Was möchte ich einmal werden oder wo möchte ich einmal leben – als junger Mensch muss man sich immer wieder wichtige Fragen stellen, die das eigene Leben maßgeblich beeinflussen. Hast du das Abitur erst einmal gemeistert, kommt gleich eine der wohl bahnbrechendsten Fragen auf: Wie geht es nun weiter? Studium oder Ausbildung? Mit dieser Entscheidung ist schließlich viel Verantwortung verbunden, sie stellt die Weichen für dein künftiges Leben. Daher solltest du dich im Vorfeld nicht nur genau mit den Vorteilen und Nachteilen jedes einzelnen Modells auseinandersetzen, sondern dir auch selbst ein paar grundlegende Fragen stellen:
 

1.) Welche Ziele im Leben habe ich?

Klare Ziele sind die Grundvoraussetzung für Erfolg. Nur wenn du genau weißt, wo du im Leben hinwillst, kannst du die nötigen Schritte in die gewünschte Richtung setzen. Was bedeutet für dich also zum Beispiel Karriere? Welchen Stellenwert hat Arbeit generell in deinem Leben? Und wo siehst du dich beruflich in zehn Jahren? Achte aber darauf, auf deinem Weg zum großen Glück die kleinen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren: Gemeisterte Zwischenetappen bescheren dir kleine Erfolgserlebnisse zwischendurch, die dich nicht nur motivieren, sondern dir auch dabei helfen, das große Ganze stets im Blick zu haben.
 

2.) Wer bin ich und wie reagiere ich?

Das eigene Verhalten und die eigenen Fähigkeiten genau zu kennen, ist essentiell in der Phase der beruflichen Entscheidung. Nimm dir daher genügend Zeit für diese Selbstreflexion. Je genauer du dich nämlich selbst kennst, desto bewusster nimmst du dein Verhalten wahr und kannst Veränderungen in die Wege leiten. Wer bist du also wirklich? Was brauchst du, um dich wohl zu fühlen? Bist du glücklich und was ist es genau, das dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Was möchtest du hingegen an dir selbst verbessern? Und wo bist du vielleicht zu kritisch mit dir selbst? Fragen wie diese können dir dabei helfen.
 

3.) Was sind meine Stärken und Schwächen?

Im nächsten Schritt geht es um deine Stärken und Schwächen. Auch hier gilt: Finde heraus, was du gut kannst und was weniger und lerne, deine Fähigkeiten und Talente bewusst einzusetzen. An deinen Schwächen kannst du wiederum kontinuierlich arbeiten. Aber: Strebe nicht nach Perfektionismus, denn perfekt ist niemand und sich einzugestehen, dass man gewisse Defizite hat, oft hilfreicher als sich daran kaputt zu arbeiten.
 

4.) Wie gut stecke ich Misserfolge weg?

Genauso wie Erfolg, gehört auch Scheitern zum Leben dazu. Die Frage ist nur: Wie geht man damit um? Verläuft ein Aufnahmetest beispielsweise nicht wie gewünscht, sollte man die vermeintliche Niederlage lieber als Gelegenheit sehen, um aus der Situation etwas zu lernen. Das ist nicht immer einfach, aber man kann daran arbeiten. Was waren also beispielsweise die Gründe für die misslungene Chance? Und was kannst du das nächste Mal besser machen?
 

5.) Wie nehme ich Chancen wahr?

Bei sehr vielen Menschen ist der Berufsweg nicht klar vorgezeichnet. Wer erfolgreich sein will, muss daher schließlich die Fähigkeit besitzen, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Das gelingt allerdings nur, wenn man sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst ist und die eigenen Ziele klar definiert hat. Also dann, viel Erfolg!

Was du in dieser Phase der Selbstfindung allerdings nicht vergessen solltest: Egal, ob Studium, Ausbildung oder duales Studium – auch nach dem absolvierten Abschluss gibt es immer noch die Möglichkeit, umzuschwenken. Der Karriereweg ist damit noch nicht in Stein gemeißelt. Aber was sind nun eigentlich die Vorteile der einzelnen Möglichkeiten?
 

Die reine Ausbildung: Handfeste Arbeit leisten

Ob du eine Ausbildung oder ein Studium anstrebst, hängt von zwei Aspekten ab: Zunächst solltest du dich fragen, welche beruflichen Ziele du hast und ob dafür ein Studium nötig ist oder nicht. Wenn du zum Beispiel unbedingt Ingenieur in einem großen Unternehmen sein möchtest, führt kein Weg an einem Studium vorbei. Würdest du hingegen gerne in der Technologie Fuß fassen, so kannst du dich bereits mit einer Ausbildung zur technischen Produktdesignerin bzw. zum technischen Produktdesigner aktiv in die Entwicklung neuer Maschine und Geräte einbringen. Der zweite Faktor, von dem abhängt, ob ein Studium oder eine Ausbildung besser zu dir passt, ist der eigene Antrieb. Hast du die nötige Motivation und Lust, nach vielen Jahren Schule noch weitere Jahre mit Lernstress sowie tiefgreifenden Analysen zu verbringen? Oder wäre dir mehr Praxis lieber? In der Ausbildung wird zum Beispiel deutlich mehr Wert auf das Ausführen von Arbeiten gelegt, als auf theoretisches Verstehen.

Bei der Ausbildung hast du auch den Vorteil, dass du bereits Geld verdienen kannst. Die Finanzierung der Ausbildung und eventuell sogar einer eigenen Wohnung stellen damit kein Problem mehr dar. Zudem hast du es als Berufseinsteiger meist leichter als ein Akademiker. An Akademiker werden nämlich oft höhere Anforderungen gestellt, was bei einem Gesellen nicht der Fall ist. Und: Auch nach der Ausbildung steht dir immer noch jeder weitere berufliche Weg offen. Gerne kannst du danach überlegen, ob du beispielsweise im gleichen Themenbereich studieren möchtest.
 

Der akademische Weg: Studieren an der Uni oder Hochschule

Wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, der kommt um ein Studium nicht herum. Denn während des Studierens lernst du, die zahlreichen Werkzeuge des Forschens zu nutzen. Experimente aufsetzen, Studien durchführen, sowie wissenschaftliche Recherchen in Papern oder Doktorarbeiten festhalten ist anschließend dein Handwerk. Zudem ist das Arbeitslosigkeitsrisiko bei Akademikern deutlich geringer als bei Gesellen. Wer sich in seiner beruflichen Karriere irgendwann als Chef oder Chefin einer Abteilung oder einer ganzen Firma sieht, sollte ebenfalls ein Studium anstreben.
 

Eine ausgewogene Mischung: Studium nach der Ausbildung

Für all diejenigen, die den Spagat zwischen Theorie und Praxis wünschen, bietet sich das duale Studium oder das Studium nach der Ausbildung an. Hierbei hast du die Möglichkeit, Geld zu verdienen, berufliche Erfahrungen zu sammeln und dennoch zu studieren. Die KMU Akademie beispielsweise ist ein namhafter Ansprechpartner beim Wunsch eines berufsbegleitenden Fernstudiums in Österreich. Während du am Tag deiner Arbeit wie gewohnt nachgehen kannst, absolvierst du am Abend zeit- sowie ortsunabhängig deine Lerneinheiten. In regelmäßigen Abständen finden Klausuren statt, an denen du flexibel je nach deinem individuellen Zeitplan teilnehmen kannst. Die Besonderheit: Durch die hohe Flexibilität kannst du dein gewohntes Leben ohne Umstellung weiterleben. Weder der Beruf noch das Privatleben müssen unter einer solchen Zusatzbelastung leiden.


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