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Kinderpfleger/in

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Kinderpfleger/in

Arbeitsalltag

Es gibt 2 Sorten Menschen. Die eine bekommt ein gewisses Strahlen in den Augen, wenn sie auch nur in der Nähe eines Babys ist. Die kleinen süßen Hände, die Stupsnase und der Babyspeck – Kinderliebhaber können sich daran nicht satt sehen und hätten am liebsten sofort auch Nachwuchs. Und dann gibt es die Sorte, die mit Kleinkindern überhaupt nichts anfangen können. Für sie bedeutet ein Baby Stress, Lärm und Kontrollverlust. Feinfühlig sind sie in prekären Situationen selten. Daher kann die letztgenannte Sorte Mensch getrost weiterklicken. Wer zur ersten Kategorie gehört und nach der Schule noch nicht so recht weiß, was aus ihm werden soll, der sollte sich mal mit dem Beruf des Kinderpflegers auseinandersetzen. Kinder sind das Schönste, was es gibt auf der Welt. Ein Lächeln des Nachwuchs vertreibt Kummer und Sorgen. Kinderpfleger erleben solch kleine Wunder tagtäglich. Sie unterstützen im Arbeitsalltag Erzieher, Krankenpfleger und Pädagogen. Zu ihren Hauptaufgaben gehören Spielen, Musizieren und das Vorlesen von spannenden Geschichten. Wie du dir denken kannst, gleicht kein Tag dem anderen. Wie die Laune der Schützlinge ist, ist nicht vorherzusehen. Mal ist der Max etwas weinerlich, mal schmeckt der Lisa die Bolognese nicht und manchmal zicken alle ein wenig rum. Dann müssen sich Kinderpfleger durchsetzen können und einen kühlen Kopf bewahren. Das verlangt häufig ein hohes Maß an Kreativität. Erst mit der Zeit wissen Kinderpfleger, wie sie ihre Schützlinge handhaben müssen und können dann gezielt auf die Bedürfnisse jedes einzelnen eingehen. Dabei ist vor allem Sensibilität gefragt. Hinzu kommt eine emotionale Belastbarkeit, die weit über dem Durchschnitt liegt. Je nach Einsatzbereich kann es nämlich auch vorkommen, dass Kinderpfleger in Einrichtungen tätig sind, in denen sie mit kranken Kindern in Kontakt treten. Im Allgemeinen ist ein guter Kinderpfleger derjenige, der ein feines Gespür für den Nachwuchs hat. Ihnen entgeht nicht, wenn es einem der kleinen Racker schlecht geht. Und darauf kommt es doch an – dass Kinder Kinder sein können.

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Ausbildung

Eine Ausbildung zum Kinderpfleger dauert 2 Jahre und findet in einer Berufsschule statt. Während dieser Zeit absolvierst du mehrere Praktika, um Erfahrungen im Alltag sammeln zu können. In der Theorie beschäftigst du dich mit den Bereichen Sozialpädagogik, Hauswirtschaft, Musikerziehung, Nahrungszubereitung, Kunst- und Werkerziehung sowie Gesundheitslehre. Zu deinen Einsatzorten gehören Kinderzimmer, Küche und mitunter auch die Turnhalle. Langeweile ist hier also fehl am Platz. In der Ausbildung erhältst du keine Vergütung. Voraussetzung ist mindestens der Hauptschulabschluss und ein Gesundheitszeugnis. Nach den 2 Jahren und bestandener Prüfung hast du gleichzeitig den Realschulabschluss in der Tasche.

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Gehalt

Wie hoch das Gehalt später ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören Berufserfahrung, Art der Anstellung, Betriebsgröße und Arbeitsstandort. Im öffentlichen Dienst verdienst aufgrund der Tarifverträge meistens mehr als in privaten Einrichtungen. Einsteiger können mit einem Verdienst zwischen 1.400 und 1.900€ brutto im Monat rechnen. Mit der Zeit und zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen kontinuierlich an. Wem das allerdings zu wenig ist, der sollte an Weiterbildungen teilnehmen.

Weiterbildung

Wie bereits erwähnt, erhältst du nach der Ausbildung und einer Abschlussnote von mindestens 3,0 die mittlere Reife. Anschließend kommt vielleicht noch eine Weiterbildung in einem der medizinischen oder sozialen Berufe wie beispielsweise Altenpflege, Erzieher, Heilpädagoge oder Familienpflege in Frage. Wer die Fachhochschulreife vorweisen kann, der kann sich zum Fachwirt im Erziehungswesen oder zum Betriebswirt im Sozialwesen fortbilden lassen. Damit kannst du mehr Verantwortung übernehmen und Führungspositionen bekleiden. Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, ein Studium der Erziehungswissenschaften, der Waldorfpädagogik oder der Pädagogischen Psychologie aufzunehmen. Dafür wird allerdings die Hochschulzugangsberechtigung vorausgesetzt.

Perspektive

Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt stehen als ausgebildeter Kinderpfleger sehr gut. Potentielle Arbeitgeber sind Kinderkrippen, Kindergärten, Krankenhäuser, Familien oder Waisenheime. Dank der zahlreichen Arbeitsmöglichkeiten ist der Job besonders attraktiv. Am meisten sollte dich aber das Lachen der Kinder überzeugen, diesen Beruf zu wählen.

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