in der Mensa essen gehen. Oft hast du allerdings sowieso nicht den ganzen Tag Vorlesungen oder nicht an einem Stück. Es kann auch vorkommen, dass du mitten drin mal 3 Stunden frei hast. Dann hast du eine sehr lange Pause, kommst dafür aber auch später nach Hause.


5. Unterricht

In den meisten Vorlesungen geht es nicht mehr zu wie im Unterricht an einer Schule. Es ist weniger die Interaktion zwischen Lehrer und Schülern, sondern eher ein Vortrag des Dozenten, dem die Studenten zuhören. Natürlich kommt es auch zu Interaktionen und du kannst auch Fragen stellen, aber der Hauptteil besteht aus einem Vortrag, der das ganze Semester lang gehalten wird. Wichtig dabei ist es, alles Wichtige zu notieren. Manchmal wird das Skript des Vortrags ausgeteilt, aber auch dann solltest du dir notieren, was der Dozent noch ergänzt.


6. Schulwoche

In der Schule hattest du von morgens bis mittags oder nachmittags Unterricht an 5 Tagen in der Woche. Als Student erstellst du dir deinen eigenen Vorlesungsplan. Es gibt Kurse, die du besuchen musst und welche, die du wählen kannst. Deswegen kann es vorkommen, dass du am Wochenende auch Vorlesungen hast oder dass du Tage in der Woche frei hast. Es kann auch sein das du morgens eine Vorlesung hast und dann erst wieder um 17 Uhr. Dieser Vorlesungsplan ändert sich dann jedes Semester, also jedes halbe Jahr.


7. Klausuren

Die Klausuren finden jeweils am Ende eines Semesters statt. Am Anfang des nächsten Semesters gibt es meistens nochmal Termine zum Nachschreiben. Du kannst auch deine Prüfungen auf die beiden Termine verteilen, damit du nicht alles auf einmal lernen musst. Für jede Klausur hast du drei Versuche. Fällst du dreimal durch, musst du dein Studium abbrechen. Neben den Klausuren, die du aus der Schule kennst, gibt es noch Hausarbeiten. Je nach Fach wird am Ende entweder eine Klausur oder eine Hausarbeit fällig.


8. Ferien

Zwischen den Semestern hast du Semesterferien. Du hast meistens keine Oster- oder Herbstferien. Die Semesterferien sind dafür aber recht lang. Meistens so um die 8 Wochen. Es kann allerdings vorkommen, dass du in den Ferien lernen musst. Und zwar, wenn du Klausuren an den zweiten Terminen schreibst. Diese sind in den letzten Wochen der Ferien. Bei manchen Studiengängen musst du auch in deinen Semesterferien Praktika absolvieren.br>


9. Benotung

Du bekommst weder eine Note von 1 bis 6, noch Punkte von 0 bis 15, sondern eine Note von 1,0 bis 4,0. Bist du schlechter als 4,0, ist die Klausur nicht bestanden. Benotet wird immer in 3er bzw. 4er Schritten also nach 1,0 kommt 1,3, dann 1,7, dann 2,0... In manchen Fällen gibt es auch gar keine Note, sondern einfach nur den Status 'Bestanden'.


10. Sitzenbleiben

Sitzenbleiben kannst du in der Uni nicht wirklich. Du hast drei Versuche, die Prüfung zu bestehen. Dabei ist es egal, wann du diese Versuche machst. Manchmal erfordern allerdings spätere Prüfungen, dass du gewisse Prüfungen schon absolviert hast. Am Ende kann es sein, dass du ein paar Semester hinten dranhängen musst, um alle Klausuren zu schaffen. Das bedeutet allerdings auch, dass du nicht mehr in der Regelstudienzeit studierst.


Bist du bereits Student oder steht dir die Studentenzeit noch bevor? Was war deine größte Angst und wie hast du die ersten Tage überstanden? Berichte uns von deinen Erfahrungen in den Kommentaren! (in/fd)