Planlos nach dem Abi? –
So triffst du die richtige Entscheidung für deine Zukunft!
Mehr als 450.000 junge Menschen legten 2023 in Deutschland ihr Abitur ab, so das Statistische Bundesamt. Viele von ihnen standen danach vor der gleichen Frage: Ausbildung, Studium oder doch etwas völlig anderes? Der Schritt ins Leben nach der Schule fühlt sich für viele nicht wie ein Aufbruch, sondern wie ein Sprung ins Ungewisse an. Wer keine klare Richtung spürt, gerät schnell unter Druck. Genau an dieser Stelle beginnt die Suche nach Wegen, die Orientierung schaffen und Sicherheit geben.
Orientierung beginnt mit ehrlicher Selbstanalyse
Junge Erwachsene müssen zunächst verstehen, was sie wirklich interessiert. Ohne dieses Fundament sind Entscheidungen instabil. Eine Untersuchung der Universität Mannheim aus dem Jahr 2021 zeigt, dass Jugendliche, die ihre Stärken bewusst reflektierten, später seltener Studienabbrüche erlebten. Ein einfacher Einstieg ist ein Orientierungstest, wie er hier auf Schülerpilot zu finden ist. Dort lassen sich Neigungen erkennen, die vorher vielleicht gar nicht im Blick waren.
Manchmal entsteht Klarheit auch durch praktische Erfahrungen. Wer etwa ein Praktikum macht oder sich ehrenamtlich engagiert, gewinnt Einblicke, die kein Ratgeber ersetzen kann. Andere berichten, dass sie durch ein spannendes Auslandsjahr in den USA nicht nur ihre Sprachkenntnisse verbesserten, sondern auch ein völlig neues Verständnis für eigene Interessen entwickelten. Entscheidend ist, aktiv zu werden und nicht im Stillstand zu verharren.
Schritte zur Klarheit
- Führe ein Stärken-Schwächen-Profil, um dich selbst besser zu verstehen.
- Nutze Orientierungstests von seriösen Plattformen.
- Probiere dich in kurzen Praktika aus.
- Sprich mit Menschen, die bereits Erfahrungen im gewünschten Bereich haben.
- Nutze Angebote der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit.
Diese Schritte schaffen ein Gerüst, das hilft, Unsicherheit zu reduzieren. Wer systematisch vorgeht, findet schneller eine Richtung und vermeidet Fehlentscheidungen, die sich später schwer korrigieren lassen.
Studienwahl verlangt Fakten statt Bauchgefühl
Die Entscheidung für ein Studium sollte auf überprüfbaren Informationen beruhen. Laut der Hochschulrektorenkonferenz standen 2023 über 20.000 Studiengänge zur Wahl. Diese Vielfalt erschwert die Orientierung erheblich. Wer nur nach Sympathie für ein Fach entscheidet, riskiert Frust. Viel wichtiger ist ein Blick auf Inhalte, Berufsperspektiven und Zulassungsvoraussetzungen.
Absolventenbefragungen liefern wertvolle Hinweise. Die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 2021 zeigte, dass mehr als ein Drittel der Studierenden während des Studiums über einen Wechsel nachdachte. Häufige Gründe waren falsche Erwartungen oder mangelnde Passung.
Wer also frühzeitig Modulhandbücher studiert und mit Studierenden spricht, verringert das Risiko solcher Fehlstarts deutlich.
Ausbildung überzeugt durch klare Strukturen
Eine Berufsausbildung bietet jungen Menschen einen direkten Sprung in die Praxis. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) begannen 2022 mehr als 468 000 Jugendliche eine duale Ausbildung. Schon während der Ausbildung sammeln sie wertvolle Erfahrungen, verdienen Geld und profitieren von klaren Tagesstrukturen.
Aktuell fehlen Auszubildende in bestimmten Branchen besonders stark. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bleiben derzeit tausende Ausbildungsstellen unbesetzt – insbesondere in der Industrie, im Gastgewerbe, im Handel, im Baugewerbe und in der Verkehrsbranche. In Baden-Württemberg konnten 2025 nur rund die Hälfte der Ausbildungsplätze komplett vergeben werden – besonders betroffen waren Ausbildungseinrichtungen im Transport- und Logistikbereich (69 % unbesetzt), im Handel (57 %), in der Industrie (55 %) sowie in unternehmensorientierten Diensten (54 %).
Diese Engpässe zeigen deutlich, dass es zahllose Chancen für Auszubildende gibt – gerade in Berufsfeldern, in denen Fachkräfte dringend gesucht werden. Wer jetzt einsteigt, kann nicht nur rasch Fuß fassen, sondern auch eine Zukunftsperspektive mit hoher Nachfrage sichern.
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