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Brauer/in, Mälzer/in

Info
Dauer: 3 Jahre
Gehalt während der Ausbildung
1. Ausbildungsjahr: 735 bis 741 Euro
2. Ausbildungsjahr: 854 bis 861 Euro
3. Ausbildungsjahr: 960 bis 972 Euro
Gut zu wissen:
Im Jahr 2013 gab es in den Ausbildungsbereichen Indstrie und Handel sowie in Hadwerk 330 neue Ausbildungsanfänger/-innen.

Brauer/in, Mälzer/in

Arbeitsalltag

Wenn der Tag sehr lang war und du dich einfach nur noch auf die Couch freust, darf eines in der Regel nicht fehlen – ein kühles Bier. Ob aus der Flasche oder stilvoll aus dem Glas, Bier bleibt Bier. Doch nicht jedes ist im Geschmack gleich. Trotz uraltem Reinheitsgebot kann der edle Tropfen bitter, herb, sanft oder stark schmecken. Die Vorlieben sind bekanntlich verschieden. Im Süden Deutschlands wird eher ein Hefeweizen bevorzugt, wohingegen im Norden zu herben Biersorten gegriffen wird. Und dann gibt es noch diejenigen, die das „Flüssige Brot“ am liebsten mit einem Softdrink mixen. Dem Genuss des kühlen Blonden sind also keine Grenzen gesetzt. Wer sorgt denn nun eigentlich dafür, dass wir auf Bier niemals verzichten müssen? Und vor allem wie wird der hohe Standard immer aufrechterhalten?

Auf diese Fragen können dir Brauer und Mälzer eine Antwort geben. Sie beschäftigen sich nämlich mit nichts Anderem als der Bierherstellung. Das hört sich vielleicht recht einseitig an, ist es in der Realität aber ganz und gar nicht. Die Produktion besteht nämlich aus mehreren Schritten, die sehr viel Sorgfalt verlangen. Zunächst stellen die Fachleute Malz her, das zusammen mit Wasser in ein riesiges Gefäß gegeben wird. Anschließend muss die Maische geläutert werden. Das bedeutet, dass die festen von den flüssigen Bestandteilen getrennt werden. Darauf aufbauend muss die Würze vorbereitet werden, bei der Hopfenextrakte beigefügt werden. Dann setzt der Gärprozess ein und zum Schluss muss das Erzeugnis nur noch gefiltert und in entsprechende Behälter abgefüllt werden. Wie du siehst, gehört doch einiges an Können dazu, um ein genussvolles Bier herstellen zu können. Die einzelnen Arbeitsschritte werden dabei von Maschinen unterstützt. Heutzutage wird so gut wie kein Handgriff mehr ausschließlich manuell getätigt. Das garantiert den großen Brauereien, große Mengen produzieren zu können.

Wenn auch du ein Faible für Bier hast, auch wenn es alkoholfrei ist, dann lies jetzt einfach weiter und erfahre alles Wissenswerte rund um Ausbildung, Gehalt und Co.

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Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass du bereits ab dem ersten Arbeitsjahr praktische Erfahrungen im Betrieb sammelst und blockweise die Berufsschule besuchst. Vorausgesetzt wird in der Regel die mittlere Reife, also der Realschulabschluss. Auch auf gute Noten in den Fächern Mathematik und Chemie wird besonders viel Wert gelegt. Während der Ausbildungszeit verdienst du im:


1. Ausbildungsjahr: ca. 600€ bis 800€
2. Ausbildungsjahr: ca. 660€ bis 980€
3. Ausbildungsjahr: ca. 760€ bis 1100€
4. Ausbildungsjahr: ca. 535€ bis 970€

Gehalt

Wie hoch das Gehalt später ausfällt, hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise Art der Anstellung, Arbeitsstandort, Betriebsgröße und Berufserfahrung. Einsteiger können derzeit mit einem monatlichen Bruttogehalt in Höhe von etwa 2.100€ bis 2.600€ rechnen. Mit zunehmender Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit steigt das Einkommen kontinuierlich an. Bis zu 3.200€ brutto sind so eines Tages im Monat möglich. Wem das nicht ausreicht oder schnell genug geht, der sollte unbedingt an Weiterbildungen teilnehmen.

Weiterbildung

Nach der Ausbildung hast du natürlich noch lange nicht ausgelernt. Als Brauer- und Mälzermeister übernimmst du nicht nur mehr Verantwortung, sondern auch Fach- und Führungsaufgaben. Ähnlich verhält es sich als Betriebsbraumeister, der hauptsächlich für die Überwachung der Geräte und Maschinen zuständig ist. Getränkebetriebsmeister sind hingegen für die Herstellung von Getränken aus Obst, Fruchtsaftkonzentraten und Wasser zuständig. Techniker für Betriebswirtschaft bekleiden höhere Positionen innerhalb des Unternehmens und klettern die Karriereleiter ein gutes Stück hinauf. Zu guter Letzt bleibt noch ein Studium. Wie wäre es beispielsweise mit dem Studiengang Nahrungsmittel- und Getränketechnologie?

Perspektive

Wer es einfacher auf dem Arbeitsmarkt haben und seine Chancen erhöhen möchte, sollte sich so früh wie möglich Zusatzqualifikationen aneignen. Brauer müssen immer auf dem neuesten Stand sein und ihr Fachwissen kontinuierlich vertiefen. Fällt es hierzulande noch etwas schwer, schnell eine Festanstellung zu finden, sehen die Aussichten im Ausland schon viel besser aus. Wer mit Leib und Seele bei der Sache ist, sollte sich davon aber nicht verrückt machen lassen und sich am besten noch heute für einen Ausbildungsplatz zum Brauer und Mälzer bewerben.

Wusstest du schon...
Dass die Produktion der 1.300 deutschen Brauereien jährlich rund 100 Millionen Hektoliter Bier hervorbringt?
Dass der 23. April der Tag des deutschen Bieres ist? Im Jahre 1516 wurde an jenem Tag das deutsche Reinheitsgebot proklamiert.
Dass in Deutschland über 500 verschiedene Biersorten gebraut werden?
Dass die Deutschen nicht die Weltmeister im Biertrinken sind? Die Tschechen trinken mit 159,3 Liter pro Person im Jahr fast 50 Liter mehr als der durchschnittliche Deutsche.
Dass das stärkste Bier der Welt aus einer Privatbrauerei in Schottland kommt und einen Alkoholgehalt von 65 Prozent hat?

Solltest du (nicht) werden, wenn:

  • Du einen Beruf mit Leidenschaft ausüben willst.
  • Du auch mal kräftig zupacken kannst.
  • Du selbstständig und verantwortungsbewusst bist.
  • Arbeit im Team nicht so dein Ding ist.
  • Für dich geschmacklich ein Bier dem Anderen gleicht.
  • Der Umgang mit Technik dich abschreckt.

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